Die Folge ist der Strahlen-Tod.
Welche Folgen hätte eine Kernschmelze (atomare Verseuchung) auf die Menschen, die in unmittelbarer Nähe leben?
geschrieben von Alexandra01
vor etwa 1 Jahr (12.03.2011 20:00) -
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Tags: AKW, Kernschmelze Japan, Tsunami
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Das kommt auch darauf an, was Du unter unmittelbarer Nähe verstehst. Das Gebiet ist ja nun im Umkreis von 20 km evakuiert worden.
Direkt am Reaktor:Wenn die Behälter halten, (siehe Kernreaktor-Unfall in Harrisburg, Behälter sind heute noch stabil, trotz stattgefundener Kernschmelze und innere Zerstörung)
und genug Kühlung vorhanden ist, tritt keine oder nur "wenig" Strahlung aus. (Cäsium ist ja schon gemessen worden) Wenn sie nicht halten und "lecken", kommt es darauf an, wieviel Strahlung austreten kann. Und wenn die Behälter explodieren,(Teile sind wohl auch schon explodiert
) dann werden diejenigen, die sich im Zentrum befinden würden, zuerst von der Hitze getötet, bevor sie schnell durch die Strahlen sterben würden.Die anderen, in der Nähe :, bekommen eine Strahlenkrankheit, die je nach Stärke der Strahlung schnell oder langsamer zum Tod führt.
Es kommt auch auf die Wetterlage an. In Tschernobyl ist so viel "radioaktives Material" n die Luft geschleudert worden, dass... wenn es eine ruhige Wetterlage gewesen wäre, es noch mehr Tote gegeben hätte.
Aber auch in weiterem Umkreis:
, ist die Strahlenbelastung dann noch sehr hoch und dass die Menschen, die sich dort befinden krank werden, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch. Auch die Zahl derer, die noch an den Folgen sterben können, ist relativ hoch. Und je weiter weg man ist, um so höher ist die "Verdünnung". Dass heißt, auch DORT ist die Strahlenbelastung zwar geringer, aber vorhanden, und nicht jeder wird krank. Nur wird sich dann auch die Zahl an Krebserkrankungen erhöhen. Auch kleine Dosen können z.B. zu bestimmten Krebserkrankungen (wie Leukämie,) zu Missbildungen u.a., führen.
Die Menschen bekommen dort alle ein Jodpräparat als Gegenmittel, das sich in der Schilddrüse anreichert. Und es werden auch andere Gegenmaßnahmen eingeleitet und schnell Therapien durchgeführt, um den Menschen zu helfen. Ein Zweig der Militärmedizin (wegen Atombomben) befasst sich damit und ist auf solche Fälle vorbereitet aber auch ...hier vor allem...der Katastrophenschutz.
Katastrophal ist es auf alle Fälle und wie wirksam alle Hilfe sein wird, wird man hinterher erst wissen.
In direkter Nähe befindet sich niemand mehr. (außer Fachleute mit Schutzkleidung, nehme ich an ?!)
Zur Strahlenkrankheit in Anhängigkeit von der Dosis:
http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenkrankheit
zur Ergänzung der aktuellen Nachrichten:
geschrieben von ARWEN1x
vor etwa 1 Jahr (12.03.2011 23:48) -
Hier hab ich etwas gefunden. Da ist eine Tabelle dabei, in der steht, wie Schutzmaßnahmen bei einem Reaktorunfall aussehen können.
http://www.bh-knittelfeld.steiermark.at/cms/beitrag/10002468/315467/
Da wird die Wirkung bei einem Kernwaffeneinsatz der Wirkung bei Kernkraftwerksunfällen sowie Schutzmaßnahmen gegenübergestellt.
