Hallo Susi 62 !
Bei einer Herzerkrankung können unterschiedliche Ursachen zu einer Koronarinsuffizienz = (eine ungenügende Durchblutung der Herzkranzgefäße) führen. Es kommt bei dieser Erkrankung zu einem Mißverhältnis zwischen O2-Angebot und O2-Bedarf im Herzmuskel.
Eine ANGINA PECTORIS (Stenokardie) ist sozusagen das Leitsymptom der Herzkranzgefäßverengung. Die typischen stenokardischen Beschwerden sind hierbei retrosternal (hinter dem Brustbein) lokalisiert. Ausstrahlungen bis in die Fingerspitzen des linken Armes sind möglich; aber auch in den Hals, den Unterkiefer, den rechten Arm und in den Oberbauch.
Aber - nicht alle Herzkranzgefäßverengungen gehen mit diesen typischen Angina pectoris Beschwerden einher. Bei ca. der Hälfte aller KHK-Patienten fehlen sie. =(stumme Ischämie)
Trügerisch ist hier das Ruhe-EKG, denn es ist meist unauffällig! Sinnvoll erscheint eine Koronarangiografie. =(eine Darstellung der Herzkranzgefäße mittels Katheter und Kontrastmittel) Weiterhin wird zwischen einer STABILEN und einer INSTABILEN Angina pectoris unterschieden. Was nun bei Deinem Vater vorliegt, kann ich natürlich nicht wissen. Eine INSTABILE Angina p. erfordert z.B. unbedingt eine Klinikeinweisung!
In jedem Falle aber ist als Therapieprinzip erforderlich: O2-Bedarf mindern, O2-Zufuhr verbessern.
Je nach Stand der Erkrankung wird letztlich (wenn möglich) eine Dilatation =(koronare Angioplastie) also eine Aufweitung der Herzkranzgefäße mittels eines Ballonkatheters- und schließlich die Koronarchirurgie also ein ACVB =(ein Aortokoronarer Venenbypass) zur Überbrückung von der Aorta bis hinter die verengte Koronararterie erforderlich.
m.fr.Gr. - Inheil
geschrieben von Inheil
vor etwa 1 Jahr (22.05.2011 10:24)