Wer hat Erfahrung mit Tablettensucht (Morphium)und wie man davon weg kommt ohne gleich in eine Entzugsklinik zu müssen.

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geschrieben von Baba027 vor mehr als 4 Jahren (14.08.2007 15:45) - Andere Fragen in diesem Monat

Wer hat Erfahrung mit Tablettensucht (Morphium)und wie man davon weg kommt ohne gleich in eine Entzugsklinik zu müssen.

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11 Antworten

  • Huch mit Morphium? Das hört sich für mich verdammt schwer an, da alleine rauszukommen, ist ja ziemlich stark und dann werden die körperlichen Entzugserscheinungen sicher nicht einfach. Wieso möchtest du denn nicht in eine Entzungsklinik? Ich glaube wenn man sich seiner Sucht bewusst ist, dann will man doch bestmöglich davon loskommen,und meiner Meinung nach, geht das am besten in einer Klinik mit leuten die sich damit auskennen.

    geschrieben von PeterLe Male vor mehr als 4 Jahren (14.08.2007 15:49)

  • Warum brauchst du das Morphium, als Schmerzmittel?
    kannst du nicht mit deinem Arzt besprechen, auf ein anderes Mittel umzusetzen?
    Erst dann würde das ja Sinn machen. Woran merkst du, dass du abhängig bist? Mußt du ständig die Dosis erhöhen?
    Ich denke nämlich, dass die Abhängigkeitsgefahr von Morphium gar nicht so hoch ist, wie man immer sagt.
    Christel

    geschrieben von Christel vor mehr als 4 Jahren (14.08.2007 20:51)

  • Also, ich benötige das Morphium als Schmerzmittel (Motorradunfall vor 2Jahren) wegen Dauerschmerzen. Mit meinem Arzt habe ich schon gesprochen, aber er ist der Meinung, solange ich selbst mit Morphium Schmerzen habe lohnt es sich nicht was anderes zu nehmen und Morphium wäre ja auch nicht so schlimm, leider seh ich das anders. Habe es mal versucht abzusetzten, die Entzugserscheinungen die ich danach hatten waren heftig (Schüttelfrost, Durchfall, Schwindel mit Übelkeit, Schweißausbrüche usw.). Die Dosis mußte ich Anfangs laufend erhöhen, weil die Schmerzen nicht besser wurden, nach dem Versuch das Morphium abzusetzten habe ich dann weniger genommen, nun muß ich leider wieder erhöhen und das nervt. Entzugsklink möchte ich nicht weil ich keine Ahnung habe was da so mit einem gemacht wird und außerdem lag ich nach meinem Unfall 4 Monate im Krankenhaus das hat fürs Leben gereicht.

    geschrieben von Baba027 vor mehr als 4 Jahren (15.08.2007 15:06)

  • Entzugsklink möchte ich nicht weil ich keine Ahnung habe was da so mit einem gemacht wird -- deshalb rate ich dir dich in so einer Klinik mal genauer zu erkundigen, was gemacht wird, wie es abläuft, welche Hilfen du bekommst usw...!!!

    Ich rate dir auch eine Entzugsklinik, da ich denke, dass du dort wirklich gut und professionel betreut wirst und du in einer Klinik mehr Kraft hast den Entzug durhzustehen als wie daheim - wo man dann schon leicht aufgeben kann.

    Ich denke, dass du in einer Klinik gut aufgehoben bist wo du auch motiviert wirst, du vielleicht dort Menschen triffst die ähnliche Probleme haben usw...!

    Falls du dich doch dafür entscheiden solltest den Entzug daheim durch zu ziehen solltest du dies auf alle Fälle mit Absprache eines Arztes tun und du solltest mit dem betreuenden Arzt in Verbindung/Kontakt bleiben - das ist wichtig.

    Ich habe ja auch einen Entzug hinter mir, ich war Xanor-süchtig, das sind Beruhigungstabletten die ich wegen einer schweren Lebensphase verschrieben bekam, ja man rutscht so leicht in eine Sucht und ich habe den Entzug bei mir daheim gemacht, aber es ist sehr wichtig, dass du wirklich ALLES mit deinem Arzt besprichst.

    Und solltest du den Entzug daheim nicht schaffen, dann bitte zögere nicht eine Klinik aufzusuchen.

