Erfahrungen zur Krankheit Burnout-Syndrom
Das Burnout-Syndrom (auch: Burn-Out-Syndrom) bezeichnet einen massiven geistigen und seelischen Erschöpfungszustand. Er betrifft insbesondere Menschen, die ihre Kraftreserven ständig ein ums andere mal aufbrauchen, ohne die Möglichkeit, diese in ausreichendem Maße wieder aufzufüllen. Betroffen davon sind vor allem Angehörige sozialer Berufe. Also Lehrer, Erzieher, Ärzte- und Heilpraktiker, Pflegekräfte auch im Angehörigenkreis, sowie leitende Positionen mit hohem Verantwortungspotential. Ursachen sein können neben der beruflichen Überforderung auch hohe Verantwortung bei gleichzeitig schlechter Bezahlung, Angst vor Arbeitsplatzverlußt und Mobbing.
Neu: Im imedo-Infocenter zum Thema Burnout werden Ursachen aufgezeigt und Tipps zum Umgang mit der Krankheit gegeben. Der Burnout-Test gibt Aufschluss über Ihr aktuelles Risiko seelischer Erschöpfung.
Symptome:
Das Burnout-Syndrom kündigt sich nicht an. Vielmehr schleicht es sich quasi durch die Hintertüre in das Leben der Betroffenen. Allenfalls lässt sich feststellen, dass die Betroffenen immer weniger Zeit haben und nutzen, um ihre sozialen Kontakte zu pflegen. Ansonsten verläuft das Krankheitsbild in drei aufeinander folgenden Stadien
Stadium I:
Das Erkrankung beschränkt sich zunächst auf einen ständigen Wechsel zwischen Überaktivität und völliger Erschöpfung. Zumeist werden die Warnsignale überhört. Die Betroffenen investieren weiterhin ein Maximum an Energie in ihre Aufgaben, ohne sich eine ausreichende Regeneration zu leisten. Der Umgangston gegenüber Untergebenen und Kollegen lässt mitunter in zunehmendem Maße zu Wünschen übrig.
Stadium II:
In dieser Phase beginnt der Kranke zunehmend abzustumpfen. Er zieht sich mehr und mehr zurück und kapselt sich ein. Resignation beginnt sich breitzumachen.In dieser Phase kündigt sich bereits ein Motivationsverlußt an, welcher überleitet zu
Stadium III:
Die Leistungen beginnen in dieser Phase mehr und mehr zurückzugehen. Der Kranke isoliert sich zusehends. Das fehlende positive Feed Back infolge seines Leistungsverlußtes treibt ihn zusehends tiefer in die Isolation und damit in einen Teufelskreis, aus dem es aus Sicht des Betroffenen kein Entrinnen zu geben scheint.
Auch körperliche Beschwerden sind im Zusammenhang mit dem Burnout-Syndrom keine Seltenheit. Äußern kann sich das Krankheitsbild dabei auf fast jede nur erdenkliche Weise. Kopfschmerzen, Herzschmerzen und Beklemmungsgefühle in der Brust, Muskel- und Gliederschmerzen, Ohrgeräusche, Dauermüdigkeit und Schlaflosigkeit gehen Hand in Hand, aber auch Durchfall oder Verstopfung sind gleichermaßen möglich und beschreiben nur einen kleinen Teil der möglichen Symptome. Daher ist die Erkrankung von den behandelnden Medizinern nur sehr schwer gegen rein körperlichen Ursachen abzugrenzen und bleibt daher oft lange Zeit unentdeckt.
Therapie:
Ist die Krankheit erst einmal als solche erkannt, schließt sich zumeist eine Reihe von psychotherapeutischen Sitzungen an. Die Betroffenen können oftmals nur noch zynisch, ironisch und voller Sarkasmus auf ihre Umgebung reagieren. Beruhigende, stimmungsausgleichende Pflanzenpräparate wie Baldrian, und Hopfen, Passionsblume, Johanniskraut und Melisse oder auch aus der Aromatherapie Lavendel, Ylang Ylang und weiterea ntidepressive Öle mögen den Einstieg in die Therapie erleichtern, ersetzen können sie diese nicht. Burnout-Patienten benötigen viel Zeiot und viel Ruhe, um wieder zu sich selbst zu finden und Frieden zu schließen mit ihrer Lebenssituation.
- Kommentar wurde gelöscht von Fightbase vor 11 Monaten
