Als Kostentreiber stehen häufig die Verwaltungskosten der Krankenkassen im Mittelpunkt der Diskussion. Diese machen jedoch nur 5,2 Prozent der
Gesundheitsausgaben aus und sind lediglich um 0,7 Prozent gestiegen. Sowohl die Inflationsrate als auch die allgemeine Steigerung der
Gesundheitsausgaben liegen deutlich darüber. International muss das Deutsche Gesundheitswesen den Vergleich nicht scheuen: Das US-amerikanische System versorgt nicht alle Einwohner und verursacht trotzdem 47 Prozent mehr Ausgaben in Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt als in Deutschland.

Ärztliche Leistungen verursachen Kosten in Höhe von 68,9 Milliarden Euro und Arzneimittel 41,7 Milliarden Euro. Die Steigerung der Ausgaben beträgt für die ärztliche Leistung 3,5 Prozent und für Arzneimittel 5 Prozent.

Gesundheit ist weit günstiger als viele Menschen glauben, denn die Bürger wenden durchschnittlich nur 4 Prozent ihrer Mittel dafür auf. Das ist weniger als für Urlaub, der 5 Prozent ausmacht. Damit ist das höchste Gut in Deutschland nicht zu teuer.

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