Rauchen und Raucherentwöhnung im Gesundheitssystem
Situation der Raucher in Deutschland
Der Streit um das Rauchverbot in öffentlichen Räumen hat vor allem eines gezeigt: die Deutschen sind sich nicht einig. Tatsächlich ist die Zahl der Raucher in Deutschland seit Jahren leicht rückläufig; die goldenen Zeiten der Tabakindustrie sind vorbei. Dennoch bleibt der Anteil der Tabakwaren am Gesamtvolumen privater Konsumausgaben seit Jahren fast unverändert bei 1.8%, was unter anderem auf mehrere Erhöhungen der Tabaksteuer zurückzuführen sein dürfte.
Schadet Rauchen dem Gesundheitssystem?
Ob Raucher das Gesundheitssystem – und insbesondere den Staatshaushalt allgemein – unterm Strich tatsächlich belasten ist nicht ganz unumstritten. Einerseits sind die gesundheitsschädigende Wirkung von Tabak – und die daraus entstehenden Kosten – unumstritten; Raucher leiden insbesondere signifikant häufiger an Erkrankungen des Atmungssystems. Demgegenüber stehen staatliche Tabak-Steuereinnahmen in Höhe von ca. 14.3 Mrd. Euro (im Jahr 2007) und eine etwa 8 Jahre kürzere Lebenserwartung der Raucher. Ob die Mehreinnahmen jedoch tatsächlich den durch Rauchen entstandenen Schaden am Gesamtsystem kompensieren können bleibt fraglich.
Quellen:
- Statistisches Bundesamt (2008). Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen. Private Konsumausgaben und verfügbares Einkommen. 2. Vierteljahr 2008.
- Online-Seiten des Bundesfinanzministeriums
Unterseiten
- Der Gesundheitsfonds
- Der Risikostrukturausgleich – RSA und Morbi-RSA
- Die 80 kostenintensiven Krankheiten
- Arbeitsunfähigkeit
- Gesundheitsreformen in Deutschland
- Rauchen und Raucherentwöhnung im Gesundheitssystem
- Zusammenhang von wirtschaftlicher Lage und Krankenstand
- Gesundheitskosten nach Alter und Geschlecht
- Gesundheitsausgaben in Deutschland
- Ausgaben der einzelnen Geldgeber und Einrichtungen im Gesundheitssystem
- Quellenangaben