Wobei ja die 2. Wirkung (Hitze) im Akw Fukushima vorhanden ist. Es hatte ja gebrannt (oder brennt noch ?)
und hier ein link vom Umweltinstitut in München zum Thema Hilfe bei Reaktorunfällen:
http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/katastrophenschutz/katastrophenschutz-102.html
Da steht auch drin, was in der näheren und weiteren Umgebung von Reaktorunfällen mit den Menschen passiert/passieren kann. Mit dem Ziel:
Zitat:
Schwerwiegende deterministische Wirkungen (akut auftretende Schäden bis hin zum Tod) sollen durch Maßnahmen zur Beschränkung der individuellen Strahlendosis auf Werte unter den Schwellendosen für diese Effekte vermieden werden. Dies ist die Basis für die Arbeit des Katastrophenschutzes.-Zitatende
Dabei muss man sicher aber berücksichtigen, dass alle Dinge, die man über solche Katastrophen weiß und Schlussfolgerungen/Schutzmaßnahmen, die z.Z. vom Katastrophenschutz und Strahlenschutz empfohlen werden, aus den Erkenntnissen der vorangegangenen Unfälle resultieren und aus Hochrechnungen und Vergleichen von den Erkenntnissen aus den Atombombenabwürfen in Hiroshima und Nagasaki stammen.
Es werden auch sicher immer wieder (leider
) neue Erkenntnisse dazu kommen, die zu einer Änderung der Gesetze und Maßnahmen führen können.geschrieben von ARWEN1x
vor etwa 1 Jahr (13.03.2011 07:54) -
Wow, Danke Arwen59. Das ist ja sehr informativ. Ich habe die Frage nicht gestellt aber sie brannte mir auch auf der Seele.
geschrieben von sumsumi vor etwa 1 Jahr (13.03.2011 08:37)
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Hallo Arwen,
Ich danke Dir für die zahlreichen informativen, aber leider auch erschütternden Informationen.
Ja, die japanische Bevölkerung befindet sich in großer Gefahr, eine Katastrophe ist es allemal, allein durch die Folgen des verheerenden Tsunami, der unvorstellbares Leid anrichtete....
Nun steht eine Nuklearkatasrophe bevor?
Kommt es zu der gefürchteten Kernschmelze wird vermehrt Radioaktivität freigesetzt, was weitreichende gefährliche Auswirkungen haben wird...
Ich hoffe immer noch, daß es zu diesem GAU nicht kommt.
Mein ganzes Mitgefühl gilt der japanischen Bevölkerung, ganz besonders dem Angehörigen der Opfer dieser Katastrophe
Alexandra
geschrieben von Alexandra01
vor etwa 1 Jahr (13.03.2011 17:33) -
Hallo !
Und - Erneutes schweres Beben in genau der Region. Das Land kommt einfach nicht zur Ruhe. Und es sind wieder (wenn ich richtig informiert bin) AKW`s betroffen, wurden sogar abgeschaltet.
Wir diskutieren wegen dieser Vorkommnisse über Schutzmaßnahmen, verhalten bei Reaktorunfällen, wer ist in der Lage zu helfen usw. usw.
Wenn es diese Sch.......dinger nicht geben würde, oder noch besser nie gegeben hätte, müsste sich auch niemand Sorgen darüber machen.
Warum z.B. wurde in allen Medien (TV, Presse, allen Nachrichten) dieser Flugzeugabsturz bei Trier kaum erwähnt? Ich bin felsenfest davon überzeugt, wäre nicht gerade die Hauptdiskussion AKW im Lande DAS Thema, Presse und Fernsehen hätten sich in der Berichterstattung überschlagen. Wer sollte da im Hintergrund wohl die Fäden gezogen haben, damit dieses Ereignis möglichst TOTGESCHWIEGEN---
UND NUR JA NICHT IN ZUSAMMENHANG ZB. MIT BIBLIS GEBRACHT WIRD ?
Und warum wohl?
Und ziehen denn nicht gerade Betreiber von AKW´s vor Gericht und klagen gegen die Abschaltung?
Und wo sind wir jetzt angekommen? BEI DEN GERICHTEN !
