Kommentare für Erfahrungsbericht Schwarze Löcher ohne Ende

Was ist zuerst passiert?
Tod meiner Mutter, nach 8 Jahren Pflege bei mir zu Hause
Wann ist es passiert?
August 2005
Was ist sonst passiert?
Krankheit meines Mannes
Wie endete es?
Noch nicht

Habe den tod meiner Mutter nicht verarbeitet. Sie fehlt mir, hat mir auch meinen Tag strukturiert und ich wurde gebraucht. Jetzt ist da zwar mein Mann, aber er kann das umsorgen nicht aushalten. Nun weiss ich nicht wohin mit mir. Habe eine 6wöchige stationäre Therapie hinter mir, und mach jetzt noch weiter mit ambulanter Psychotherapie. Es hat mir schon sehr geholfen, aber die schwarzen Löcher sind leider noch immer nicht ganz verschwunden. Ich habe mich einem Sportverein angeschlossen und die Gymnastik und das schwimmen mit Leuten in einer Gruppe ist wirklich labsal. Leider bin ich sehr ungeduldig und mache es mir dadurch unnötig schwer. Ich weiß ich bin auf einem guten Weg. Es ist wichtig für mich Dinge für mich zu finden die mir die Freude wiedergeben. Vielleicht finde ich ja auch hier hilfreiche Ideen. Bin auch gerne zu Gesprächen bereit, ist super wichtig und hilft mir und anderen.

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Vor mehr als 4 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 4 Jahren

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  • Hast Du Dich mal in Deiner Umgebung erkundigt ob es da nicht eine Selbsthilfegruppe gibt. Als glei che und gleichen reden kann entspannen und der Seele gut tun. Die Leute dort wissen wovan Du redest und können Dir sicher helfen.

  • Ein Schritt nach dem anderen

    Hallo jule3katze,

    ich habe meinen Vater ca. 14 Monate mit meiner Mutter gepflegt, kann mir daher ansatzweise vorstellen, wie Du Dich fühlen magst, auch, wenn die Zeiten sicherlich nicht miteinander zu vergleichen sind.
    Während der Zeit der Pflege, hörte ich immer, dass ich stark sein müsse. Für meinen Vater, vorallem jedoch für meine Mutter, schließlich verlor sie von Tag zu Tag den Mann, mit dem sie über 35 Jahre verheiratet war. Und als mein Vater dann verstarb, war da plötzlich wieder viel Zeit, die ich vorher in die Pflege meines Vaters und die Unterstützung meiner Mutter gesteckt hatte. Ich habe mich nicht in Aktivitäten gestürzt, sondern es erst einmal einfach genossen, spontan sein zu können, dass konnte ich vorher nicht. Ich habe diese Zeit einfach mit mir verbracht.

    Jahre später hab ich eine Therapie gemacht, nachdem ich immer häufiger zu Heulattacken neigte, die durch "nichts" ausgelöst wurden. Ich habe während der Pflege und auch nach dem Tod meines Vaters meine Trauer zu sehr verdrängt, bin stark gewesen, zumindest nach außen. Aber unterdrückte Trauer bahnt sich ihren Weg. Und wenn sie dann ausbricht, kann sie nicht stoppen...
    Mittlerweile sind diese Ausbrüche sehr selten, da ich der Trauer den Platz in meinen Leben gegeben habe, die sie verdient. Ich werde meinen Vater immer lieben und vermissen. Auch ab und an um ihn weinen, das empfinde ich als normal.
    Ich hoffe, dass auch Du einen Weg finden wirst, mit der "neuen" Situation umzugehen. Es ist sicherlich kein leichter Weg, der auch sehr schmerzhaft sein kann, aber lass die Gefühle lieber zu als sie zu unterdrücken, denn dann wird es sicherlich auch mit der Zeit besser. Schrittchen um Schrittchen. Und Dein Weg, Dich zu beschäftigen, wird Dir dabei sicherlich helfen.

    Liebe Grüße, Blaubeere

  • Der Weg ist das Ziel

    Hallo jule3katze,
    Wenn du eine Therapie gemacht hast, dann sagt dir sicher das Wort "Trauerbewältigungstherapie" etwas, oder? Könnte mir vorstellen, das es von Therapeuten vorgeschlagen wurde. Denn ich bin der Meinung, das du den Tod deiner Mutter nicht überwunden hast. Deine Fürsorge ist ein gelerntes Verhalten, aber das weißt du sicher alles schon.
    Ich kann dein Verhalten was das "Glück" empfinden angeht gut nachempfinden. Wenn ich sehr depressiv bin, kann ich mich kaum bewegen. Ich weiß, dass mir das Wlken, Radfahren etc. Spass bringt und die Depressionen abbaut, und in Gedanken bin ich auch schon unterwegs, aber ich schaffe es einfach nicht, meinen Hintern zu bewegen.
    Auch ich bin ein ungeduldiger Mensch, habe aber gelernt, MIR Zeit zu geben.
    Ich wünsche dir viel Mut, Kraft, Vertrauen und Zuversicht, das du dein Ziel "irgendwann" erreichen wirst.
    Würde mich freuen, von dir zu lesen.
    LG DeJoker

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