"Zerbrochene Existenz"
Silicium hat die sehr wichtige Rolle die Knochen zu schützen, die den Körper stützen. In den Neuzellen, während der Wachstumsphase der Knochen, nämlich während der Kalzifizierung der Knochen, ist Silicium absolut essentiell. Der menschliche Körper wird von vielen Knochen so kunstfertig unterstützt, daß alle Knochen zusammen eine komplette, miteinander verbundene Skelettstruktur ergeben, die jedermann bestens aus Märchen und Schauergeschichten bekannt ist. Im Gegensatz zu den Skeletten der Schauermärchen werden die wirklich "lebenden" Skelette von Menschen die an Knochenschwund leiden, immer poröser. Dieser Vorgang kann die Knochen so schwächen, daß sie plötzlich und ohne viel Druck spontan brechen. So kann das Leiden der Osteoporose jemanden schnell an den Rollstuhl fesseln. Es kann sogar zum Tod führen, durch eine dramatisch erhöhte Unfallanfälligkeit. Gottlob kann Knochenschwund oder Osteoporose (bei Osteomalazie) bzw. Knochenerweichung vorgebeugt werden. Die Verhinderungsmöglichkeiten hauptsächlich klimakterisch bedingter Osteoporose liegen praktisch nur in der Vorbeugung. Wenn wir unsere Knochen vor Verfall schützen wollen, wird die Vorbeugung lebenswichtig, denn nur langfristig durchgeführte Schutzmaßnahmen können Knochenschwund vermeiden. Wie wichtig das ist, kann daran ermessen werden, daß z.B. in den USA heute etwa 15 Millionen Menschen an Osteoporose leiden und etwa die Hälfte aller amerikanischen Frauen nach dem Klimakterium mit Knochenschwund zu kämpfen haben. Aber warum mag das so sein? Ein einleuchtender Grund ist, daß die Osteoporose nicht weh tut (bis es zu spät ist), es wenig Warnzeichen gibt und sie deswegen oft ignoriert wird. Um herauszufinden, ob man möglicherweise jetzt oder in Zukunft ein Problem mit Osteoporose haben könnte, bittet man erst einmal den Arzt die eigene Knochendichte zu messen. Das ist ein ziemlich einfacher Test, der ohne Eingriff vonstatten geht. Ähnlich wie bei einer Röntgenaufnahme wird die Knochendichte "photographiert". Ohne diesen Test können wir nicht wissen, wo wir stehen und inwieweit wir unsere Nahrung und womöglich den Lebensstil ändern müssen. Sobald eine bedeutsame Knochenverdünnung vorliegt, wird es schwierig, die schwächenden Formen der Osteoporose umzukehren, die 80% aller Fälle von
Osteoporose darstellen, obwohl eine Zufuhr von Silicium selbst in solchen Fällen noch Erleichterung bringen kann.
Ein Rückgang der Knochendichte ist immer das Resultat der Knochenresorption, die dann höher geworden ist als die Rate des Knochenaufbaus. Wohlbekannte Ursachen der Osteoporose sind die Effekte des Alterns, Unausgeglichenheit in den Hormonsekretionen, langfristiger Kalkmangel, mangelhafte körperliche Bewegung (besonders in den Jugendjahren!), eine Ernährung, die zu hohe Werte an saurer Asche aufweist und eine Ernährung die zu viele Phosphate enthält. Neuere Befunde weisen auch auf den Mangel an gewissen anderen Nährstoffen hin, nämlich Magnesium, Phosphor, Vitamin C, Bor und natürlich Silicium. Alle haben direkt oder indirekt eine ausgleichende Wirkung auf den Gehalt an Knochenkalzium. Nach der Osteoporoseforscherin Nancy Appleton, Ph.D., sind andere nachteilige Auslöser der ungesunde Genuß von Zucker, übermäßiger Streß, Koffein, Tabak, Alkohol, eine zu hohe Proteinzufuhr (vor allen Dingen Fleisch) und Medikamente, wie z.B. Aspirin, Antibiotika, und Antacida (Arzneimittel gegen Übersäuerung besonders des Magensafts). Da die Ursachen von Knochenschwund vielfältig sind, ist die Behandlung immer symptomatisch. Die Chancen für eine Heilung der Osteoporose, die nach dem Klimakterium ausgebrochen ist, sind bei einer langfristig ausgeführten Therapie gut. Woraus sollte eine langfristige Therapie bestehen? Wir wollen einmal die verschiedenen Formen konventioneller Medizin und alternativer Behandlungen betrachten, um einzuschätzen, wie man die Osteoporose am besten bekämpft. Knochen bestehen hauptsächlich aus Kalzium, Magnesium und Phosphat. Somit sollte man es auf den ersten Blick nicht glauben, aber alles deutet darauf hin, daß Silicium eine bedeutende Rolle dabei spielt, die Knochen stark zu halten. Die Knochen enthalten nämlich auch Silicium und das Silicium schleust die Mineralsalze, besonders Kalzium, in die Knochen ein. Beim Knochenaufbau wirkt das Silicium aus Siliciumdioxid im Körper ähnlich wie Vitamin D, indem es die aufbauenden Funktionen beschleunigt. Silicium ist sogar notwendig in der Wachstumsphase beim Aufbau von Schädelknochen, die sehr unterschiedlich zu anderen Knochen gebildet werden, bei denen Knorpel zu Knochen verwandelt werden. Silicium ist, gemäß Prof. Carlisle, einzigartig in der osteogenen Schicht der Knochengewebe lokalisiert. An dieser Stelle, in der Grundsubstanz der Knochen, hilft die Anwesenheit von Silicium ununterbrochen neues Knochengewebe zu bilden.
