Kommentare für Erfahrungsbericht Suche Mitglieder

Was ist zuerst passiert?
Söhne wieder Rückfällig geworden
Wann ist es passiert?
Dezember 2007
Was ist sonst passiert?
ich fühle mich am Ende meiner Kraft
Wie endete es?
Habe eine Grüppe gegründet für Angehörige von Suchtkranken

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll und wie !?

Seid ich denken kann hat meine Mama getrunken und Tabletten geschluckt bis zum umfallen. Heute schuckt sie "nur" noch Tabletten. Mein Mann ist trockener Alkohliger (seid sechs Jahren, trocken). Zum Glück war er ein friedlicher Trinker, aber es gab durch das Trinken natürlich immer wieder Situationen, in denen ich mich alleine um alles kümmern mußte und Ausreden erfinden mußte, damit keiner merkt, wie viel er wirklich trinkt. (Kostete viel Kraft) Ich habe drei Söhne;- zwei sind Drogenabhängig, und der andere begeht Selbstmord. Frage mich mittlerweile wirklich, ob es an mir liegt, mache ich vielleicht was falsch? Jetzt sind die zwei wieder rückfällig geworden, nachdem sie gerade anfingen, ihr Leben neu aufzubauen. Wiedermal suche ich nach Ausreden (warum sie nicht zur Arbeit kommen,usw.), in der Hoffnung das sie sich wieder fangen, bevor sie wieder alles verloren haben. Habe mal einen Bericht gelesen über Co-Abhängigkeit, ich denke das trifft auf mich zu.

Suche jetzt Menschen, für meine Gruppe, - die auch jemanden in der Familie oder im Freundeskreis, mit einem Suchtproblem haben. Als Angehöriger, fühlt man sich immer so alleine gelassen. vielleicht können wir uns gegenseitig etwas helfen. Natürlich kann auch jeder der sich für die Probleme von Co-Abhängigen ehrlich interessiert in diese Gruppe, auch wenn er selbst kein Angehöriger ist.



http://www.imedo.de/group/overview/by_name/angehoerige-von-suchtkranken



Stichworte (Tags): alkohol, drogen, Tabletten

Vor mehr als 4 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr

Dieser Erfahrungsbericht wurde 682 mal angezeigt.

  • Jeder ist selbst schuld



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    Eigentlich war ich dafür schon zu alt, aber ich musste ja schon immer alles ausprobieren und ich hatte es ja auch geschafft vom Alkohol loszukommen, also würde das mit den harten Drogen, auch kein Problem darstellen.

    Um das Jahr 98, hatte ich einen schweren Unfall und wurde schon im Krankenhaus auf ein wunderbares schmerzmittel gesetzt, das ich mir per Knopfdruck in meinen Körper jagen konnte. Es war ein wunderschönes Gefühl und ich verbrauchte viel mehr davon, als ich sollte.Die Ärzte sagten aber nichts dagegen und ließen mich machen. Ich war sowieso kaum mehr ansprechbar und wenn Eltern und Freundin zu Besuch kamen, schlief ich meistens, oder bekam nur wenig mit. Meine Eltern fuhren für diesen Besuch 200 km.

    Als ich aus dem Krankenhaus kam, wurde ich auf Tramal gesetzt, anfangs noch in Tablettenform, Kapseln und später flüssig. Zum Schluss kam es schon mal vor, das eine große Flasche auf einen tag weg war und ich ziemlich tot.

    Mein Hausarzt übernahm die Verantwortung nicht mehr und gab mir nur noch was mir zustand.

    Ab hier fing ich gleich mit Heroin an. Um einen kick zu erreichen , brauchte ich anfangs schon ein halbes Gramm, wobei ich aber sagen muss, das ich mich niemals gespritzt hatte. Egal wie ich in den nächsten Jahren drauf war, spritzen konnte ich mich nie. Darum auch die großen Mengen, die ich verbrauchte.

