Entschuldigung , wenn ich gelacht habe bei der Frage . Aber das ist eine ganz typische Fragestellung unter der heutigen Gesundheitsreform mit Auswirkung in die begrenzte Therapie .
Ich glaube , bei Ihnen bzw Ihrer Mutter müßte mal raus finden , ob sie überhaupt leben will . Vielleicht hat sie sich im Rahmen ihrer Krebserkrankung Gedanken gemacht , wie ihre Lebensqualität therapiemäßig postoeperativ ist .
Manchmal ist Leben nicht Alles , wenn es in keinem Verhältnis zur Lebensqualität steht . Wir Krebspatienten haben da schon merkwürdige , für einen sogenannten Gesunden merkwürdige Ansichten .
Aber mal zur Sache . Es gibt ja Begleitprogramme für Angehörige . In diesem Rahmen können Sie Abklären ,ob eine Motivation , eine entsprechende Therapie , aber von einem Facharzt Neurologe , Psychologe machbar ist . Also prinzipiell von außen mit Hilfe von Fachärzten , die Erfahrungswerte haben , sie auch anwenden in menschlicher Form den Lebenswillen Ihrer Frau Mutter wieder aktivieren .
Es ist erstaunlich , wenn man den Krebs "bei den Hörnern " greift , angreift , was sich da allein an Biochemie im Körper an schmeißt . Inoperable Krebs werden plötzlich zu kleinen Pickelchen im übertragenen Sinne . Das hilft .
Aber pauschal kann man eigentlich nur den Rat wie gehabt geben . Alles andere hängt vom diagnostischen Material und Auswertung ab .
Magenkrebs hat eine gute Prognose heißt es . Denn , wenn Sie als Kind Ihrer Mutter helfen wollen , müssen ebenfalls glauben , daß es zumindest gut gehen kann . Andersrum darf man niemanden fest halten , der gehen muß oder vielleicht auch will - bei Krebs . Also "will" , wenn nichts mehr geht . Das ist schwieriger wie helfen.
Sie merken schon . Das ist Alles spekulativ . Deswegen muß man sich zunächst einmal mit dem Material befassen , was vorhanden ist . Und dann von innen sich nach außen vorarbeiten .
Es gibt da Krebsliga . Da gibt es viele Denkanstöße .
Im Wartezimmer zur Krebssprechstunde eigentlich weniger . Weil , die meisten sprechen nicht . Wenn man nicht spricht , erfährt man nichts Neues , was viele wie Ihre Mutter gar nicht wollen aus sich heraus . Dafür gibt es in sogenannten Krebskliniken die Sozialstationen . Oder die Patienten , die , wenn sie da schlafen ein völlig anderes Verhalten zu ihrer Krankheit haben , fangen sich auch gegenseitig auf .
Prinzipiell kann man sagen : wenn man helfen will bei Krebs muß man an die Front .
Ich wünsche Ihnen , daß Sie Ihrer Frau Mutter helfen können , aber auch die Kraft und Energie haben , ihr bei zu stehen .d
geschrieben von donnervogel5051
vor mehr als 3 Jahren (15.11.2008 08:36)