Wer hat einen Eingriff an der Prostata hinter sich und kann mir seine Erfahrungen weitergeben?

geschrieben von enquirer vor mehr als 3 Jahren (10.05.2009 16:14) - Andere Fragen in diesem Monat

Wer hat einen Eingriff an der Prostata hinter sich und kann mir seine Erfahrungen weitergeben?

Tags: fotoselektive Vaporisation

Diese Frage wurde 3411 mal angesehen.

  • Bewertung: 3.0 von 5 (10) Ihre Wertung:  
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

8 Antworten

  • Ich bin zwar gerade erst 29 geworden und habe damit Gottseidank noch keine eigenen Erfahrungen mit Prostataproblemen, aber ich bin Wissenschaftler und beschäftige mich mit meiner Arbeitsgruppe mit der Entwicklung neuer Antitumormittel gegen Hirntumore und Brustkrebs.

    Was ist denn genau Ihr Problem? Eine gut- oder bösartige Prostatavergrößerung? Die bisherigen Therapiemethoden beim Prostatakarzinom sind alle mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden, auch wenn das Ärzte gern herunterspielen. Von einer Bekannten hat ein 75-jähriger Onkel durch eine neuartige Laserbehandlung Löcher in der Harnblase und im Darm bekommen, so dass zuerst Blut und irgendwann auch Kot durch den Penis austraten. Die Ursache wurde wochenlang nicht gefunden. Nun können die Ärzte die Löcher nicht mal wieder verschließen. Er hat schließlich eine Bauchraumentzündung bekommen, musste Notoperiert werden und alle inneren Organe und der Bauchraum desinfiziert werden. Ein absoluter Horror! Ich will Ihnen nicht Angst machen, aber die Wahrheit sieht bei dieser Erkrankung leider oft anders aus, als es schöne Hochglanzbroschüren beim Arzt weis machen wollen. Welche Therapie hat Ihnen denn Ihr Urologe vorgeschlagen? Ggf. sollte man vielleicht erstmal zuwarten und aktiv beobachten?

    Falls Sie es noch nicht wissen und nicht schon selbst getan haben, empfehle ich Ihnen dringend: Trinken Sie täglich früh 30 min. vor dem Frühstück und 30 min. vor dem Abendessen eine große Tasse (250 mL) Tee vom kleinblütigen Weidenröschen. Diese Pflanze ist ein altbewährtes Naturheilmittel (durch Maria Treben wieder bekannt gemacht) und hilft hervorragend bei allen Arten von Prostataerkrankungen, auch bösartigen Tumoren. Ein Verwandter von mir (91 jähriger Großonkel), konnte sich durch diese Teekur eine OP vor 20 Jahren ersparen und hat bis heute keine Beschwerden. Sein Urologe war völlig erstaunt. Ob es immer solche Wunder wirkt, weiß ich nicht, aber es wird in jedem Fall die Beschwerden deutlich senken und schaden kann es auf keinen Fall. Auch nach einer OP soll es helfen, die postoperativen Schmerzen und das Brennen beim Wasserlassen zu beseitigen. Also gehen Sie bitte morgen in die Apotheke und holen sich kleinblütiges Weidenröschen. Vielleicht trinken Sie noch 1-2 Tassen zusätzlich über den Tag verteilt. Ich hoffe, dass es bei Ihnen maximale Wirkung entfaltet.

    Schreiben Sie mir gerne, wie Sie behandelt werden sollen.


    geschrieben von Tox01 Male vor mehr als 3 Jahren (21.05.2009 13:54)

  • Ich habe vorhin nicht gesehen, dass als Stichwort Photoselektive Vaporisation da steht. Diese Methode soll ja gegenüber der als Goldstandard eingesetzten TURP große Vorteile haben. Ich glaube diese Lasermethode war es, von der meine Bekannte erzählte. Das es dann zu solchen drastischen Komplikationen gekommen ist, ist vielleicht eine seltene Ausnahme und vermutlich stark vom Operateur und seinen Erfahrungen abhängig.

    Ich wünsche Ihnen viel Glück bei der Behandlung mit dieser Therapie. Aber probieren Sie trotzdem den Tee aus, denn wie bereits oben gesagt, bei meinem Verwandten hat es zum Erstaunen seines Urologen keine Probleme mehr gegeben.

    geschrieben von Tox01 Male vor mehr als 3 Jahren (21.05.2009 15:25)

  • Erstens vielen Dank für die interessante und ausführliche Antwort. Übrigens bin ich auch erst 30, die Frage bezieht sich auf meinen Vater. Er hat die gutartige Prostatavergrößerung. Eigentlich stört es ihm nicht, außer dass er nachts aufstehen zum Wasserlassen muss. Aber da das Adenom sehr groß ist, und er auch nicht junger wird (bald 69) wurde es ihm eine OP empfohlen. Es wurde ihm schon dreimal eine Biopsie gemacht, und nichts Bösartiges gefunden, es besteht trotzdem ein Risiko, dass es Krebszellen vorhanden sind. Das mit fotoselektiver Vaporisation hat er deswegen inzwischen anders überlegt, und sein Urologe hat es ihm auch abgeraten, weil es nach der Vaporisation keine Bereiche zum Prüfen bleiben. Also wird ihm die TURP gemacht. Das über die Tee vom kleinblütigen Weidenröschen hat er schon ausprobiert (das wusste er bereits aus dem Buch von Maria Treben „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“, aber, wie gesagt, da er keine Beschwerden hat, ist es schwer zu sagen, ob es geholfen hat. Wie lange muss man das trinken, bis man sieht, ob das geholfen hat? Haben Sie vielleicht auch Kenntnisse über die TURP? Es wäre natürlich schön, wenn er ohne chirurgische Eingriffe auskommen könnte, aber ist das nicht riskant, zu lange zu warten?

    geschrieben von enquirer vor mehr als 3 Jahren (22.05.2009 15:25)

  • Da ich kein Arzt, sondern Chemiker bin, kann ich natürlich nicht sagen, was am besten für Ihren Vater ist.


    Mein Großonkel hat das kleinblütige Weidenröschen damals sofort nach Diagnosestellung angefangen zu trinken und den OP-Termin erstmal herausgeschoben. Nach ca. 6 Monaten war dann eine Behandlung nicht mehr notwendig. Seitdem trinkt er zur Sicherheit mindestens einmal täglich (nunmehr gut 20 Jahre) diesen Tee und hat wie gesagt keine Probleme, auch nicht beim Wasser lassen. Das Weidenröschen enthält einen ganzen Cocktail an Wirkstoffen, die allerdings in niedriger Konzentration in der Pflanze vorliegen. Genaue Untersuchungen gibt es bis heute nicht, aber insbesondere das β-Sitosterin soll eine benigne Prostatahyperplasie wie sie Ihr Vater hat, unterbinden. Das ebenfalls enthaltene Quercetin wirkt als Radikalfänger, d.h. es verhindert die radikalische Oxidation von DNA-Strängen, wodurch sonst Mutationen und schließlich Krebs ausgelöst werden. Ich denke deshalb, dass der Tee über eine sehr lange Zeit getrunken werden muss, um eine entsprechende Wirkung zu entfalten. Zur Sicherheit bis ans Lebensende. Gerade zu Anfang sollte man ruhig bis zu 4 Tassen täglich trinken. Förderlich ist zudem, auf Alkohol zu verzichten und sich gesund zu ernähren. Eine ähnliche Wirkung aufgrund der darin enthaltenen Phytosterole haben Kürbiskernextrakte. Auch diese wirken nur langfristig, da sie ebenfalls auf pflanzlicher Basis sind. Meines Wissens gibt es aber auch medikamentöse (synthetische) Mittel die Vergrößerung zu behandeln. Sogenannte Steroid-5α-Reduktase-Inhibitoren verhindern die Isomerisierung von Testosteron zu Dihydrotestosteron. Hat denn Ihr Vater schon mal irgendwelche Medikamente diesbezüglich vom Urologen bekommen?


    Bei der TURP wird das Gewebe "abgehobelt", so dass man hinterher die "Gewebespäne" auf bösartige Zellen untersuchen kann. Auch diese Technik hat viele Nebenwirkungen, die man u.a. im Internet nachlesen kann.


    Krebs ist sehr kompliziert, bei jedem Menschen verläuft er anders. Es ist daher schwer etwas zu raten. Tatsache ist, bis jetzt wurde bei Ihrem Vater bei einer Biopsie und nachfolgender histopathologischer Untersuchung nichts bösartiges gefunden. Es ist bis heute wissenschaftlich nicht erwiesen, ob sich aus einer benignen Prostataerkrankung eine maligne, also Prostatakrebs entwickeln kann. Daher ist das Vorliegen eines großen Adenoms noch kein eindeutiger Grund für die Gefahr einer Zellentartung. Ich muss mich da nochmal genau informieren, aber ich meine, dass die Proliferation von Prostatakarzinomzellen relativ langsam ist, d.h. im Falle eines Krebses würde der langsam wachsen. Das Prinzip des aktiven Beobachtens müsste in solchen Fällen wie bei Ihrem Vater am besten geeignet sein, da kein dringender Verdacht auf einen Krebs vorliegt. Aber wie gesagt, ich bin kein Arzt!!!