Durch "in vivo"-Untersuchungen von Küken und Ratten bestätigte Carlisle auch, daß Silicium als Nährstoff essentiell für starke Knochen, Knorpel und die Kämme von Küken ist. Die Untersuchungen von Küken, deren Nahrung Silicium entzogen wurde, zeigten, daß Siliciummangel zu erniedrigter Kalzifizierung der Knochen führt. Die Rolle des Siliciums beim Knochenaufbau wird durch den Hinweis unterstrichen, daß die Mukopolysacchariden, die mit Hilfe von Silicium das lebende Gewebe befähigen Wasser aufzunehmen und zu halten, auch in den Geweben von Kükenkämmen, Collagen und Knochen auftauchen. Aufgrund einer Mikroanalyse von Röntgenaufnahmen, berichtete Carlisle 1986 von aktivem Wachstum in jungen Knochen und isolierten Osteoblasten, wobei Silicium als bedeutendes Ion der osteogenen Zellen aufgezeigt wurde. Noch wichtiger ist, daß der Gesamtgehalt an Silicium, der in den Osteoblastzellen vorgefunden wurde, im selben Bereich lag wie der von Kalzium, Phosphor und Magnesium. Carlisle entdeckte, daß der Siliciumgehalt besonders hoch in der metabolisch aktiven Phase von Osteoblasten war. Dies ist klares Beweismaterial dafür, daß Silicium für den Aufbau von Binde und Knochengewebe fundamental ist.
Knochen, die einen hohen Siliciumgehalt zeigten, enthielten auch entsprechend hohe Mengen an Kalzium.( Die Untersuchungen der UCLA zeigten auch, daß wenn der Gehalt an Silicium und Kalzium in bestimmten anderen Zellen erniedrigt war, die Phosphorwerte höher waren.) Unter Zufuhr von Silicium beschleunigte sich die Rate der Kalzifizierung der Knochen. Wie in den "in vivo"-Untersuchungen aufgezeigt, hatte Silicium diesen Effekt ganz besonders in der Reihe von Versuchstieren, die auf eine besonders niedrige Kalziumdiät gesetzt waren. Diese wichtigen "in vivo"-Befunde der Schule für Volksgesundheit der Universität von Kalifornien (UCLA) wurden in darauffolgenden "in vitro"-Befunden, in denen Schädelknochen und andere Knochen in Petrischalen gezogen wurden, wiederholt und bestätigt. Testgewebe, deren Nährmasse kein Silicium enthielt, entwickelten kaum Collagen, was wiederum die enorme Wichtigkeit von Silicium beim Aufbau von Collagen (und deshalb im Knochenbau) verdeutlicht.
