Kommentare für Erfahrungsbericht Kommt es immer wieder?

Was ist zuerst passiert?
ich habe mich selbst nicht wieder erkannt
Wann ist es passiert?
vor etwa eineinhalb Jahren
Was ist sonst passiert?
ganz viel
Wie endete es?
hmmm das weiß ich noch nicht!

Hallo ihr Lieben,

vor etwa eineinhalb Jahren bemerkte ich, dass irgendetwas mit mir nicht stimmte. Ich reagierte in Situationen total anders als sonst. Ich war nur noch gereizt und hatte schlechte Laune. Ich war der Meinung jeder will mir was Böses. Dazu kamen noch verschiedene andere Symptome, auf die ich nicht näher eingehen muss, denn viele die Depressionen oder BurnOut haben wissen, was ich meine.

Jedenfalls nehme ich seit über einem halben Jahr Anti-Depressiva und während ich krank geschrieben war, ging es mir auch immer besser. Nun ist es aber so, dass ich im Moment in der Wiedereingliederung an der Arbeit bin. Das heißt, ich bin weiterhin krank geschrieben, aber arbeite ein paar Stunden am Tag in "abgeschwächter" Form. Das mache ich seit genau einem Monat und ich bemerke schon wieder bestimmte Symptome an mir. Ich habe dauernd Kopfschmerzen, bin fix und fertig, wenn ich von der Arbeit komme und möchte einfach nur alleine sein! Es kommt noch erschwerend hinzu, dass ich einen sehr weiten Weg zu Arbeit habe (97 km eine Strecke). Aber egal, ich will ja nicht jammern.

Nun meine Frage: hat jemand von Euch schon einmal so etwas erlebt? Wenn ja, kommt das immer wieder?

Meine Ärzte haben keine genaue Diagnose gestellt, ob es nun BurnOut oder Depressionen sind. Meiner Meinung nach haben auch beide Erkrankungen ähnliche Symptome. Das kuriose ist, hab ich frei, dann geht es mir gut. Und wenn ich weiß, dass ich morgen wieder arbeiten muss, dann werde ich aufgeregt und nervös. Es hat eigentlich keinen speziellen Grund, meine Arbeit macht mir Spaß, ist aber sehr stressig. Ich habe nun Angst, dass das ganze Spiel wieder von vorne losgeht. Ich bin seit fast einem Jahr krank und fange grad langsam wieder an und schon geht es mir wieder schlechter, trotz Anti-Depressiva! Was soll ich nur tun? Ich würde mich über eure Antworten freuen!

Viele liebe Grüße

Jay

Stichworte (Tags): Depressionen Burnout Arbeit Angst

Vor mehr als 2 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr

Dieser Erfahrungsbericht wurde 866 mal angezeigt.

  • Hi Powerhippie,

    danke für deinen Ratschlag. Seitdem ich deinen Beitrag gelesen habe, bin ich nur am Grübeln, was mir nicht gefällt an der Arbeit. Ich achte besonders darauf, in welchen Situationen es mir schlecht geht. Bisher konnte ich aber leider keine spezielle Sache feststellen. Ich weiß auch, dass ich diesen Job nicht mein Leben lang ausüben werde. Und eigentlich habe ich auch schon damit abgeschlossen. Ich finde eben nur nichts anderes. Vielleicht ist das auch ein Grund, weswegen es mir schlecht geht!

    Naja, ich hab immernoch Hoffnung, dass ich irgendwann eine passende Stelle finde....

    Viele Grüße

  • Hallo,

    ich weiß nicht, ob ich Dir hiermit wirklich helfen kann, aber ich habe ganz ähnliche Erfahrungen gemacht (vor ca. 8 Jahren). Ich habe das Ganze ca. 3 Jahre durchgemacht und es wurde immer schlimmer. Seither habe ich mich viel mit diesem Thema beschäftigt und kann Dir zumindest ziemlich sicher sagen, daß mit Psychopharmaka, egal welcher Art, Deine Probleme nie gelöst werden.



    Kann es sein, daß Deine Arbeit zwar grundsätzlich in Ordnung ist, aber der Job den Du ausübst vielleicht wider Deine Grundeinstellung oder Dein Wesen geht?



    Ich war damals auch im Büro (ich mochte meine Arbeit und meine Kollegen sehr) und arbeite heute in der freien Natur und fühle mich seither um vieles, vieles besser. Es hat aber gedauert, bis ich erkannte, was mich so beeinträchtigt hatte.



    Ich hoffe, Du erkennst früher als ich, was Dein Unterbewußtsein stört.



    Viele liebe Grüße

    Powerhippie

  • Hallo!

    Ersteinmal vielen Dank euch beiden. Ich denke ihr habt Recht. Allerdings ist das ein einziger Kreislauf. Ich bin schon seit längerem mit meiner Arbeitsstelle unzufrieden und suche schon fleißig was anderes. Das sieht aber schlecht aus...naja jedenfalls hatte ich keine Therapie oder ähnliches, falls ihr das meint. Ich wollte die Kur mal abwarten und danach weitersehen.

    Was genau ich an meiner Arbeit schlechte finde kann ich noch nicht mal beschreiben. Mir macht es im Großen und Ganzen Spaß und mit den Kollegen komm ich auch super zurecht. Aber wenn Stress ist (was sehr oft vorkommt) mach ich mich selbst fertig. Ich bekomme Kopfschmerzen, fange an extrem zu schwitzen und so weiter. Das ganze passiert mehrmals am Tag und demnach bin ich dann fix und fertig, wenn ich nach Hause komme.

    Irgendwie wundert mich das alles sehr, weil es bis vor etwa eineinhalt Jahren noch nicht war. Da war noch alles super und wundervoll! Naja ich denke ich werde eure Ratschläge zu Herzen nehmen!

    Vielen Dank und herzliche Grüße

  • Hallo!

    Ich schließe mich an: Irgendwelche Gründe scheinen ja ganz offenbar doch an der Arbeitsstelle oder irgendwelchen Umfeld-Faktoren zu liegen. Gabs denn in der langen Zeit außer dem AD noch "richtige" Therapien oder so? Also ich meine, wurde geschaut, was die Ursachen waren - und welche Veränderungen da helfen können?

    Manchmal sind es ja auch eher "indirekte" oder "versteckte" Dinge, die da eine Rolle spielen: Wird recht viel Druck aufgebaut - oder machst Du Dir ggf. selbst (zusätzlich) welchen? Erinnert der Chef oder ein bestimmter Kollege zu sehr an Mutter-/Vaterfiguren - und gibts da ungeklärte Dinge? Hat man ausreichende Werkzeuge gelernt, um mit Stress konstruktiv umzugehen - und nicht zu viel Di-Stress anwachsen zu lassen? ... usw. usf.

    Solange jedenfalls die Ursachen bzw. Hintergründe nicht verändert werden - werden Dir auch die besten ADs nur begrenzt weiterhelfen bzw. wird es bei Konfrontation mit ebendiesen Schlüsselreizen immer wieder zu Symptomen kommen.

    Viel Erfolg!

    Sonnige Grüße von der Gänseblümin.

  • Das Problem mit den Medikamenten ist das,dass sie keine Ursachen beseitigen,sondern Symptome "zudecken".Außerdem findet mit der Zeit bei der Dosierung eine körperliche Anpassung statt,so dass die Dosis erhöht werden muss.

    Wie Du beschreibst,hat es ja offensichtlich mit Deiner Arbeit/Arbeitsstelle zu tun,da es Dir in Deiner Freizeit gut geht.

    An der Stelle würde ich mal genauer hinsehen,WAS da nicht in Ordnung ist.Ist es die Arbeit - Überforderung/Unterforderung?Sind es die Arbeitskollegen?Ist es vielleicht der Stress des weiten Weges? ... usw.

© 2007 - 2012 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen