Welcher Beruf ist bei Bluthochdruckpatienten geeignet? Kann man im Lager arbeiten mit gut eingestelltem Blutdruck?

Thema: Blutdruck

geschrieben von Shoxxx vor 10 Monaten (15.07.2011 18:19) - Andere Fragen in diesem Monat

Welcher Beruf ist bei Bluthochdruckpatienten geeignet? Kann man im Lager arbeiten mit gut eingestelltem Blutdruck?

Tags: bluthochdruck

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3 Antworten

  • Hallo "Shoxxx",

    schaue Dir bitte mal unter www.wikipedia.de die Begriffe "Arbeitsmediziner" bzw. "Betriebsarzt" an.

    Ausserdem solltest Du zusammen mit dem in Deinem Betrieb bzw. in Deiner Firma oder Dienststelle zuständigen Betriebs- oder Personalrat sowie der Vertrauensperson für die bei Deinem Arbeitgeber beschäftigten schwerbehinderten Mitarbeiter ausführlich den Sachferhalt unter Berücksichtigung Deiner Erkrankung sowie Deiner Medikation erörtern!

    Hilfe kannst Du auch von den für Deinen Wohnort zuständigen Integrationsämtern sowie den speziellen Mitarbeitern, die bei der für Deinen Wohnort zuständigen Agentur für Arbeit für Schwerbehinderte und Rehabilitanden bekommen.

    Hier pauschal von Dir zu erwarten, dass Du exakt genau den für Dich in Betracht kommenden Beruf von den Imedo-Mitgliedern präsentiert bekommst, ist sicherlich zu viel verlankt, denn bedenke, dass Du z. B. erst einmal feststellen lassen solltest, ob Du innerhalb Deines jetzigen Arbeitgebers "umgesetzt" werden kannst, ehe es bei Dir z. B. zur Arbeitslosigkeit kommt. Solltest Du bereits von Arbeitslosigkeit betroffen sein, dann gilt trotzdem das von mir zuerst Genannte. Beachte auch, dass oft gesagt werden könnte, dass Deine Situation auch davon abhängig sein könnte, wie lange und "wie gut bzw. wie stabil" Du bzw. Dein Bluthochdruck bereits von Deinen Medikamenten eingestellt sein könnte.

    Ich hoffe, ich konnte Dir mit meinen Gedanken ein paar Anregungen dafür liefern, was in Deinem Fall so in etwa zu berücksichtigen wäre und wünsche Dir viel Erfolg bei der Umsetzung Deiner beruflichen Veränderungen. Kläre auch mal mit Deinem Haus- bzw. Deinen Fachärzten ab, ob Du einen Antrag auf Anerkennung einer Schwerbehinderung stellen solltest!

    Bedenke doch auch einmal selbst, ob Du wegen Deines von selber in der Raum gestellten Vorschlag wegen einer beruflichen Tätigkeit im Lager ggfs. mit dem Führen von Maschinen wie z. B. eines Gabelstaplers in Betracht käme: Bei manchen Medikamenten wirst Du doch schon im Beipackzettel auf mögliche Gefahren und Risiken hingewiesen - wobei Du aber schon selbst weniger Bedenken haben musst, je länger sich Dein Organismus bereits auf die bei Dir erforderlichen Medikamente eingestellt hat.

    Wenn Du z. B. wie ich als chronischer Schmerzpatient auf Morphin angewiesen bist, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass ich deswegen auch automatisch auf das Führen eines Kraftfahrzeugs verzichten muss: Ich könnte in so einem Fall keinesfalls ohne Auto auskommen, allerdings arbeiten kann ich deswegen leider dennoch nicht!

    Viel Glück und alles Gute wünsche ich Dir vorab schon mal...............Helmut alias Atlantis123 Gut

    geschrieben von Atlantis123 Male vor 10 Monaten (16.07.2011 09:44)

  • Hallo und vielen Dank für die ausführliche Antwort! Das klingt für mich sehr einschneident, ich müsste dann wegen so einem Ausweis meinen Führerschein abgeben, mein Leben wäre faktisch von heute auf morgen zerstört. Meine ganze Familie hat Bluthochdruck mein Opa ist noch LKW gefahren und mein Vater ist Heizungsmeister, er hat eigentlich Berufsverbot, da er aber selbstständig ist, geht das natürlich nicht, er arbeitet wie er gesagt hat bis er umfällt.

    Bei den millionen Menschen in Deutschland die an Bluthochdruck leiden frage ich mich gerade ob diese auch solche Probleme haben, ich kann mir das garnicht vorstellen. Mir geht es mit den Medikamenten gut, kein Schwindel sonst hätte ich sie schon abgesetzt.

    Mit dem Autofahren trifft so viel wie ich gelesen habe auf Menschen mit Sehbehinderung und Epileptikern zu, trifft das bei Bluthochdruck denn auch zu? Ich muss dringend zum Hausarzt, jetzt kann er sich nicht mehr drücken Gut Da wären doch die Straßen leer, aber ich denke mal aus diesem Grund wird niemand einen solchen Ausweis beantragen weil es eben immer einen Haken gibt, leider.

    Was ich mir beruflich noch sehr gut vorstellen könnte, ist das Arbeiten als Verwaltungsfachangestellter. Mit einer etwaigen Behinderung könnte ich doch leichter in eine solche Umschulung fallen? Das würde meinen Teufelskreis durchbrechen.

    geschrieben von Shoxxx vor 10 Monaten (16.07.2011 10:37)


  • Hallo und vielen Dank für die ausführliche Antwort! *)

    Gerne geschehen, aber wie wäre es, wenn Du Dein Profil noch mit etwas mehr "Input" füttern würdest, denn das ließe ggfs. auch den einen oder anderen Schluß zu Deinem Problem zu?

    Das klingt für mich sehr einschneident, ich müsste dann wegen so einem Ausweis meinen Führerschein abgeben,

    Wer sagt denn, dass Du Deinen Führerschein abgeben müsstest? Mit keinem Wort habe ich so etwas erwähnt, und den Schluss darauf, ob dies bei Dir wirklich notwendig sein würde, liegt noch immer beim Führerscheininhaber selbst, denn der Führerschein ist doch bei uns noch immer nicht für eine bestimmte Zeit ausgestellt - bei Führerscheinneulingen mit einem "Führerschein auf Probe" mal abgesehen. Ausserdem: Neben Deinem Alter uvm. ist doch eine weitere Beantwortung unter Vorlage entspr. ärztlicher Atteste dem entspr. von mir erwähnter Fachpersonal eine Kleinigkeit. Ausserdem dachte ich, es geht um Dich: Die gesundheitliche Situation Deines Vaters oder Deines Opas bringt weder mir noch Ärzten etwas. Zudem wage ich auch, Dir gleich zu sagen, dass ein Schwerbehindertenausweis etwas über die Notwendigkeit einer Umschulung aus. Bitte bedenke, dass es auch Menschen mit einem GdB (= Grad der Behinderung) von 100 Prozent gibt, aber der GdB sagt gar nichts darüber aus, wieviel ein Mensch mit Behinderung tatsächlich zu leisten in der Lage ist:

    Keinesfalls sagt ein GdB von 100 etwa aus, dass jene Person zu keinerlei Berufs- oder Erwerbsfähigkeit aus - weder körperlich noch geistig noch in Kombination!

    mein Leben wäre faktisch von heute auf morgen zerstört.

    Wie kommst Du nur auf die Idee, dass so ein Schwerbehindertenausweis Dein Leben zerstören könnte? Ich gehe davon aus, dass Du irgendwie auf dem falschen Pfad bist und dass Du irgendwie mal Deine Ideen vor mir und den anderen IMEDO-Mitgliedern ausbreiten solltest, damit wir Deinen Gedankengängen folgen können.

    Meine ganze Familie hat Bluthochdruck mein Opa ist noch LKW gefahren und mein Vater ist Heizungsmeister, er hat eigentlich Berufsverbot, da er aber selbstständig ist, geht das natürlich nicht, er arbeitet wie er gesagt hat bis er umfällt.

    Sag ich doch: Warum sollte Deine Verwandten denn nicht arbeitsfähig sein? Nach Deinen Worten ist keiner von ihnen nicht in der Lage, einem Beruf nachzugehen, und auch Du siehst dazu keine Anzeichen. Warum denn auch? Und mit Deinen Medikamenten geht es doch Deinen eigenen Worten nach auch gut, hast also Deinen Bluthochdruck gut im Griff: Warum aber solltest Du denn deshalb - bitte - dann einer Umschulung bedürfen? Macht Dir denn Dein bisheriger Job keinen Spaß mehr? Ich verstehe Deine Fragen jedenfalls so nicht: Wenn dem mit der Lust respektive der Unlust so wäre, dann würdest Du doch sicherlich längst noch keine Anspruchsvoraussetzung(en) für eine Umschulung erfüllt haben, oder? Also es hilft hier nur weiter, wenn Du uns von Dir mehr preisgibst: Wir sind doch hier bei IMEDO (fast) unter uns **gg**!

    Bei den millionen Menschen in Deutschland die an Bluthochdruck leiden frage ich mich gerade ob diese auch solche Probleme haben, ich kann mir das garnicht vorstellen. Mir geht es mit den Medikamenten gut, kein Schwindel sonst hätte ich sie schon abgesetzt.

    Frage doch da besser mal Deinen Arzt und sprich mal bei Gelegenheit mit Mitgliedern einer entspr. Selbsthilfegruppe in Deiner Nähe. Ich fürchte, dass sich Deine Ein- bzw. Vorstellungen in Bezug auf Bluthochdruck etwas relativieren.

    Mit dem Autofahren trifft so viel wie ich gelesen habe auf Menschen mit Sehbehinderung und Epileptikern zu, trifft das bei Bluthochdruck denn auch zu? Ich muss dringend zum Hausarzt, jetzt kann er sich nicht mehr drücken Gut Da wären doch die Straßen leer, aber ich denke mal aus diesem Grund wird niemand einen solchen Ausweis beantragen weil es eben immer einen Haken gibt, leider.

    Das stimmt sehr wohl, dass sich Dein Arzt nun nicht mehr vor Deinen Fragen drücken kann! Übrigens: Bei Sehbehinderungen soll zwischenzeitlich die Brille erfunden worden sein, und sie soll denjenigen sehr gute Dienste tun, und so kann man inzwischen bekanntlich sehr wohl mit Brille Auto fahren! Gut

    Was ich mir beruflich noch sehr gut vorstellen könnte, ist das Arbeiten als Verwaltungsfachangestellter. Mit einer etwaigen Behinderung könnte ich doch leichter in eine solche Umschulung fallen? Das würde meinen Teufelskreis durchbrechen.

    Welchen "Teufelskreis" denn? Also auf Deine nächste(n) Mitteilung(en) sehe ich schon mal mit Interesse entgegen, "Shoxxx"! Ansonsten wünsche ich Dir eine angenehme neue Woche!


    Viele Grüße und auf bald ........ Atlantis123 Gut


    *) Übrigens: Meine Antworten in fett habe ich der Einfachheit direkt in Deinen letzten Beitrag von vorgestern hineinkopiert - Dein Text ist in einfacher, kursiver Schrift geblieben!

    geschrieben von Atlantis123 Male vor 10 Monaten (18.07.2011 03:48)

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