Nur etwa 30 bis 40 Prozent der Patienten mit Fibromyalgie-Syndrom sprechen auf Medikamente an. In der Regel genügt eine medikamentöse Therapie alleine nicht. Die medikamentöse Therapie bedarf deshalb häufig einer Ergänzung durch nicht medikamentöse Verfahren, wie zum Beispiel physikalischer Therapie, Krankengymnastik, Trainingstherapie und psychologischer Beratung.
Zu den am häufigsten verwandten Medikamenten in der Fibromyalgie-Behandlung zählt Amitriptylin. Amitriptylin wurde zur Behandlung von Depressionen entwickelt. Bei der Erforschung des Medikaments zeigte sich, dass es über die antidepressive Wirkung hinaus auch einen erst später einsetzenden Effekt auf Schmerzen haben kann.
Wenn antidepressiv wirkende Medikamente nicht ausreichend anschlagen, kann ein Versuch mit Tropisetron, einem Serotonin blockierenden Medikament, gemacht werden. Bei einem Teil der Patienten kann man dabei eine schmerzstillende Wirkung erzielen.
In der Regel bleibt die Einnahme klassischer Schmerzmittel ohne Erfolg. Manche Patienten berichten aber, dass Substanzen wie Paracetamol, Ibuprofen, Diclofenac oder andere nicht-steroidale Antirheumatika einschließlich der neuen COX-2-Hemmer helfen. In diesen Fällen muss man jedoch genauestens überprüfen, ob die Ursache der chronischen Schmerzen wirklich ein Fibromyalgie-Syndrom ist.
Eine der wenigen wirklichen Neuerungen ist die Behandlung mit Pregabalin (Lyrica). Bei diesem Medikament handelt es sich um ein Mittel gegen Epilepsie.
Antiepileptika, zum Beispiel Carbamazepin, werden schon lange in der Behandlung von chronischen Schmerzen eingesetzt. Das neue Antiepileptikum Pregabalin konnte bei einem Teil der Fibromyalgie-Patienten die Schmerzen mindern.