Es ist bekannt, daß sich bei Frauen, die nach dem Klimakterium einen Kalziumverlust haben, sich auch die Vorräte an Silicium erschöpfen. Die Anwesenheit von Silicium bewirkt die Heilung von Knochenbrüchen und den Aufbau von Kallus, dem Keimgewebe der Knochen, das sich bei Knochenbrüchen in der Bruchlücke entwickelt. Demzufolge wirkt Silicium als Agent der Remineralisierung und bereitet die Kalzifizierung der sich neu aufbauenden Knochenmasse vor. Als direkte Bestätigung von Carlisle's Befunden, fanden die Siliciumforscher Chamot und Rabat in Knochen mit Knochenerweichung einen vollständigen Siliciummangel. Der kanadische Autor Dr. Zoltan Rona sieht nichts Unvereinbares zwischen Kalzium und Silicium. Auch er zeigt an, daß sich Silicium im Körper in Regionen aktiver Kalzifizierung der Knochen konzentriert, was bereits früher von den Forschern Passwater und Cranton erkannt wurde. Kalziumvorräte im Blutserum werden von Hormonen gesteuert, die notwendigerweise Kalzium aus den Knochen abziehen, um die Blutwerte zu normalisieren. Der damit verbundene, langfristig nachteilige Effekt von Parathormon, dem Hormon der Nebenschilddrüsen, auf den Kalziumspiegel in den Knochen, kombiniert mit gehemmter oder verzögerter Kalziumaufnahme aufgrund von Siliciummangel, ist auch ein bedeutender Faktor beim Entstehen einer Osteoporose.
Wenn dem so ist, könnte nicht eine passende Ergänzung mit Silicium eine bessere Kalziumaufnahme bewerkstelligen und dadurch den langfristigen Abbau kostbarer Knochenmasse rückgängig machen? Ganz eindeutig müssen weitere Untersuchungen dazu durchgeführt werden, wie man die nachteiligen Effekte der Nebenschilddrüsen auf den Knochenaufbau überwinden kann. Doch schon jetzt scheint es eine logische Folgerung zu sein (da Kalzitonin eine kurzfristige Regelung kontrolliert), daß Parathormon der langfristige Schlüssel zur Osteoporose ist. Einmal abgesehen von der unbarmherzigen Rolle des Kalziumabbaues bei der Osteoporose, ist das Parathormon eine notwendige und natürliche Hormonfunktion des Körpers, mit der lebenswichtigen Aufgabe das Kalzium im Blut im Gleichgewicht zu halten. Aus diesem Grund ist es unverzichtbar. Deshalb kann man nur folgern, daß eine Ergänzung mit Silicium die einzig weise Entscheidung ist, um die Osteoporose einzuschränken und somit gebrechliche Knochen bei älteren Menschen zu verhindern.
Laut Robert A. Anderson, MD, entwickelt sich Knochenschwund wenn Silicium, Vitamin D, Vitamin C, Kalzium, Magnesium, Mangan, Kupfer und Zink im Körper nicht in ausreichenden Mengen vorhanden sind. Anderson bemerkte, daß muskuläre Skelettverletzungen während einer athletischen Ausbildung nur bei solchen Sportlern
auftreten, die einen bedeutsam gesenkten Siliciumspiegel [4 ppm (Englische Einheit: 1ppm (Part per Million) entspricht 1Millionstel m/ m pro Liter oder 1mcg pro 1kg.)] aufweisen, wie durch Haaranalyse festgestellt wurde. Ganz im Gegenteil zeigten Athleten, die solche vom Skelett ausgehenden Muskelverletzungen nicht eriitten, normale Mengen an Silicium im Haar, d. h. über 20 ppm. Gemäß Dr. Daniel B. Mowrey, zeigte sich in experimentellen Tests ein verstärkter Effekt von Silicium auf das Knochenwachstum, meist als Folge eines Anstiegs im Gehalt an Collagen. Ähnliche Ergebnisse sind beim Wachstum von Knorpelmasse demonstriert worden. Es ist ein ganz spezielles Körpergewebe, das durch die Anwesenheit von Mukopolysaccharidi und durch ein Proteinnetz, das wie ein Schwamm wirkt, große Mengen an Wasser halten kann. Knorpel ist ein ausgezeichnetes Beispiel für ein Gewebe, in dem Silicium eine zweifache Rolle spielt, nämlich die Struktur und den Stoffwechsel betreffend. Der Körper braucht Knorpel hauptsächlich als Polsterung zwischen den Gelenken, wo sonst Knochen hart aufeinander stoßen würden. Die wichtigen Polster unseres Körpers, Knorpel und Collagen, sind beide eng mit dem Knochenbau verwachsen. Interessanterweise macht Dr. Mowrey darauf aufmerksam, daß wenn Knochen, Knorpel und Collagen verletzt werden, die Reparaturfunktionen des Körpers der Knochenreparatur den Vorrang gegenüber den anderen Funktionen erteilen. Man kann es auch so ausdrücken: Die Knochenreparatur ist stark beeinträchtigt bei Fehlen von Silicium. Damit ergibt sich vielleicht der endgültige Beweis dafür, daß der Verlust von Silicium im alternden Körper regelrecht auf die Knochen geht.