Kommentare für Erfahrungsbericht mein weg über drogen bis hin zur psychatrie

Was ist zuerst passiert?
ich fing an drogen zu nehmen
Wann ist es passiert?
2005
Was ist sonst passiert?
ich kam 2006 in die psychatrie
Wie endete es?
ich wurde entlassen

ich fang einfach mal so mitten drin an und hol ein kleines bisschen aus.

in der 9 klasse lief alles bestens.ich hatte gute noten die klassenkameraden mobbten mich nicht mehr so sehr und ich wurde sogar klassenbeste.

als die 9 klasse zu ende war fingen die sommerferien an und ab da an ging es dann los.

in den sommerferien hab ich durch meine beste freundin ein paar neue leute kennengelernt.wir haben uns immer auf einem spielplatz getroffen und den jeden tag dort abgehangen.eines tages dann konnte meine beste freundin nicht und so bin ich halt allein zu diesem spielplatz gegangen.nach einiger zeit wollten die leute zu jemanden gehen und dort eine party machen.sie fragten mich ob ich mitkommen wolle und ich ging mit.

als die party voll im gange war fingen die leute an drogen rauszuholen.sie boten mir auch etwas an.ich wusste nicht wie ich mich verhalten sollte.ich wusste zwar das drogen sehr gefährlich sind und schlimme schäden hinterlassen aber die neugier hatte dann doch gesiegt.also probierte ich am anfang haschisch aus.der allererste joint war nicht so toll es hat ziemlich gebrannt und gekratzt im hals.das war der einzige den ich an diesem tag geraucht hatte.ich ging noch öfters zu diesen leuten und rauchte immer mit.irgendwann war ich dann schon süchtig nach cannabis(hab ich damals aber gar nicht gemerkt).ich hatte einige "coole" trips was mir natürlich umso besser gefiel.aber irgendwann wollte ich einen noch dölleren kick.also fing ich an kokain zu nehmen.die erste line die ich gezogen hab war ziemlich heftig und hat mich fast aus den latschen kippen lassen.natürlich hatte ich noch einen dölleren trip als vom haschisch.noch dazu fühlte ich mich unbesiegbar,ziemlich stark und war auch sonst total gut gelaunt.dieses gefühl gefiel mir deswegen nahm ich immer mehr und in immer kürzeren abständen kokain.doch irgendwann kam es so wie es kommen musste.natürlich wurde ich sehr schnell süchtig und brauchte immer mehr.zudem hatte ich nicht nur "coole" trips sonder auch horrortrips.durch die totale selbstüberschätzung wollte ich sogar aus dem fenster springen weil ich fest davon überzeugt war das ich fliegen könnte.noch dazu magerte ich immer mehr ab und sah auch sonst nicht gut und ungepflegt aus.in der 10 klasse war ich fast nie da und wenn doch schlief ich die ganze zeit nur oder hab gar nichts gemacht.das führte auch dazu das meine noten ziemlich schlecht waren.in den ersten monaten von 2007 wurde mir irgendwann bewusst das es so nicht mehr weitergehen konnte.ich brach den kontakt zu den leuten ab und setzte mich auf entzug.nun ging ich gar nicht mehr zu schule.das war eine der schlimmsten zeiten.als ich das überstanden hatte ging es mir nach und nach wieder besser.ich pflegte mich wieda nahm zu und ging auch wieder zur schule.aber dann im april versuchte ich mich umzubringen wegen diversen problemen.ich nahm zirka 30 tabletten tavor zu mir.ich wurde sofort erstmal in die intensivsation im nächsten ort gelegt.danach kam ich dann in die psychatrie.ich verstand gar nicht warum ich in die klapse kam weil ich nur dachte da kommen irre rein und ich bin ja nicht irre sondern normal.ich hatte dort eine sehr gute therapeutin die mir sehr half das ich akzeptieren konnte nicht so ganz normal zu sein.sie stellte dann auch die diagnose borderline.die ersten 3 monate dort ging es mir richtig gut und ich machte riesige fortschritte.aber dann machte meine therapeutin lange zeit urlaub und ich kriegte die chefärztin als vorüber gehende therapeutin.bis dato kannte ich sie noch gar nicht.am anfang dachte ich ach das schaffst du schon und sie wird bestimmt sehr nett sein.ja von wegen sie war das ganze gegenteil.sie war ein richtiges monster.sie machte mich jeden tag psychisch fertig und verschrieb mir ein medikament nach dem anderen ohne abständen dazwischen.mir ging es immer schlechter.ich magerte wieder ziemlich ab fing mich immer schlimmer und tiefer an zu ritzen und unternahm noch mehere selbstmordversuche.als meine therapeutin wieder kam dachte ich endlich ist es vorbei.ja von wegen die chefärztin wollte immer bei den gesprächen dabei sein.meine therapeutin kam gar nicht zu wort.irgendwann bin ich von diesem ort abgehauen.ich wurde aber schnell wieder von der polizei eingefangen und kam dann für 8 wochen mit richterlichem beschluss in die geschlossene.das komische war dort ging es mir endlich mal gut.ich hatte einen tollen richter und einen gute anwalt gestellt bekommen.mit denen konnte ich wenigstens reden das ich mit der chefärztin nicht klar komme und sie mich psychisch fertig macht.ich denke mein anwalt hat dann gewisse schritte unternommen ich weis es aber leider nicht.jedenfalls kam die chefärztin die ganzen 8 wochen nicht einmal zu mir.visite machte der oberarzt und gespräche hatte ich nur mit meiner therapeutin.in diesen 8 wochen ging es wieder sehr bergauf mit mir.danach wurde ich dann auch entlassen nach einem halben jahr.zu hause wurde es dann noch besser zwar gab es einige zwischenfälle aber ich hatte endlich meine ruhe vor dieser chefärztin.die zeit dort hat mich sehr geprägt.einerseits wollte ich von diesem ort gar nicht mehr weg es hat sich sozusagen eine abhänigkeit entwickelt andereseits war es der schrecklichste ort überhaupt für mich.

