Erfahrungsbericht: Kein Schutz vor Malaria kann lebensgefährlich sein

Was ist zuerst passiert?
Reise nach Südost-Asien geplant
Wann ist es passiert?
vor zwei Jahren
Was ist sonst passiert?
Schutz vor Mückenstichen
Wie endete es?
keine Malaria bekommen

Hallo imedo,

ich war vor zwei Jahren in Südost-Asien unterwegs und zwar als Backpacker in vielen verschiedenen Ländern. Neben Thailand, Laos und Kambodscha standen auch einige Inseln Indonesiens auf dem Programm. Weil in diesen Regionen die Malariagefahr akut und nicht zu unterschätzen ist, habe ich mich im Vorfeld ordentlich belesen, um mich während meines mehrmonatigen Trips keinen unnötigen Risiken auszusetzen. All meine Erfahrungen die ich gesammelt habe, wollte ich mal in einen kleinen Text packen, um zukünftigen Reisenden etwas Arbeit zu ersparen.

Malaria ist nicht gleich Malaria

Ich fange am besten mal mit den verschiedenen Malaria-Typen an, denn Malaria ist nicht gleich Malaria. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Malaria: die Malaria tropica, die Malaria tertiana und die Malaria quartana. Grob gesprochen ist die Malaria tropica die gefährlichste, weil diese auch zu neurologischen Komplikationen führen kann. Die beiden anderen Typen werden eher zu den „gutartigen“ Formen gezählt, weil diese weniger lebensgefährlich sind und in der Regel gut therapiert werden können.

Die böse Malaria-Mücke

Spannend ist natürlich die Frage, wie man sich Malaria einfängt. Als Hauptüberträger gilt die Anopheles-Mücke (Malaria-Mücke), die den Malaria-Erreger in sich trägt. Genauer gesagt, gibt es mehrere Erreger, die eben auch unterschiedliche Typen von Malaria auslösen. Zu den Erregern zählen das Plasmodium falciparum, und Plasmodium malariae und andere. Das erste verursacht Malaria tropica. Das heißt also, dass dieser Erreger auch der gefährlichste ist, weil er die gefährlichste Malaria-Variante überträgt.

Andere Arten, sich Malaria zu holen, sind extrem selten. Dazu zählen die Bluttransfusion und die Übertragung einer Schwangeren auf ihr Ungeborenes. Aber letzteres kann auch nur passieren, wenn der Mutterkuchen verletzt wird.

Malaria kann anfangs wie eine normale Erkältung aussehen

Mit welchen Symptomen haben Malaria-Patienten zu kämpfen? Nun, die richten sich ein bisschen nach der Malaria-Art, von der man befallen ist. Im Allgemeinen aber handelt es sich um Fieber, Schüttelfrost, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Kopfschmerzen. Bei der Malaria tropica kann es auch zur Anämie (verminderte Zahl der roten Blutkörperchen) kommen, die zur typischen blassen Zunge führt. Ganz interessant ist, dass die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit, von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Monaten dauern kann. Das hängt hauptsächlich vom Malaria-Typen ab.

Heilungschancen?

Wie bereits erwähnt, werden die Malaria tertiana und die Malaria quartana zu den gutartigen Formen gezählt, die theoretisch sogar ohne Medikamente abheilen könnte, was aber nicht zu empfehlen ist. Eine medikamentöse Therapie ist in jedem Fall zu raten. Schwieriger und auch wichtiger ist die Behandlung von der Malaria tropica. Wird diese nicht rechtzeitig erkannt bzw. nicht behandelt, führt diese Form der Malaria meist zum Tod. Daher gelten in Deutschland auch strenge Richtlinien bei Verdacht auf Malaria. Jeder Fall, der auch nur im geringsten nach Malaria aussieht, gilt so lange als Malaria, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Mit diversen Medikamenten kann man die ausgebrochene Malaria heute ganz gut in den Griff bekommen. Zwar wird auch auch schon resistenten Malaria-Erregern berichtet, aber neue Medikamente können noch dagegen steuern.

Malaria gar nicht erst bekommen

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie man sich gegen Malaria schützen kann und sie gar nicht erst bekommt. Eine Impfung gibt es bisher leider nicht auch wen schon lange danach gesucht wird. Daher gilt es, sich vorrangig gegen Mückenstiche zu schützen. Das kann man natürlich am besten mit langärmeliger Kleidung, auch wenn es in den tropischen Gebieten auf die Dauer nervig ist. Man muss eben abwägen. Pflicht sind aber auch Insektenschutzmittel wie Dschungelmilch. Die stinken zwar bestialisch, halten stechende Viecher auf sichere Distanz. Leider auch hübsche Ladies. :-(

In einigen Gebieten (vor allem Afrika) ist eine Chemoprophylaxe empfehlenswert, weil dort die Übertragungsgefahr besonders hoch ist. Einige der Medikamente haben aber starke Nebenwirkungen. Daher ist vorher unbedingt mit einem Arzt zu sprechen, der sich mit Tropenkrankheiten auskennt.


So, wenn euch mein Text gefallen hat, freue ich mich natürlich über euer Feedback. Kommentare jeglicher Art nehme ich immer gern in Empfang. Eine sichere Reise und kommt gesund wieder zurück!


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Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 3 Jahren

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