Hallo !
Was als "Blutfette" im Labor bestimmt wird, ist die Summe von verschiedenen Fettstoffen (Cholesterin, Triglyzeride, Phospholipide und freie Fettsäuren). Die mit der Nahrung aufgenommenen Fette sind im Blut eigentlich gar nicht löslich. Darum gibt es einen speziellen Transportmechanismus. Die unterschiedlichen Fettstoffe "klammern" sich sozusagen an dafür bestimmte Eiweiße, die Lipoproteine.
Diese Lipoproteine spielen bei der Arterienverkalkung eine unterschiedliche Rolle.
HDL-Lipoproteine (high density Lip.) = solche mit hoher Dichte, schützen wahrscheinlich vor Arteriosklerose. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, daß koronare Herzerkrankungen, wie Angina pectoris, um die Hälfte weniger oft auftreten, wenn die HDL-Werte von 30mg/dl auf 60mg/dl ansteigen.
LDL-Lipoproteine (low density Lip.) = solche mit niedriger Dichte, schädigen vermutlich die Blutgefäße. Das heißt, hohe LDL-Werte erhöhen die Wahrscheinlichkeit, daß eine Arteriosklerose entsteht.
Etwa zwei Drittel aller Fettstoffe im Blut werden in Form der LDL transportiert, während der Anteil der HDL nur etwa ein Drittel ausmacht.
Triglyzeride sind diejenigen Fette, die mit der Nahrung zugeführt werden. Ob ein hoher Triglyzeridgehalt im Blut zu Arteriosklerose führen kann, ist selbst unter "Fachleuten" heftig umstritten. Als gesichert allerdings gilt, daß erhöhte Triglyzeridwerte für die Gesundheit weniger gefährlich sind als erhöhte Cholesterinwerte. Die Triglyzerinwerte steigen übrigens nicht nur bei fettreicher- sondern ebenso bei kohlenhydratreicher Ernährung an. Darüber hinaus können auch Alkohol, Diabetes, Nierenerkrankungen, Schilddrüsenunterfunktion und eine ganze Reihe von Medikamenten für hohe Triglyzerinwerte verantwortlich sein.
Sehr stark erhöhte Triglyzerinspiegel bilden eine erhebliche Gefahr für die Bauchspeicheldrüse.
Legt man die Werte der "Deutschen Cholesterininitiative" zugrunde -diese werden zum größten Teil von der Margarineindustrie finanziert-, dann hätten bereits im Jahre 1990 90% aller Deutschen erhöhte Cholesterinspiegel gehabt. Eine ""Kranksprechung"" einer ganzen Nation, welcher von kritischen Fachleuten heftigst widersprochen wird.
Übrigens: Die Feststellung "überhöhter Cholesterinwerte" gilt erst dann als gesichert, wenn mindestens drei Blutuntersuchungen im Abstand von wenigstens einer- besser noch mehrerer Wochen tatsächlich erhöhte Werte erbracht haben. Eine sehr genaue Untersuchung in den USA hat z.B. ergeben, daß aufgrund ungenauer Meßmethoden MEHR ALS DIE HÄLFTE aller ermittelten Fettstoffwerte falsch waren.
Vor jeder Cholesterinspiegel-Untersuchung sollte man 12 - 16 Stunden nichts essen und am Abend vorher auch keinen Alkohol trinken. Während einer Abmagerungskur, nach Operationen oder bei schweren Krankheiten ändert sich der Cholesterinspiegel so stark, daß eine Messung sinnlos ist.
m.fr.Gr. - Inheil
geschrieben von Inheil
vor mehr als 2 Jahren (23.01.2010 16:25)