Der Kreislauf endet nicht.
gr. - Inheil
geschrieben von Inheil
vor etwa 1 Jahr (09.04.2011 08:26) -
Hallo ARWEN59 - danke für den link zu der Gegenüberstellung der BH Knittelfeld - sehr instruktiv und realistisch. Zu der Hitzewirkung - es ist ein riesiger Unterschied zwischen einem Brand (auch in einem AKW) und der Hitzestrahlung einer Kernwaffe, die Flächenbrände auslösen kann. Schon bei den Atombomben von Hiroshima und Nagasaki hat der 'Hitzeblitz' ungeschützte Menschen in mehreren 100 m Entfernung in Sekundenbruchteilen buchstäblich verdampfen lassen, bei modernen Bomben wären das Kilometer; der dabei entstehende Flächenbrand wäre ebenso groß und würde einen Feuersturm auslösen, der mit Orkangeschwindigkeit bewegliche Objekte in das Brandgebiet hineinzieht - auch wenn die Lage um Fukushima furchtbar ist, ein Vergleich ist da kaum möglich...
Auch die Kenntnislage bei Unfällen mit radioaktivem Material ist gar nicht so schlecht - nach 1989 sind doch genauere Informationen zu einigen schweren Unfällen in Osteuropa bekannt geworden, von denen früher nur gerüchteweise zu hören war (Tschernobyl war ja nur die Spitze des Eisbergs...)
geschrieben von shouqici
vor 9 Monaten (31.07.2011 08:59) -
ein freund von mir will jetzt nach japan, irgendwie ist es um das thema total still geworden. ich glaube es liegt auch in der kultur der japaner, dass die das thema todschweigen (sorry, todschweigen, ist vielleicht nicht das beste wort dafür)
war einer von euch schon mal in japan?
geschrieben von July77
vor 9 Monaten (14.08.2011 11:54) -
Hallo !
Meiner Meinung nach ist die Waffenindustrie der größte atomare Umweltverschmutzer - Auch wenn keine atomare Kriege geführt werden , nur durch die Herstellung der Waffen !
Ich habe einen sehr guten Artikel hier gelesen ..
http://atomicsarchives.chez.com/contamination_siberie.htm
Im Bild 3 sehen Sie, dass 99% der atomaren Umweltverschmutzung in Sibirien nach dem Tschernobyl - Unfall trotzdem von anderen Quellen (große Waffen Fabriken) her stammen.
Es sind viel weniger die Kernkraftwerke die die Umwelt verschmutzen als die Kriege !
Bomben mit Fernbedienung müssen zB sehr schwer sein ..um sicher zu treffen. Sie werden mit atomaren Müll gefüllt und so hat man den Müll auf einem anderen Kontinent 'entsorgt' und auch 'sinnvoll' verwendet .
Man kann am Schluss 'Mission acomplished' sagen …
In dem Balkankrieg hat man solche Schwerkaliber verwendet – und ganz Europa damit verschmutzt ..ohne dass jemand jemals etwas gesagt hat !
Energie zu einem bezahlbaren Preis brauchen wir - momentan ist es leider so daß nur die nukleare Energie bezahlbar ist und wir können nicht darauf verzichten .
Wenn Deutschland nicht mehr produziert wird die Welt unsicherer weil andere Produzenten für Deutschland produzieren werden ...und es gibt so ein Paar Kernkraftwerke die wirklich gefährlich sind ! Von allen waren Deutsche Kernkraftwerke die sichersten .
Man sieht dem Strom nicht an wo und wie es produziert wurde !
Es ist traurig einen Rückschritt als Fortschritt zu bejubeln nur weil man sich nicht informieren will oder kann … Und genau das wird von der Waffenindustrie benutzt : anstatt gegen atomaren Strom müßte man sich für Frieden einsetzen !
geschrieben von almud vor 5 Monaten (11.12.2011 14:26)
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