Kommentare für Erfahrungsbericht Alles ist möglich!

Was ist zuerst passiert?
Depression
Wann ist es passiert?
vor drei Jahren
Was ist sonst passiert?
Agrophobie und Panikattacken
Wie endete es?
Antidepressiva und psychotherapie

Ich habe in meinem Leben schon einiges erlebt und mit gemacht, ich hatte eine längere Zeit leichte Depressionen, dessen Symptome ich nicht beachtet habe, indem ich mir immer dachte, dass es normal ist, dass ich mich so fühle, wegen den Sorgen usw...und ich merkte dass dies nicht der fall war, denn die Probleme lösten sich aber mein Zustand wurde ärger. Irgendwann vor 5 Jahren hat sich dann alles zu gespitzt und die Depression erreichte den Höhepunkt, dies äußerte sich dann durch die Agrophobie - Platzangst und Panikattcken.

Es war ein sehr heißer Sommer, ich war einkaufen und merkte noch nichts von der Not die auf mich kommen wird.

Dieser Supermarkt war damals gleich gegenüber von meinem Wohnsitz, ja ich musste die Strasse überqueren, es gab eine Ampel und einen Zebrasteifen.Ich wollte die Strasse überqueren und es ging nicht. Ich bekam plötzlich wie aus heiterem Himmel Todesangst. Ich konnte nicht über die Strasse. Puuuhh Panik brach in mir aus usw...mri war schwindlig, Herzklopfen alles. Ich ging dann spazieren in der Hoffnung, dass sich mein Zustand besserte, überquerte aber die Strasse nicht, ich kam mir regelrecht verrückt vor.

Doch es besserte sich nicht. Auswegslos bat ich jemanden mir über die Strasse zu helfen, mit der Aussage dass mir total schwindlig ist . was mir ja auch war.

So wie ich daheim war - war alles vorbei, es ging mir gut und ich habe mich sicher gefühlt. Ich habe mich dann allerdings schlafen gelegt, weil das war so anstrengend, es nahm mir jede Kraft.

Ich verstand das nicht, und hoffte das es sich nicht wiederholt.

Meine Hoffnungen waren umsonst!

Ich wollte einkaufen gehen, zur Bank gehen, mir Zigaretten kaufen, ne, das ging einfach nicht mehr. Ich war damals ohne Beschäftigung, gut, weil sonst hätte ich mich krnak schreiben müssen.

Immer wenn ich raus musste, hatte ich ein schlechtes Gefühl.

Ich machte einige Schritte auf der strasse und hab es nicht ausgehalten, ich bekam sofort eine Panikattacke.

Wie oft bin ich vor dem Haustor im Haus gestanden und hab eine geraucht bis ich es wagen wollte raus zu gehen, was dann eh nicht ging.

Ich hatte Angst, Angs um mich, Angst um mein Leben, Angst 'Angst Angst...!

Es hat etwas länger gedauert bis ich zum Arzt gegangen bin - ich wollte es nicht wahr haben.

Der Arzt sagte mir dann - Platzangst mit Panikattacken!

Ich dachte mir ---hä wie bitte...und der Arzt verschrieb mir dann Beruhigungsmittel Xanor!

Oooooh das war ein Wundermittel, meine Rettung - dachte ich!

Xanor - ein halbes nach Bedarf !!!! Nach einem Jahr waren es fast 10 ganze Xanor am Tag, jedes mal wenn ich auch nur an Angst dachte - nahm ich ein Xanor, doch Xanor macht abhängig und der Körper verlangt dann immer mehr um eine Wirkung zu zeigen. Pfffffff sag ich euch!

Jetzt hatte ich am Hals die Depression, die Platzangst, die Panikattacken und die Medikamentensucht und meine Arbeitslosigkeit usw usf...!

Ich habe meinem Mann von dem ganzen relativ verschwiegen, aus Angst als verrückt abgestempelt zu werden und verlassen zu werden.

Bis er mir eines Tages auf alles vorallem der Sucht drauf gekommen ist!

Dann hat er freundlich,hilfsbereit aber auch streng mit mir geredet - ja, mir Druck gemacht, dass ich mit ihm zusammen meine Probleme löse.

Er sagte mir auch - wenn du mit den Medis nicht aufhörst, verlierst du mich und das war gut so, dass er das gesagt hat und mir Druck machte, weil ich von selbst hätte nicht mit dem aufhören wollen, es war eben alles wie ein Teufelskreis, sag ich euch! puuuh!

So, ich ging dann zu einer sehr guten - in Wien bekannten Psychiaterin - sie verschrieb mir Antidepressiva Paroxat, die mir sehr gut geholfen haben.

Und zweitens besuchte ich eine Psychotherapeutin mit der ich mich gut verstanden habe, einmal wächentlich war ich bei ihr und mir ging es immer besser und besser.

Ich schaffte es mit der Hilfe der Therapeutin, dem Antidepressiva, meinem Mann, meiner Familie und meinen Freunden mich vom Xanor zu befreien.

Außerdem hab ich meine Platzangst überwunden - Gott sei Dank und Panikattacken sind auch schon seit langem weg.

Ich kann mich noch an meine letzte Panikattacke auf der Strasse errinnern:

Mein mann war ind er Arbeit, ich bin Raucherin, es war Nachmittag, meine Zigaretten gingen mir aus - ich musste zur Trafik die 10 Min. von mir war, also eh nicht weit.

Ich war so verzweifelt, ich habe meinen Mann angerufen und hab ihm ebene gesagt, dass ich zur Trafik muss und ich mich traue, ich Angst habe.

Naja und er hat dann mit mir telefoniert bis zur Trafik und bis ich nicht wieder in der Wohnung war, er hat mir so gut zu gesprochen usw...!

Auch mein Vater ging mit mir oft spazieren um die Angst zu verlieren.

Also geholfen hat mir: Gott, mein Mann, meine Familie, meine Freunde, die Antidepressiva, die Psychotherapie die mich ein Jahr begleitete, meine Hoffnung, mein starker Wille!

Für mich war es ein MUSS mich von diesem Sumpf zu befreien. Mein Wille war so groß. Ich habe auch viel gelesen, mir gute Bücher besorgt, ich war auch in einem Forum, habe dort viele Leute mit gleichen Problemen getroffen, das hat mir auch Mut gemacht usw...!

Ich bin so froh, dass ich heute wieder ein ganz normales, angstfreies Leben führen kann.

Heute bin wieder Mensch der ich vor diesen Problemen war - Gott sei Dank.

Ich habe so sehr daran geglaubt, dass ich es schaffen kann und einfach schaffen muss, weil das Leben war für mich auf diese schreckliche Art und Weise unvollstellbar war.

Ich war in dieser Hilflosigkeit streng uz mir selber - ich habe mir selbst jeden Tag gesagt - du MUSST von diesen Problemen weg!

Ich bin heute sehr stolz auf mich!



Ich muss auch dazu sagen, dass man keinen Erfolg von heue auf morgen erwarten darf, bei mir hat es ein 1,5 Jahre gedauert, aber ich habe nicht aufgegeben!

Ich möchte Menschen mit Depressionen, Phobien,Panikattacken usw...Mut machen dass man ales gut behandeln kann und das alles möglich ist, auch wenn in einem Moment etwas unmöglich erscheint!

Ich wünsche euch Kraft und Gottes Segen!

lg eure Diana







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Vor mehr als 4 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr

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  • Darf ich fragen

    ...was Dir konkret geholfen hat. Strenge, Sich-daran-gewöhnen durch Wiederholung, Ursache erkennen, Lebensgewohnheiten ändern, Messlatten verändern, .......

    Liebe Grüsse
    Chris

  • Danke für Deinen Efahrungsbericht, wenn ich bloss schon soweit wäre. Du kannst froh sein, dass Du Deinen Mann hast, ich habe niemanden, der mir dabei hilft, muss es allein schaffen. Ich werde es auch noch einmal schaffe, denn so weit war ich schon mal vor Jahren wie jetzt. Sei froh, dass Du jemand an Deiner Seite hattest, ich hatte das damals nicht und jetzt auch nicht.

  • Depressionen

    Hallo Diana,
    sei froh und stolz auf Dich, dass Du geschafft hast, Deine Ängste und Panikttacken zu überwinden. Alles kenne ich ganz genau, mit auf die Straße gehen, Einkaufen, Zigaretten holen.
    Ich hatte es auch mal geschafft durch eine Psychotherapie, habe mich scheiden lassen, danach ging es mir gut, bin dann auf einen Heiratsschwindler reingefallen, der mich belogen und betrogen und um den letzten Cent gebracht hat, hab ich auch alles gut abgeblockt, aber jetzt kommen die Depressionen total heftig wieder. Ausgelöst durch meine jetztige Ehe, mein Mann hat sich bereits eine Woche nach der Eheschließung als Quartalssäufer entpuppt (ich habe erst später erfahren, dass auch seine erste Ehe daran gescheitert ist). Dabei haben wir erst vor knapp zwei Jahren geheiratet und waren total glücklich - in Zeiten, wenn er nicht getrunken hat, dann aber wurde er gewalttätig und seine Worte mir gegenüber kamen aus der letzten Gosse, das kann sich kein normaler Mensch vorstellen, ich musste ihn wegen Körperverletzung anzeigen und mit Gewalt aus der Wohnung entfernen lassen. Dann habe ich meinen Vater verloren und jetzt kommt auch noch saisonbedingt die Arbeitslosigkeit dazu (ich war im Hotel), meine Wohnung ist zu groß, so dass ich eigentlich ausziehen müsste....Es ist seit letztes Jahr im Juni alles zusammengebrochen, was ich mir aufgebaut hatte. Ich bin wieder so am Ende wie damals, bin bisher aber bei keinem Arzt, weil ich nicht mal einen Hausrazt habe, nehme auch keine Medikament, weil ich Angst davor habe.
    Ich habe furchtbare Angst vor allem was wird. Es geht auch wieder so los, dass ich kaum noch Auto fahren kann, im Ort geht alles, aber sowie ich außerhalb der Ortschaft fahren muss, habe ich dass Gefühl, ich fahre in ein dunkles schwarzes Loch und kann dann nicht mehr. Ich weiss noch nicht, wie ich da wieder rauskommen soll. Ich fühle mich irgendwie total wertlos.
    LG Petra

  • Alles ist möglich!

    Hallo Diana!

    Ich wünsche Dir weiterhin alles, alles Liebe und Gute.
    Sicherlich wird Dein Bericht vielen Menschen Trost geben, und denen welche glauben Ihre Probleme nicht lösen zu können sicherlich auch viel Mut machen.

    Mach bitte weiter so!

    Es grüßt Dich herzlich Biggy

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