Wer kennt sich aus mit Speiseröhren-Verengung (Ösophagusstenose)? Welche Therapie wurde erfolgreich angewendet?

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geschrieben von kikikacke vor mehr als 3 Jahren (21.03.2009 21:54) - Andere Fragen in diesem Monat

Wer kennt sich aus mit Speiseröhren-Verengung (Ösophagusstenose)? Welche Therapie wurde erfolgreich angewendet?

Tags: Ösophagusstenose, Therapie

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4 Antworten

  • Ein freundliches Hallo !

    Ösophagus-Stenose - meist bedingt durch Narben von Geschwüren ( Ulkus ) oder Verätzungen der Schleimhaut welche die Speiseröhre verengen. Dies kann starke, krampfartige Schluckbeschwerden mit Druck- und Würgegefühl zur Folge haben; das Atmen kann schmerzen oder sogar behindert sein.

    Auch eine Sklerodomie kann eine Speiseröhrenverengung nach sich ziehen ( äußerst selten ). Weitere Ursache: Leberzirrhose.

    Folgen: Blutungen aus der Speiseröhre. Bei Stauungen im Bereich der Pfortader bilden sich Krampfader in der Speiseröhre (Ösophagusvarizen). Wenn diese zu hohem Druck ausgesetzt sind, können sie bersten. Blutungen aus der Speiseröhre (hellrotes Erbrechen) sind ein Notfall. Die Varizen müssen sofort verödet werden. Bis zu 50 % aller Zirrhosekranken sterben an Varizenblutungen mit nachfolgendem Leberkoma.

    Welche Behandlungen sind möglich?

    Dies richtet sich nach dem jeweiligen Stand der Erkrankung. Z. B. eine Bougierung (eine Dehnung der Speiseröhre) Bei Narbenbildung oder Verengung nach einer Verätzung ist oftmals eine OP notwendig. Hierbei muß das erkrankte Stück entfernt- ( Ösophagusresektion ) und durch ein Stück des Dickdarms ersetzt werden ( Coloninterposition ). Ein schwieriger, risikoreicher Eingriff.

    m.fr.Gr. - Inheil

    geschrieben von Inheil Male vor mehr als 3 Jahren (22.03.2009 09:10)

  • Lieber Inheil,

    danke für die liebe Antwort., wie war sehr informativ.

    Kennen Sie eine Klinik, die erfolgreich die zuletztgenannte OP durchgeführt hat oder durchführt?

    Ich pürriere sämtliche Speisen, auch obst und Salat. Das kann mein Mann schlucken.

    Die Stenose hat er, seitdem ihm ein Sengstaken-Ballon gesetzt wurde und vermutlich der Druck nicht regelmäßig gesenkt wurde, so wie es in Deutschland gemacht wird. Zunächst war die Speiseröhre mit fibrotischem Gewebe versehen, dies bildete sich mit Bepanthen-flüssig langsam zurück. Der Durchgang beträgt nur noch 5 mm.

    liebe Grüße

    Kikikacke



    geschrieben von kikikacke vor mehr als 3 Jahren (22.03.2009 11:13)

  • Ich habe eine Verengung oben in der Speiseröhre, ca. 50 Prozent im Duchmesser. Dies hat Schluckbeschwerden zur Folge. Z.B. bleibt eine Pille oder ein Apfelstückchen stecken. Diese müssen dann hinuntergewürgt oder ausehustet werden. Habe gehört, dass man dies mit Durchschneiden des örtlichen Muskels(Schwächung) bzw. mit Ballonmethode beheben kann. Was sagen Sie hierzu?

    Gibt es ähnliche Fälle?

    geschrieben von kurikuri vor mehr als 2 Jahren (30.05.2009 11:49)

  • Ich habe nach Suicidversuch mit Lauge zwei dicht schliessende Narben in der Speiseröhre die erfolgreich mit Bougierung aufgedehnt werden konnten. Nach dem ich anfänglich noch nicht einmal kleine Krümmel schlucken konnte, sondern nur Flüssigkeit, kann ich mittlerweile nach fast 2 Monaten wöchentlicher Weitung schon wieder kleine Stückchen Fleischmnach gutem Kauen schlucken. Ich werde in der Endoskopie des Johanna-Etienne- Krankenhaus in Neuss behandelt. Ich bin bisher absolut zufrieden.

    geschrieben von juppes vor etwa 1 Jahr (02.02.2011 21:36)

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