jo ich glaub das reicht erstmal *ganz schön fertig is*

Stichworte (Tags): drogen, psychatrie

Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr

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  • Ach nini....wenn ich dich doch nur in den Arm nehmen könnte.

    Das man nach Suizidversuchen in die Klinik kommt,ist normal.Das bedeutet keineswegs,dass du "irre" bist.Bei deinen ganzen Berichten vermisse ich deine Familie.Wo sind die??? Wo ist deine Mam,Dad u.evtl.Geschwister?

    Weißt du,ich habe zwei Töchter.Die Große (21) hat auch schon so einigen Mist hinter sich.Nicht so heftig wie Du,aber mir hat es gereicht.Nun habe ich noch eine jüngere Tochter,sie wird im Sept. 14.Auch sie umgibt sich mit älteren Jungs und Mädchen,weil sie mit den gleichalterigen nicht klar kommt.Natürlich mache ich mir große Sorgen um sie.In dieser Clique wird auch getrunken und geraucht.Rauchen tut sie schon.Obwohl sie sieht,dass ihre Mam am Schlauch hängt.Wir haben viel geredet über Alkohol und Drogen und sie verspricht mir,das nicht zu tun.Aber ich kenne den Gruppenzwang.Ich kann nur beten und hoffen,dass sie stark bleibt.Denn den Umgang kann man nicht verbieten.Ich kann sie ja schließlich nicht zu Hause einsperren.Ich kann nur versuchen,eine liebende Mutter zu sein,die immer ein offenes Ohr für die Probleme des Kindes hat.

    Ich wünsche dir,dass du deine Probleme irgendwie in den Griff bekommst.Tolle Ratschläge habe ich für dich auch nicht.Ich weiß nur,dass du ein tolles Mädchen bist und ich möchte gerne mit dir in Verbindung bleiben.Ich bin auch nicht immer die große Schreiberin,manchmal hört man von mir nicht viel "taugliches",manchmal nur rumgealbere.Das kommt immer auf meinen Zustand an,wie auch bei dir....aber wenn du Quatschen möchtest,sag bescheid.....ok?????

    Deine Uschi



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