- Was ist zuerst passiert?
- Ich fühlte mich abgeschlagen und hatte migräneartige Kopfschmerzen
- Wann ist es passiert?
- ist schon länger her, ich kann mich nicht genau erinnern, aber mindestens 2 Jahre
- Was ist sonst passiert?
- Schwindel, Atemnot
- Wie endete es?
- Ich bin noch in Therapie, es wurde aber besser
Ich möchte mit Euch meine Erfahrungen mit Bluthochdruck und dessen Therapie teilen.
Ich bin im Grunde ein gesunder Mensch und daher recht uninteressant für Ärzte. In meinem Leben spielten Krankheiten keine gewichtige Rolle, ich habe eher andere Menschen gehegt und gepflegt, darin bin ich gut. Dennoch bin ich (und war ich immer) ein gesundheitsinteressierter Mensch, daher habe ich regelmäßig die Apothekenumschau mitgenommen und später, als sich mir die Pforten des Internet eröffneten, habe ich auch hier auf verschiedenen Internetseiten Neuigkeiten in der Gesundheitswelt gelesen. Irgendwann kam ein Bericht, bzw. eine Statistik über Bluthochdruck in Deutschland, laut der, je nach Altersgruppe, 10-30% der Bevölkerung an Hypertonie, also an chronischem Bluthochdruck leiden. 10 - 30%. Na, da falle ICH sicherlich nicht drunter, ich war ja nie richtig krank.
Die Monate vergingen und nach einem ziemlich bescheidenen Herbst, in dem ich wirklich krank war (Influenza, die lange nicht aufhören wollte), hatte ich immer und immer wieder Kopfschmerzen und ich fühlte mich arg angeschlagen. Da die Symptome nie wirklich aufhörten oder sich auch nur besserten, suchte ich doch einen Arzt auf. An dem Tag erfuhr ich erstmals, dass ich zu starken Blutdruck hatte. Ich sollte nun immer wieder (morgens und abends) meinen Blutdruck messen und die Werte in einem Diagramm eintragen. Gewissenhaft führte ich den Befehl 2 Wochen lang aus und sah, daß der Blutdruck definitiv immer zu hoch war (immer zwischen 140/90 und 130/87). Ohje! Da hats mich doch getroffen!
Gut, ich ging wieder zum Arzt und er stellte auch noch fest, daß mein Gewicht zu hoch sei und ich mich daher etwas mehr bewegen sollte. Ich muß dazu noch sagen, daß ich seit 30 Jahren Raucherin bin. Ich rauche wenig, aber ich rauche. Alles in allem biete ich also gute Vorraussetzungen für eine "arterielle Hypertonie"! Mein Arzt verschrieb mir also gesündere Ernährung, Bewegung (ich wählte für mich Schwimmen aus) und Verzicht auf Zigaretten. Letzteres ist nicht einfach!! Ich rauche eben gerne! Daher habe ich mit den anderen beiden Therapiemaßnahmen begonnen. Das Schwimmen gefällt mir immernoch sehr, ich bin dadurch insgesamt fitter geworden und habe auch abgenommen. Und die gesunde Ernährung. Nun ja, ich liebe Schokolade! Und auch gerne Plätzchen. Tja, die mußte ich weglassen.
Die Therapie half leider wenig, meine Symptome mehrten sich, hinzu kamen Schwindel und Atemnot. Eines Nachts konnte ich kaum noch schnaufen und ging ans Fenster, ind er Hoffnung auf Besserung, aber es dauerte eine ziemliche Weile bis sich die Atemnot besserte. Ich besuchte also ein 3. Mal meinen Arzt, der mir nun Captogamma, einen "ACE-Hemmer" verschrieb. Mit Captogamma besserten sich die Symptome, ich fühlte mich insgesamt besser und wacher. Jedoch waren die Nebenwirkungen nach 4 Monaten beinahe unerträglich: Zusammen mit dem Chlorgereinigten Wasser im Schwimmbad waren meine Hautreaktionen (Exantheme) schmerzhaft und ich wollte ein anderes Medikament. Danach wurde mir Delix verschrieben. Das, zusammen mit Schwarztee (als Diuretikum, zum Wasser-Ausschwemmen) nehme ich nun seit "geraumer Zeit". Mein Bluthochdruck hat sich auf gesunde 120/80 reguliert. Dennoch, die Tabletten werde ich noch weiter nehmen müssen.
Stichworte (Tags):
ace-hemmer, Blutdruck, bluthochdruck, diuretika, Hypertonie
Vor mehr als 4 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr
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