    Und weil das zeug nicht gerade billig war, fing ich selbst zu dealen an, so hatte ich anfangs meine Dosis umsonst. Doch auch das hielt nicht lange an. Ich dosierte mich immer höher und wenn dann die Geschäfte schlecht liefen, musste ich das zeug nehmen , das zum verkauf gedacht war. Und so konnte ich bald nicht mehr neu einkaufen. Um an Geld für meine sucht zu kommen, fing ich daher an, Straftaten zu begehen, die mir mehr oder weniger einbrachten. Eines Tages hatte ich die glorreiche Idee, Geld zu fälschen und damit Drogen einzukaufen. Ab hier hatte ich auch noch meine Freundin mit hineingezogen.

    Und es ging auch prompt schief und wir landeten im Knast. Für mich eine Erfahrung, die ich im nachhinein nicht missen möchte, denn dort lernte ich wieder zu arbeiten :

    Als ich entlassen wurde, fing ich wieder mit Tramal an, arbeitete aber dazu. Ich redete mit einem Substitutionsarzt darüber, wie ich es anstellen soll, nicht wieder Heroinabhängig zu werden.

    Er stellte mich dann auf Subotex und Schmerzmittel ohne Opiate ein und ab hier ging es aufwärts. Innerhalb von 2 Jahren, schaffte ich es in meinem job wieder als Vorarbeiter tätig zu sein. Durch das Subotex hatte ich die kraft dazu.

    Leider musste mein Arzt dann alle Subotex – Leute, auf Suboxone umstellen, mit dem ich überhaupt nicht klar kam. Es schmeckte fürchterlich, wie Hustenbonbons, die ich nicht mag und auch die Wirkung war eine, die ich mit der von Subotex , nicht vergleichen kann. Mir war schlecht, musste mich übergeben, hatte Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit. Mein Arzt sagte, das sei noch die Umstellung, aber ich sah jetzt meinen Job und alles erreichte, in Gefahr.

    Doch nur wegen mir, konnte und wollte mein Arzt keine Ausnahme machen und mir weiterhin Subotex geben. Es gab nur die Möglichkeit für Pola. Ich nahm das Angebot an und bekam Pola, das ein noch besseres schmerzmittel für mich ist und ich deshalb sonst nichts mehr dazu nehmen muss. Der Nachteil ist, das es sehr sehr müde macht, sobald man sich irgendwo hinsetzt und sich gehen lässt. Ich kann meine arbeit weiterhin ausführen, muss jedoch dauernd auf den Beinen sein, damit die Müdigkeit nicht die Oberhand gewinnt. Aber ich bin zuversichtlich, das ich es auch weiterhin schaffe.

    Natürlich sagen viele, ich muss doch irgendwann weg von dem Zeug, doch das wird nicht möglich sein. Aufgrund meiner schmerzen, die in den Jahren immer schlimmer werden, ist es nötig etwas zu nehmen was wirkt. Ein Heilpraktiker oder Geistheiler hat hier keine Chance. Ich wäre sofort wieder auf Tramal oder ein anderes Opiat angewiesen. Und dann würde vielleicht alles noch mal von vorne beginnen.

    Und davor habe ich Angst.

  • Meine arme Urmel

    Meine liebe Tante Urmel,
    es ist furchtbar, was du erleben mußtest und mußt. Sehr schlecht
    Alle 3 Söhne sind / waren betroffen. Was must du durchmachen.
    Es tut mir so leid und ich wünschte ich könnte dir igendwie helfen, aber mir fehlen die Worte bei soviel Leid, welches du ertragen mußt.
    Ich nehm´dich mal ganz lieb und tröstend in den Arm und hoffe und wünsche, dass deine zwei Söhne irgendwann den Absprung schaffen und gesund werden.
    Ich hab dich sehr gern, bin immer für dich da.
    Deine Antje

  • mache nicht meine Fehler

    liebes Tantchen,
    sowas könte alles von mir kommen auch mein Mann war Alkoholiker und auch ich habe das selbe getan wie Du, immer wieder nach Ausreden gesucht usw. ich kenne das, ja und bei ihm kam im hohen Alter (23Jälter als ich) noch Koks dazu.
    Trotzdem hat das Jugendamt beschlossen, nach unsere Trennung das die kinder bei ihm bleiben und nach seinem Tod in ein Heim kommen ja weiterhin haben es sogar verhindern wollen, dass wir 2 wieder zusammen kommen, sowas war so schrecklich.
    Aber nichts desto Trotze ich bin zurück und es waren noch 7 schöne Monate dann ist er verstorben ich habe mir die Füße platt gelaufen zu den behörden um meine Kiddis gekämpf es war vergebens, nach zwei Jahre harten Jahre, weil ich nicht einmal wissen durfte wo meine Kinder sind, habe ich es durch geboxt, hart aber herzlich es folgten Besuche einmal im Monat dann kamen die Ferien, dann konnten sie bleiben.
    Das mein Großer so verkehrt ist, wie er es ist liegt daran, dass Gift selbst dann noch wirkt selbst wenn man weiß, dass es Gift ist.
    Nur er alleine weiß es, was man ihm für horrostories erzählte in der Zeit als ich nicht da war.
    Aber ich war immer da, ich habe das Geld zum Essen und Lebensunterhalt immer beigebracht, nicht mein Mann, war leider so!!!
    Daher weiß ich nur all zugut wie dir ist, denke bitte dran.
    Wenn Du Dich in einer stillen Stunde einsam und verlassen fühlst hier sitzt eine am PC, die Dich nie vergisst,
    herzlichst, Deine treue Freundin Gabi
    Dann ist er gestorben

  • der satz mit der co abhängigkeit ist gut könnte auch auf mich zutreffen

  • Du,kannst nichts dafür!

    Hallo Tante Urmel!Das Leben nimmt uns mitunter doch recht hart dran,Dinge Geschehen abseits unserer Reichweite.Heute Frage ich mich ob sich meine Frau auch Vorwürfe gemacht hätte,wäre nicht(glücklicherweise) der Versuch mein Leben wegzuwerfen gescheitert.Ihr hätte man keine Schuld geben Dürfen.Warum solltest Du etwas falsch gemacht haben?Viele Menschen stürzen ohne etwas dafür zu können in Süchte und in Depressionen.Du hast bis heute zu deinem Mann gehalten und sicher auch zu deinen Kindern.Du liebst sie offensichtlich!Mehr kannst Du nicht geben.Allerdings MUSST Du mehr für Dich selbst tun,vor allem und darum bitte ich Dich sehr,solltest Du damit aufhören,Dich selbst zu zerfleischen,denn das wird Dir Kraft nehmen mit den bestehenden Problemen weiterhin fertig zu weden.Sei ganz lieb gedrückt,echedey

  • Selbsthilfebüro

    Hallo tanteurmel, setze Dich doch mal mit Deire Kreis- Stad- Gemeindeverwaltung und dem dortigen Selbsthilfebüro in Verbindung.
    Dort wird Dir bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe mit Rat und Tat geholfen. Viel Glück zu Deinem Vorhaben!!!
    mfg
    lausbub

  • hallo tarnteumel, lass dich ganz fest drücken und ich wünsche dir weiterhin viel kraft.
    vielleicht ein buchtip von mir " wenn frauen zu sehr lieben" und "die sucht gebraucht zu werden". vielleicht kannst du die bücher ja in der stadtbiblot. ausleihen. Vielleicht findest du ja einige antwqorten auf deine fragen..

  • http://www.imedo.de/group/overview/index/805-angehoerige-von-suchtkranken Das ist die richtige!!!

  • Kommentar wurde gelöscht von psycho vor mehr als 4 Jahren
  • Oh Oh---Mir fehlen jetzt hier die Worte---sag mal welche Gruppe meinst du??Ich fände es gut wenn du den Namen im Bericht noch deutlich erwähnst!!!oder gar den Thread -als Kopie hierrein setzt-dann kann jeder gleich da rein--also ich meine die WWW-adresse deiner Gruppe--
    ich werde auch dabei sein-und hier mich jetzt nicht dazu äussern.
    Dich ganz ganz feste drück Psycho

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