    Ich wünsche dir für deinen Entzug - egal wo du dich entscheidest - ganz viel Kraft.

    lg Diana

    geschrieben von Diana2 vor mehr als 4 Jahren (19.08.2007 03:19)

  • Was hindert dich daran, dir mal so eine Klinik anzusehen, mit Ärzten zu sprechen? Angst? Wovor?
    Etwa das du länger Leben könntest?
    Mit dieser Droge rodelst du schnell den Hang hinunter und kannst nicht mehr bremsen, ohne einen Fallschirm, richtig?
    So ein Fallschirm ist z.B. eine Entzugsklinik.
    Ich selbst war 2005 in einer Suchtklinik bei Bielefeld, wegen Alkohol und Depressionen. Es hat mich natürlich Überwindung gekostet, weil, da geht man nicht hin, und alle zeigen mit dem Finger auf dich. Vergiß diese Gedanken. Du bist krank und brauchst Hilfe. Pfeif darauf, was andere denken oder sagen könnten. Du und nur du bist wichtig im hier und jetzt.
    Und ich habe die für mich überraschende Erfahrung gemacht, dass fast alle stolz auf mich waren und sind, weil ich diesen Schritt gemacht habe. Du wasrt doch auch mutig genug dich mit dem Bock hinzupacken, dann sei doch nochmal so mutig und gehe in den Entzug. Der Weg ist das Ziel Baba027. Kannst dich ja mal bei mir einklinken.

    geschrieben von DeJoker vor mehr als 4 Jahren (30.08.2007 17:49)

  • Hallo DeJoker, Dein Beitrag hat mich sehr nachdenklich gemacht. Nur leider ist es zur Zeit bei mir so, das ich nicht weiß in welche Klinik ich zuerst gehen soll. Die UnfallChirurgie will schon wieder an meinem Knie rumbasteln (wegen der Schmerzen die immer noch habe) und meine Gedanken schwirren natürlich wegen der Entzugsklinik in meinen Kopf. Am liebsten würde ich mich zerteilen! Nee, ist natürlich Unsinn, aber irgend wie muß ich mich wohl oder übel entscheiden und da tu ich mich total schwer (warum auch immer???).

    geschrieben von Baba027 vor mehr als 4 Jahren (30.08.2007 18:25)

  • Ich würde es so machen: Zuerst müssen die Schmerzen weg, klar, d.h. am Knie basteln lassen, ist sicherlich nicht witzig, aber solange du noch Schmerzen hast, brauchst du sicher noch die Droge, oder? Jedenfalls solltest du körperlich so weit fit sein, damit du eine solche Therapie machen kannst. Deine Seele braucht dafür deine volle Aufmerksamkeit. Wenn du dann noch ständig zu anderen Ärzten mußt, kann es störend für deinen Therapieablauf sein. Verstehst du was ich meine?
    Und habe bitte keine Angst davor. Ich finde es ganz klasse, dass du von dir aus von der Droge weg willst. Damit hast du schon ein Fundament für eine Zukunft ohne Drogen erschaffen. Nun gilt es dieses Fundament zu bebauen, indem du dir helfen läßt.
    Bitte glaube mir, niemand wird dich dort schief ansehen, im Gegenteil, du wirst dich wundern wie schnell du dort positive Kontakte knüpfen wirst.
    In meiner Klinik habe ich Menschen gesehen, die waren jünger als ich, sahen aber älter aus, alles wegen dem Alkohol, und sie liefen z.T. im Storchengang, weil das Hirn schon weggesoffen war.
    Da habe ich mir geschworen, dass ich so niemals sein möchte.
    So gab mir das Schiksal anderer ein neues Ziel.
    Baba027, habe stets Mut, Vertrauen, Kraft und Zuversicht in dir, dann kannst du alles erreichen, wenn DU es möchtest.
    Ich würde mich freuen, wenn du dich für die Klinik entscheiden könntest.
    P.S. Ich hatte auch einen Motorradunfall. Wenn du Lust hast, dann könnten wir ja mal drüber quatschen!?!
    Liebe Grüße von
    DeJoker

    geschrieben von DeJoker vor mehr als 4 Jahren (30.08.2007 22:03)

  • Ich als bekenender Ex-Junky(auf 1000mg Substitol/Tag)hab sehr gute erfahrungen mit dem langsamen reduzieren der Dosis gemacht.Morphium und andere Opiate sind sogar sehr schlimm-lasst Euch da bitte nicht täuschen(reines Gift).Alle paar Tage oder Wochen mal ein paar mg weniger-aber nicht übertreiben-und bei Schmerzen,wenn Du dann eine niedrige Dosis erreicht hast das Medikament/den Wirkstoff wechseln.Hat bei mir Klasse funktioniert und funtioniert laut meinem Arzt bei jeder art von Opiat-Sucht.Ich war einstweilen nur im Krankenstand,zwar etwas mehr als 4 Monate aber es hat sich gelohnt.In meinem Fall war mein verschreibender Arzt informiert und gab mir tipps.Und durch die Entzugserscheinungen muss leider jeder Opiatabhängige der aufhört durch-bei mir waren das ca. 5Tage Hölle-dannach war es sogar echt schön.
    Es hat sich so echt ausgezahlt.Ich kann die Variante nur wärmstens empfehlen,mit der Anmerkung: Rom wurde auch nicht an einen Tag erbaut.Wenn der Wille da ist ist der Entzug nur halb so schlimm.
    Am besten suchst Du Dir jemand der clean ist und Dich vollkommen unterstützt,dass hilft schon viel,nimm in der zeit aber auch nichts anderes,empfehle ich Dir-das kann ungut werden und Dich auch zurückwerfen auf den doch weiten Weg.
    Also mein Tip istsehr gutosis langsam reduzieren und mit Motivation+Hilfe an die Sache gehen.Ich bin jetzt bereits mehr als 2,5Jahre clean und wünsch Dir viel Glück bei Deiner Mission.
    Wennst Fragen hast geh zu asn spezialisten oder wende Dich einfach an mich(bin aber kein Mediziner).
    lg und good luck -Mario aka vienna_pimp

    geschrieben von Patient84 Male vor mehr als 4 Jahren (03.09.2007 13:52)

  • Gestern kam auf N3 über den Entzug in der Klinik ein Bericht. Dort wurde ein junger Mann mit der Kamera begleitet.
    Hast du das gesehen?
    War sehr interessannt, finde ich.

    geschrieben von DeJoker vor mehr als 4 Jahren (03.09.2007 19:30)

  • Liebe Bärbel...man muß hier einen unterschied machen, zwischen den leuten die wirklikch abhängig sind und welchen, die das morphium aus medizinischen gründen bekommen. du brauchst in keine klinik gehen. setze das medikament langsam ab. ich muß das in jedem frühjahr tun und reduziere alle 3-4 tage um 4mg, dann tut es auch nicht so weh...klar etwas zittern oder schüttelfrost kann vorkommen, aber meistens nur, wenn du zu schnell absetzt. habe diesen fehler im 1.jahr auch mal gemacht und bin von 180mg auf 50mg runter an einem tag, ich dachte echt ich muß sterben...hatte dann meine ärztin übers notfalltel. angerufen und die hat mir dann das richtige absetzen erklärt. jetzt praktisiere ich das schon erfolgreich seit 5 jahren. wenn du aber keinen grund hast abzusetzen,wieso tust du es dann eigentlich. willst du wirklich diese krassen schmerzen einfach so ertragen ? ich würde das niemals tun,wenn ich nicht unbedingt ein baby wollen würde. keine Ahnung, ob ich´s schaffe, mal sehen, aber ich unterstütze dich natürlich gern weiter. Lieben Gruß :0)

    geschrieben von A88 vor mehr als 4 Jahren (04.10.2007 21:29)

  • hallo baba, na, ob du süchtig bist,(klar, jede starke arzenei macht süchtig)aber, du hast dir das medikament doch nicht selbst, und dein arzt es dir nicht aus spass verschrieben, oder?wenn du davon weg willst, stelle ich mir die frage, ist deine krankheit weg oder bist du jetzt schmerzfrei und brauchst sie nicht mehr.es gibt bestimmt kein mensch, der gerne sagt das er morphium nimmt, eben weil man gleich als süchtiger hingestellt wird,aber wer es braucht, was will man da machen?ich nehme auch schon 2 jahre mst-morphium wegen meiner chronischen krankheit,und das doch nicht zum spass, sondern weil alles ander zuvor wie zb,tillidin und valoron in allen dosen nicht mehr halfen.es gibt krankheiten, da werden die syntome immer schlimmer,so auch bei mir.also, was bleibt einem, wenn man keine op machen kann oder sonstiges?dir bleibt nur mit deinem arzt zu reden und je nachdem kann gehandelt werden.alles erdenklich gute für dich.lieben gruss

    geschrieben von indira vor mehr als 4 Jahren (17.11.2007 01:18)

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