Bekanntgabe

Das Bundesversicherungsamt hat gemäß § 31 Absatz 4 Satz 1 Risikostruktur-Ausgleichverordnung (RSAV) die nach § 31 Absatz 1 Satz 2 RSAV zu berücksichtigenden Krankheiten festgelegt und gibt diese hiermit bekannt: Bei den 80 zu berücksichtigen, kostenintensiven Krankheiten, die das Bundesversicherungsamt gemäß § 31 IV Satz 1 RSAV festgelegt hat, handelt es sich um folgende:

  1. HIV/AIDS: Abk für engl. Acquired immune deficiency syndrome; erworbenes Immunschwächesyndrom; zuerst 1981 beschriebenes Krankheitsbild, das durch eine zunehmende Schwächung des körpereigenen Abwehrsystems bei Infektion des Immunsystems mit dem humanen Immundefizienzvirus (Human immunodeficiency virus, HIV, 2 Typen: HIV-1 u. HIV-2 mit versch. Subtypen) charakterisiert ist. mehr zu HIV/AIDS
  2. Sepsis/Schock: nach Schottmüller u. Höring ohne Inkubationszeit bzw. nach unterschiedl. Latenz mit schweren Krankheitserscheinungen einhergehende Allgemeininfektion („Blutvergiftung“), die an einen mit der Lymph-Blut-Bahn kommunizierenden Erregerherd (Fokus) gebunden ist, von dem permanent o. intermittierend (Pyämie) Krankheitserreger ins Blut gestreut werden (wiederholt pos. Blutkultur). mehr zu Sepsis/Schock
  3. Nicht virale Meningitis/Enzephalitis: Gehirnentzündung auf infektiöser, infektiös-tox. o. allerg. Grundlage; als übertragbare Hirnentzündung meldepflichtig. mehr zu Enzephalitis
  4. Infektionen durch opportunistische Erreger, z. B. Streptokokken: med. bedeutsame Bakteriengattung der Fam. Streptococcaceae. mehr zu Streptokokken
  5. Bösartige Neubildungen (Tumore) der Lippe, der Mundhöhle und des Pharynx
    • Lippenkrebs: meist an der Unterlippe sitzender bösartiger epithelialer Tumor; histol. Plattenepithelkarzinom. Da es bei Pfeifenrauchern häufiger auftritt, werden chron. mechan. Reize u. Teerprodukte als ursächl. Faktoren angenommen. mehr zu Lippenkrebs
    • Pharynxkarzinom: meist Plattenepithelkarzinom, häufiger beim männl. Geschlecht, im 6.-7. Lj. auftretend. mehr zu Pharynxkarzinom
  6. Bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane
    • Magenkarzinom: vierthäufigste Krebserkrankung des Menschen mit abnehmender Inzidenz. Vorkommen bei beiden Geschlechtern, leichtes Überwiegen beim Mann. mehr zu Magenkarzinom
    • Darmkrebs: bösartiger Tumor, am häufigsten im Rektosigmoid (50 %), ferner im Zäkum, an der Bauhin-Klappe, an den Flexuren, selten im Dünndarm. mehr zu Darmkrebs
    • Pankreaskarzinom: bösartige Neoplasie der Bauchspeicheldrüse. Über 90 % der P. sind duktale Adenokarzinome, nur um 1 % gehen von den Azinuszellen aus u. um 3 % haben eine unklare Histogenese. mehr zu Pankreaskarzinom
  7. Bösartige Neubildungen (Tumor) der Atmungsorgane und sonstiger intrathorakaler Organe
    • Bronchialkarzinom: epithelialer bösartiger Tumor, ausgehend von der Trachea, den Bronchien o. Alveolen. mehr zu Bronchialkarzinom
    • Trachealtumor: Geschwulstbildung der Luftröhre, im wesentl. Zylindrom, Karzinoid, Plattenepithelkarzinom. mehr zu Trachealtumor
  8. Bösartige Neubildungen (Tumor) der Knochen, des Stütz- und Weichteilgewebes
    • Osteoidsarkom: bösartiger Knochentumor, in dem unverkalkte Knochensubstanz (Osteoid) gebildet wird. Wird heute dem osteogenen Sarkom zugeordnet. mehr zu Osteoidsarkom
  9. Bösartige Neubildungen (Tumor) der Brustdrüse: häufigster bösartiger epithelialer Tumor der Frau in Europa. Alle Erwachsenenaltersklassen bes. ab 40. Lj. mehr zu Mammakarzinom
  10. Bösartige Neubildungen (Tumor) der weiblichen Genitalorgane
    • Kollumkarzinom: früher häufigster Krebs bei der Frau. Histol. meist Plattenepithelkarzinom, selten Adenokarzinom. mehr zu Kollumkarzinom
    • Zervixkarzinom: von der Cervix uteri, dem Gebärmutterhals, o. vom Gebärmuttermund, der Portio uteri, ausgehendes Karzinom. mehr zu Zervixkarzinom
    • Granulosazelltumor: epithelialer Tumor der Ovarien teils solid, teils zyst. aus Follikelepithel (Granulosa) ähnl. Zellen mit Bildung von Follikelhormon, das auch nach Aufhören der Geschlechtsreife zu übermäßiger Proliferation des Endometriums (glanduläre Hyperplasie) u. zu Blutungen führt. mehr zu Granulosazelltumor
  11. Bösartige Neubildungen (Tumor) der männlichen Genitalorgane
    • Hodentumor: Geschwulst des Hodens. mehr zu Hodentumor
    • Prostatakarzinom: entwickelt sich (hormonell gesteuert) aus der eigentl. Prostata, meist nachdem diese durch (gutartige) Knotenbildung (benigne Prostatahyperplasie) zur sog. chir. Kapsel plattgedrückt ist. mehr zu Prostatakarzinom
  12. Bösartige Neubildungen (Tumor) der Niere, der Harnwege und der Nebenniere
  13. Bösartige Neubildungen (Tumor) des Auges, Gehirns und sonstiger Teile des Zentralnervensystems einschließlich Hypo- und Epiphyse
    • Hirntumor: im klin. Sprachgebrauch benutzter Begriff für alle im intrakraniellen Raum vorkommenden Tumoren. mehr zu Hirntumor
    • Pinealoblastom: bösartiger, dem Medulloblastom ähnl., zellreicher Tumor der Epiphyse. mehr zu Pinealoblastom
  14. Bösartiger Neubildungen (Tumor) sekundärer, nicht näher bezeichneter oder multipler Lokalisation: vom Primärtumor aus verschleppte Gewächszellverbände. mehr zu Metastase
  15. Lymphome und Leukämien: von Virchow (1845) in die med. Lit. eingeführte Sammelbezeichnung für maligne Systemerkrankungen, die mit einer Vermehrung weißer Blutzellen im peripheren Blut einhergehen. mehr zu Leukämie
  16. Neubildungen (Tumor) unsicheren oder unbekannten Verhaltens
  17. Diabetes mellitus: chron. Stoffwechselstörung mit verzögerter o. unvollständiger Verwertung zugeführter Glukose im Organismus, mit pathol. Veränderungen im Kohlenhydrat-, Fett- u. Proteinstoffwechsel durch einen relativen o. absoluten Mangel an endogenem Insulin infolge ungenügender Bildung, Sekretion o. Wirkung am Erfolgsorgan. mehr zu Diabetes mellitus
  18. Schwerwiegende metabolische oder endokrine Störungen
    • Hyperthyreose: Schilddrüsenüberfunktion, Thyreotoxikose, M. Basedow; Überangebot an Schilddrüsenhormon in der Peripherie mit Stoffwechselsteigerung (Hypermetabolismus) u. unterschiedl. Auswirkung auf die Organe, bes. Herz, Magen-Darm-Kanal, Nervensystem, Haut u. Augen. mehr zu Hyperthyreose
    • Hypothyreose: Hypothyreoidismus, Myxödem, Gull-Krankheit, Schilddrüsenunterfunktion. Durch mangelnde Versorgung der Körperperipherie mit Schilddrüsenhormon verursachtes Krankheitsbild mit Stoffwechseldepression (Hypometabolismus), unphysiolog. Einlagerung von Mukopolysacchariden im Gewebe u. Einschränkung von Organfunktionen. mehr zu Hypothyreose
  19. Leberzirrhose (inkl. Komplikationen): chron. Lebererkrankung mit knotigem, fast immer das gesamte Organ umfassenden Umbau des Leberparenchyms u. Umwandlung des Gefäßapparats als Folge von Leberzelluntergängen, chron. proliferativer Entzündung mit diffuser Bindegewebeneubildung u. knötchenförmiger Regeneration des Parenchyms. mehr zu Leberzirrhose
  20. Chronische Hepatitis: persistierende, progressive Leberentzündung. Die CAH ist durch Mottenfraßnekrosen (Piecemeal-Nekrosen, Zerstörung u. sukzessiver Untergang von Leberzellen an der Bindegewebe-Parenchym-Grenze u. lymphozyt., plasmazelluläre Infiltrationen) gekennzeichnet. Vorkommen z. B. nach akuter Hepatitis B o. C, bei Autoimmunerkrankungen. mehr zu Chronische Hepatitis
  21. Akute schwere Lebererkrankung
  22. Ileus: Unterscheidung in mechan. I. durch Obstruktion des Darmlumens, Obturationsileus, durch Kompression von außen o. Strangulation (Adhäsionen, Briden); paralyt. I. (dynam. I.) durch Lähmung der Darmwand bei lokalen o. allg. infektiös-tox. Prozessen. (Peritonitis, Urämie u. a.). mehr zu Ileus
  23. Chronisch entzündliche Darmerkrankung
    • Morbus Crohn: Enteritis regionalis, Enterocolitis granularis, Ileitis terminalis, regionale Ileitis, Ileokolitis Crohn, Morbus Crohn; unspezif. segmentäre o. plurisegmentäre, stenosierende, granulomatöse Entzündung, die den gesamte Verdauungstrakt vom Mund bis zum After befallen kann. mehr zu Morbus Crohn
    • Colitis Ulcerosa: unspezif. Entzündung, die prim. die Schleimhaut mehr o. weniger großer Teile des Dickdarms, prakt. aber immer das Rektum befällt u. mit Schleimhautvulnerabilität, Ulzerationen, Pseudopolypenbildung u. schließl. Narbenbildungen einhergehen kann. mehr zu Colitis Ulcerosa
  24. Erkrankungen des Ösophagus (exkl. Ulkus und Blutung): Speiseröhre. Anat. muskulöser, etwa 25 cm langer Schlauch, der am unteren Ende des Pharynx beginnt, vor der Wirbelsäule im hinteren Mediastinum abwärts zieht u. im Ostium cardiacum in den Magen mündet. mehr zu Ösophagus
  25. Entzündung / Nekrose von Knochen / Gelenken / Muskeln: Nekrose umschriebener Skelettanteile durch lokale Ischämie, deren Ursachen vorwiegend ungeklärt sind. mehr zu Knochennekrose
  26. Rheumatoide Arthritis und entzündliche Bindegewebskrankheiten: charakterisiert durch die lokalen Entzündungssymptome Schwellung, Schmerz, Rötung, Überwärmung u. Funktionsbehinderung. Konstanz u. Identität wechseln abhängig davon, ob eine akute A. (akutes rheumat. Fieber, Arthritis urica mit akutem Gichtanfall), eine chron. A. (Rheumatoidarthritis, Osteoarthropathia psoriatica, Reiter-Krankheit, system. Lupus erythematodes) o. eine symptomat. A. (u. a. Kolitisarthropathie) vorliegt. mehr zu Knochennekrose
  27. Spinalkanalstenose
  28. Osteoarthrose der großen Gelenke: Arthrosis deformans, Osteoarthrose, Osteoarthritis deformans; überwiegend degenerative Erkrankung nur der Gelenke. mehr zu Arthrose
  29. Osteoporose und Folgeerkrankungen: system. Skeletterkrankung, die durch niedrige Knochenmasse u. eine Verschlechterung der Mikroarchitektur des Knochengewebes mit daraus folgender Zunahme der Knochenbrüchigkeit u. erhöhtem Frakturrisiko gekennzeichnet ist. mehr zu Osteoporose
  30. Schwerwiegende Erkrankungen der Blutbildung und Blutgerinnung
    • Anämie: Verminderung der Hämoglobinkonzentration, des Hämatokrit bzw. der Erythrozytenzahl im Blut unter die Altersnorm. mehr zu Anämie
    • Leukopenie: Verminderung der Leukozyten. mehr zu Leukopenie
    • Milzbrand: weltweit, gehäuft in Südeuropa, Asien, Afrika auftretende, septikäm., tödl. verlaufende Epizoonose in erster Linie der Weidetiere durch Bacillus anthracis. mehr zu Milzbrand
  31. Agranulozytose, septische Granulomatose, andere näher bezeichnete Erkrankungen der weissen Blutkörperchen: völliges Fehlen von Granulozyten, schwerste Form einer Neutrozytopenie bzw. einer Granulozytopenie. mehr zu Agranulozytose
  32. Disseminierte intravasale Gerinnung und sonstige Koagulopathien
  33. Purpura / Thrombozytenfunktionsstörungen / Blutungsneigung: Auftreten von punkt- o. fleckenförmigen Blutungen im Bereich der Haut u. Schleimhäute bei thrombozytär u. vaskulär bedingter hämorrhagischer Diathese. mehr zu Purpura
  34. Delir und Enzephalopathie: allg. Bez. für organ. Erkrankungen des Gehirns, v. a. nichtentzündl. u. gefäßbedingte Erkrankungen (z. B. Wernicke-Enzephalopathie, hepat. E.); i. e. S. für tox. Schädigungen (z. B. bei Schwefelkohlenstoffvergiftung u. a.). Enzephalitis. mehr zu Enzephalopathie
  35. Demenz: erworbene, globale Beeinträchtigung höherer Hirnfunktionen einschl. des Gedächtnisses, der Fähigkeit, Alltagsprobleme zu lösen, Reduzierung sensomotor. u. sozialer Fähigkeiten, der Sprache u. Kommunikation sowie der Kontrolle emotionaler Reaktionen ohne ausgeprägte Bewußtseinstrübung. mehr zu Demenz
  36. Schwerwiegender Alkohol- und Drogen-Missbrauch zur Gruppe Drogen und Alkohol
  37. Psychotische Störungen und Persönlichkeitsstörungen
    • Schizophrenie: Sammelbezeichnung für eine Gruppe meist phasenhaft verlaufender Psychosen mit hohem Lebenszeitrisiko (etwa 1 % der Bevölkerung). mehr zu Schizophrenie
    • Manische Depression: psychopatholog. Syndrom mit Antriebssteigerung, beschleunigtem Gedankengang bis zur Ideenflucht, Größenideen, die wahnhafte Ausmaße erreichen können, u. oft gehobener, euphor. Stimmung (dysphor. Stimmung bei gereizter Manie). mehr zu Manische Depression
  38. Depression: über einen längeren Zeitraum krankhaft gedrückte Stimmung mit Freud- u. Interessenlosigkeit, Genußunfähigkeit, Grübelneigung, innerer Unruhe o. psychomotor. Verarmung, Antriebsminderung. Insbes. bei manisch-depressiven Erkrankungen, aber auch anderen psych. Leiden sowie hirnorgan. u. anderen körperl. Erkrankungen. mehr zu Depression
  39. Bipolare affektive Störungen
  40. Essstörungen
    • Anorexia nervosa: zu den Eßstörungen gehöriges psychosomat. Krankheitsbild mit schonungslosem Streben nach immer stärkerem Schlanksein. mehr zu Anorexia nervosa
    • Bulimia nervosa: zu den Eßstörungen gehöriges psychosomat. Krankheitsbild, das durch Eßanfälle u. anschließende Kontrollmaßnahmen (selbstinduziertes Erbrechen, Laxanzien o. Diuretika, strenge Diäten, Fastenkuren o. übermäßige körperl. Betätigung) gekennzeichnet ist. mehr zu Bulimia nervosa
  41. Aufmerksamkeitsstörung / attention deficit disorder / andere hyperkinetische Störungen: zu den Gruppen ADHS bei Kindern und AD(H)S bei Erwachsenen und im Allgemeinen
  42. Ausgeprägte schwere Lähmungen: i. w. S. Funktionsausfall eines Körperteils o. Organsystems, i. e. S. Bewegungsunfähigkeit durch Läsion des zentralen o. peripheren motor. Neurons bzw. der Muskulatur, insges. nicht eindeutig abgegrenzter Oberbegriff, auch mit unterschiedl. Bedeutung in zusammengesetzten Bez. verwendet, z. B. alternierende L. (Hemiplegia alternans), Atemlähmung, paroxysmale Lähmung, sensible L. Die vollständige L. wird in der Neurol. als Paralyse, die unvollständige L. als Parese bezeichnet. mehr zu Lähmungen
  43. Erkrankungen/Verletzungen des Rückenmarks: Teil des Zentralnervensystems des Menschen. Das Rückenmark des Erwachsenen hat einen Durchmesser von 10–14 mm sowie eine Länge von etwa 45 cm. mehr zu Rückenmark
  44. Muskeldystrophie: degenerativer Prozeß des Muskelparenchyms mit Hypo-, Hyper- u. Pseudohypertrophie der Muskelfasern bei Myopathien. mehr zu Muskeldystrophie
  45. Periphere Neuropathie / Myopathie: alle Muskeleigenerkrankungen zur Abgrenzung von den neurogenen Schädigungen der Muskulatur. mehr zu Myopathie
  46. Entzündlich / toxische Neuropathie: Nervenentzündung, unterteilt in Mononeuritis u. Polyneuritis. Je nach Grad der Schädigung Störung bzw. Ausfall der Funktionen: motor. Lähmung, Sensibilitätsstörungen. Bei fehlendem Nachweis der entzündl. Grundlage o. anderer Ätiol. Neuropathie. mehr zu Neuropathie
  47. Multiple Sklerose: Polysklerose, Sclerosis multiplex, Encephalomyelitis disseminata chronica, mit einer Morbiditätsrate von 5 Kranken auf 1 000 Einwohner in Europa eines der häufigsten organ. Nervenleiden. mehr zu Multiple Sklerose
  48. Morbus Parkinson und andere Basalganglienerkrankungen: hypokinetisch-hypertone extrapyramidales Syndrom mit Hypomimie (Amimie), verstärkter Speichel- u. Talgdrüsensekretion, fehlender Mitbewegung der Arme beim Gehen, kleinschrittigem Gang mit vornübergebeugter, starrer Körperhaltung, Pro-, Retro- o. Lateropulsionen, verlangsamter, monotoner Sprache, Mikrographie, Rigor, Ruhetremor der Hände o. des Kopfs u. weiteren Sympt. auf der morphol. Grundlage von Ganglienzelluntergang u. Gliavermehrung in der Substantia nigra, im Pallidum, evtl. in weiteren Kerngebieten. mehr zu Morbus Parkinson
  49. Epilepsie: Krankheitsgruppe, die durch wiederholtes Auftreten zerebral ausgelöster Anfälle gekennzeichnet ist. mehr zu Epilepsie
  50. Koma, Hirnödem, hypoxischer Hirnschaden: durch versch. endogene u. exogene Einwirkungen bedingte Flüssigkeitseinlagerung u. -umlagerung im Zentralnervensystem. mehr zu Hirnödem
  51. Sekundärer Parkinsonismus und andere extrapyramidale Bewegungsstörungen
  52. Herzinsuffizienz: durch plötzl. akute (Sekunden o. Tage) o. langsam chron., im Verlauf von Monaten bis Jahren sich herausbildende Störung der Versorgung der Energieauswertung (Utilisationsinsuffizienz) kommt es zu charakterist. morphol. u./o. funktionellen Abweichungen wie Herzhypertrophie, Herzdilatation, Tachykardie, Verminderung des Schlag- u. Minutenvolumens, Vergrößerung des systol. u. diastol. Volumens bei Abnahme der Ejektionsfraktion u. Vergrößerung des Residualvolumens. Bei Kreislaufbelastung überwiegende Frequenzregulation; mehr zu Herzinsuffizienz
  53. Akutes Lungenödem und respiratorische Insuffizienz: pathol. Zustand der Lunge, bedingt durch Zunahme der extravaskulären Flüssigkeit der Lunge. mehr zu Lungenödem
  54. Hypertensive Herz- / Nierenerkrankung / Enzephalopathie
  55. Ischämische Herzkrankheit: Oberbegriff für alle Erscheinungsformen der i. R. koronarer Arteriosklerose auftretenden Störungen (Angina pectoris, Herzinfarkt, disseminierte Herzmuskelnekrosen, Sekundenherztod usw.), die zu morphol. u. funktionellen Abweichungen der Herztätigkeit führen. mehr zu Ischämische Herzkrankheit
  56. Erkrankungen der Herzklappen: meist die Herzklappen durch bakterielle Ansiedlung (bakterielle E.) o. Toxine (rheumat. E.) krankhaft verändernder, klin. u. pathol.-anat. definierbarer Prozeß. mehr zu Endokarditis
  57. Angeborene schwere Herzfehler
  58. Hypertonie: Hypertonus, art. Hypertonie, Bluthochdruck, bezeichnet chron. Erhöhung des art. Blutdrucks > 140/90 mmHg (WHO 1993). mehr zu Hypertonie
  59. Vorhofarrhythmie: Herzfunktionsstörungen, die das Reizleitungssystem, damit die elektr. Herztätigkeit u. Herzschlagfolge betreffen. mehr zu Vorhofarrhythmie
  60. Ventrikuläre Tachykardie: Beschleunigung der Herzfrequenz in Ruhe über 100 Schläge/min; im Ggs. zur Bradykardie: Herzfrequenz unter 60 Schläge/min. mehr zu Tachykardie
  61. Schlaganfall und Komplikationen: apoplekt. Insult, Gehirnschlag, Schlaganfall, intrakranielle Blutung, intrazerebrale Ischämie, apoplekt. Insult; mit fokalen neurol. Ausfällen einhergehende zerebrovaskuläre Erkrankung, meist sekundär bei Arteriosklerose u. Hypertonie; mehr zu Schlaganfall
  62. Atherosklerose, periphere Gefäßerkrankung: nach der WHO-Definition eine variable Kombination von Veränderungen der Intima, bestehend aus herdförmigen Ansammlungen von Lipiden, komplexen Kohlenhydraten, Blut u. Blutbestandteilen, Bindegewebe u. Kalziumablagerungen, verbunden mit Veränderungen der Media. mehr zu Atherosklerose
  63. Arterielles Aneurysma (exkl. d. Aorta): umschriebene Erweiterung eines art. Gefäßes als Ergebnis einer Wandveränderung. mehr zu Aneurysma
  64. Mukoviszidose: zyst. Pankreasfibrose, zyst. Fibrose (cF), Dysporia enterobronchopancreatica (Glanzmann), Anderson-Krankheit; häufige, genet. bedingte Stoffwechselerkrankung mit autosomal rezessivem Erbgang (Chromosom 7). mehr zu Mukoviszidose
  65. Emphysem / Chronische obstruktive Bronchitis: Lungenleiden, das durch irreversible Erweiterung der distal der Bronchioli terminales befindl. Lufträume gekennzeichnet ist. mehr zu Emphysem
  66. Asthma bronchiale: akut auftretende, anfallsartige Luftnot mit vorwiegend exspirator. Ventilationsbehinderung. mehr zu Asthma bronchiale
  67. Postinflammatorische und interstitielle Lungenfibrose: Endzustand des Lungenparenchyms nach Ablauf zahlreicher, ätiol. sehr unterschiedl. Krankheiten. mehr zu Lungenfibrose
  68. Pneumonie: Entzündung des Lungenparenchyms, hervorgerufen durch Bakterien, Viren, Protozoen, tox. u. allerg. Schädigungen, unterhalten meist durch Bakterien. mehr zu Pneumonie
  69. Niereninsuffizienz: hochgradige Einschränkung der Nierenfunktion mit Retention harnpflichtiger Substanzen, Störungen des Elektrolyt- u. Wasserhaushalts sowie des Säure-Basen-Haushalts. mehr zu Niereninsuffizienz
  70. Nephritis: Nierenentzündung. Sammelbezeichnung für entzündl. Erkrankungen der Niere. mehr zu Nephritis
  71. Neurogene Blase: nervale Harnblasenstörungen versch. Ursache, z. B. Entleerungsstörung infolge Querschnittslähmung nach Unfall u. ä. Blasenlähmung. mehr zu Neurogene Blase
  72. Bestehende Schwangerschaft (einschl. Komplikationen)
  73. Hautulkus, exkl. Dekubitalulzera: Ulkus, Geschwür; tiefreichender Substanzverlust an der Haut o. Schleimhaut. mehr zu Ulkus
  74. Schwerwiegende bakterielle Hautinfektionen: Wundinfektion, Phlegmone, Panaritium, Furunkel, Karbunkel, Dermatitis exfoliativa, Impetigo contagiosa, Schweißdrüsenabszeß, Erysipel, Erysipeloid, Hautdiphtherie, Hautmilzbrand, Hautrotz, Tetanus, Gasödem; Syphilis, Frambösie, Pinta, Hauttuberkulose, Lepra. mehr zu Hautinfektionen
  75. Wirbelkörperfraktur (ohne Schädigung des Rückenmarks)
  76. Luxation des Hüftgelenks: kommt erworben u. angeboren vor. mehr zu Hüftgelenkluxation
  77. Traumatische Amputation einer Extremität: Absetzung, Abtragung, Abtrennung eines Körperteils, z. B. der Mamma, des Mastdarms, des Penis, einer Gliedmaße. mehr zu Amputation
  78. Schwerwiegende Komplikationen bei Patienten während chirurgischer oder medizinischer Behandlung
    • Thrombose: Prozeß der Entstehung eines Thrombus. Phlebothrombose. mehr zu Thrombose
  79. Blutung / Hämatom / Serom als Komplikation nach einem Eingriff
  80. Status nach Organtransplantation (inkl. Komplikationen)

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