    Ich ganz persönlich würde mich solange es geht, nicht operieren lassen und es erstmal mit verschiedenen pflanzlichen oder synthetischen Wirkstoffen versuchen. Chirurgische Eingriffe sind schließlich das allerletzte Mittel.

    geschrieben von Tox01 Male vor mehr als 3 Jahren (24.05.2009 00:54)

  • Hallo Tox01,

    wissen Sie, wie Groß die Prostata von Ihrem Großonkel war? Ist die tatsächlich kleiner geworden?



    geschrieben von enquirer vor mehr als 2 Jahren (05.06.2009 00:33)

  • Hallo enguirer,

    da man den Großonkel operieren wollte, vermute ich, dass die Prostata schon recht groß war. Ich werde ihn aber nochmal genau ausfragen und melde mich dann wieder.

    geschrieben von Tox01 Male vor mehr als 2 Jahren (06.06.2009 11:07)

  • So, ich habe nochmal ausführlich mit meinem Großonkel geredet:


    Bei ihm wurde mit Mitte 60 eine gutartige Vergrößerung der Prostata festgestellt, die zunächst beobachtet wurde, aber nach einigen Jahren (so mit ca. 70) operiert werden sollte. Das wollte er allerdings nicht, da es nach einer Prostata-OP immer Probleme gibt. Er trinkt seitdem ganz konsequent den Weidenröschentee zweimal täglich (wie von Maria Treben empfohlen). Aber zusätzlich nimmt er bis heute dreimal täglich eine Kapsel Harzol ein! Dieses enthält ß-Sitosterin, also denselben Inhaltsstoff wie das Weidenröschen, nur in höherer Konzentration.


    Der Urologe hat ihm jedes Mal geraten, sich doch operieren zu lassen, aber er konnte kein weiteres Wachstum und vor allem keine Verhärtungen der Prostata feststellen. Da die Prostata zwar vergrößert war, aber weich geblieben ist, hat er nie Probleme beim Wasser lassen bekommen, bis heute nicht. Deshalb hat der Urologe auch irgendwann gemeint, dass unter diesen Umständen (Beschwerdefreiheit) keine OP notwendig ist. Das Problem sind offensichtlich Verhärtungen, die zu den bekannten Schwierigkeiten führen und vermutlich auch Krebs befördern. Und genau diese Verhärtungen werden offensichtlich durch das ß-Sitosterin vermieden, welches im Harzol und im Weidenröschen vorkommt. Jetzt könnte man meinen, Harzol alleine ist ausreichend. Aber das Weidenröschen enthält noch diverse andere Wirkstoffe, wie z.B. das Quercetin, welches als Radikalfänger zusätzlich vor Krebs schützt. Daher scheint dieser Tee als Ergänzung sinnvoll zu sein.


    Es gibt widersprüchliche Forschungsergebnisse über die Wirkung der Phytosterole. Einige bescheinigen gute Wirksamkeit, andere nur eingeschränkte Hilfe bei leichter Vergrößerung, wiederum andere bezeichnen die Phytosterole als wirkungslos. In dem konkret vorliegenden Fall hat es aber wirklich geholfen.


    Fazit: Die Vergrößerung ist auch bei meinem Großonkel nicht zurückgegangen, aber Verhärtungen und Krebs sind vermieden worden, wodurch bis heute eine OP überflüssig und er zudem völlig Beschwerdefrei ist. Daher würde ich raten, 3 x täglich eine Kapsel Harzol (10 mg Phytosterol) und zweimal täglich Weidenröschentee einzunehmen. Damit kann man hoffentlich eine Verschlimmerung des Zustandes Ihres Vaters und eine OP vermeiden.

    geschrieben von Tox01 Male vor mehr als 2 Jahren (11.06.2009 01:42)

  • Vielen Dank noch mal für die Information.

    Jetzt trinkt mein Vater wieder diese Weidenröschentee 2 x täglich (wie ich schon erwähnt habe, früher hat er das schon gemacht, aber aufgehört). Es wurde ihm empfohlen, seine OP im Herbst zu machen, mal sehen, wie im Herbst sein Zustand wird, ob er OP brauchen wird oder nicht.

    geschrieben von enquirer vor mehr als 2 Jahren (24.06.2009 14:06)

Antwort schreiben

Stern: Diese Felder müssen ausgefüllt werden




© 2007 - 2012 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen