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Immer größere Lücken bei der ärztlichen Versorgung
Seit 1995 ist das Durchschnittsalter der Kassenärzte um fast vier Jahre auf jetzt 51,4 Jahre angestiegen. Gleichzeitig nahm die Zahl der Absolventen im Fach Humanmedizin ab. Diese Entwicklung führt zu einer zunehmenden Überalterung und strukturellen Problemen in der ärztlichen Versorgung.
Schon jetzt klagen Menschen in dünn besiedelten Gegenden über Ärztemangel: Die Zahl der niedergelassenen Ärzte nimmt ab und Patienten können weder zeit- noch wohnortnah versorgt werden. Zudem gibt es Defizite in der fachärztlichen Versorgung. Parallel zu diesen Entwicklungen steigt das Durchschnittsalter in Deutschland und erfordert eine intensive ärztliche Betreuung. Dr. Ellis Huber präsentiert mit der langjährigen Erfahrung als Präsident der Berliner Ärztekammer neue Versorgungskonzepte der strukturierten ärztlichen Versorgung, die den Ärztenotstand aufhalten und die Versorgungskrise vermeiden können.
Ländliche Regionen brauchen Driving Doctors
Ärztemangel muss nicht sein, wenn mit einem innovativen Versorgungsmanagement die Ärzte zu den Patienten kommen und nicht wie bisher umgekehrt. Junge Ärzte braucht das Land aber die Arztpraxis auf dem Land ist kein Anreiz für junge Mediziner aus der Stadt heraus zu ziehen: Sie entscheiden sich nach dem Abschluss ihres Medizinstudiums oder nach bestandener Facharztprüfung nicht für Haus und Praxis auf dem Dorf, sondern bleiben in den urbanen Zentren oder gehen gar nach Australien. Die Hausarztpraxis und erst recht die Facharztpraxis auf dem Land passen nicht mehr zur Lebensplanung junger Mediziner. Notwendig ist daher eine neue Organisationsstruktur für die ärztliche Versorgung ländlicher Regionen, von der Uckermark über den Bayrischen Wald bis zur Schwäbischen Alb: Der Arzt kommt mit dem Auto in das Haus des Patienten, beschreibt Huber die Lösung des Problems.


