Hallo!
Ergänzend möchte ich noch anmerken, dass es neben AT + PMR + Yoga auch noch andere Wege gibt dafür ... z. B. Phantasiereisen ... entspannende Musik hören ... (nicht zu schnelles) Laufen durch die Natur ... Malen - mit oder ohne Musik ... usw. usf.
Ich denke mal, wenn es darum geht, das Erholen-können zu lernen ... und man das Problem hat, dass man sich selbst sogar beim Entspannen noch unter Druck setzt - könnten (! - nicht werden/müssen) spezielle Techniken möglicherweise erstmal weniger geeignet sein ... weil man sich da besonders leicht unter Druck setzen kann ... dass es auch richtig ist/wird ... dass man es so macht, wie man soll ... usw. usf.
Ich persönlich habe schon viel damit erreicht, dass ich mir einige Wochen lang überall in der Wohnung Post-its verteilt hab: "Ich darf mich ausruhen - auch wenn noch nicht alles fertig ist." Ich habe mir das viele Male am Tag bewusst gemacht ... es mir immer wieder in Erinnerung gerufen ... anfangs sehr ungläubig - später immer weniger ... es mir quasi selbst "eingeredet" ... so, wie früher andere mir das Gegenteil eingeredet haben ...
Dann waren auch alltäglichere Dinge wie Musikhören, Lesen, Malen, Kochen, Spazieren, ... "plötzlich" erholsam - weil ich mir weniger Druck gemacht habe. Außerdem habe ich mein persönliches Ruhebild - was nach etwas Training recht schnell wirkt.
Ebenso kann es hilfreich sein, mal in sich zu gehen, was denn die konkreten + ganz persönlichen Hinderungsgründe sind. Also gabs früher mal andere "Wahrheiten", Regeln oder so - die vielleicht heute hinderlich sind?
In solchen Fällen nützt sicher auch das allerbeste Entspannnungstraining nichts/wenig - weil man sich ja nicht entspannen "DARF", das Unterbewusstsein sich also massiv gegen die Entspannung wehrt - solange sie deutlich negativ besetzt/assoziiert ist. Da wäre es dann eher wichtig, diese alten Thesen durch neuere, konstrktivere zu ersetzen.
Sonnige Grüße von der Gänseblümin.
geschrieben von Gaensebluemin vor mehr als 3 Jahren (15.05.2008 14:21)