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Erfahrungsbericht: Dengue-Fieber – ein echter „Knochenbrecher“
- Was ist zuerst passiert?
- ich will nach Venezuela, Kolumbien und Ecuador reisen
- Wann ist es passiert?
- nach dem Ende meines Zivildienstes
- Was ist sonst passiert?
- Reisevorbereitungen
- Wie endete es?
- ich hoffe, ich werde gesund zurückkommen
Hi Leute,
nach meinem Zivildienst plane ich in Südamerika herum zu reisen. Neben Venezuela und Kolumbien steht auch Ecuador auf dem Programm. Ich habe mich mal eingehend über die notwendigen Schutzimpfungen für diese Länder erkundigt. Auf jeden Fall ist eine Gelbfieber-Schutzimpfung empfehlenswert. Es ist zwar nicht Pflicht, aber ohne würde ich nicht fahren, um ehrlich zu sein. Auch eine Cholera-Impfung ist empfehlenswert. Ja, so etwas gibt es tatsächlich. Die hygienischen Bedingungen in diesen Ländern sollen ja nicht so super toll sein. Das gibt dann schnell mal 'nen flotten Otto (zu deutsch: Durchfall). Hepatitis A und B habe ich sowie so schon, würde es aber machen lassen, wenn ich die noch nicht hätte. Tja, gegen Malaria kann man sich ja leider nicht impfen lassen. Da bleibt nur zu hoffen, dass man von keiner Mücke gestochen wird, die Malaria überträgt.
Bei meiner Recherche bin ich auch auf eine andere interessante Krankheit gestoßen. Habt ihr schon mal vom „Knochenbrecher-Fieber“ gehört? :-) Ich jedenfalls nicht. Na, vom Dengue-Fieber hatte ich schon eher gehört. Auch wenn nur so beiläufig. Ich wusste nicht so richtig was damit anzufangen. Und deshalb dieser Bericht hier. Ich dachte mir, ich packe mal ein paar Infos zusammen und stelle sie hier ein.
Das Dengue-Fieber wird durch den Dengue-Virus verursacht, der wiederum durch Stechmücken übertragen wird. Wie die genau heißen, konnte ich leider nicht herausfinden. Vielleicht weiß das einer von euch? Somit wird das Dengue-Fieber auch als Infektionskrankheit bezeichnet.
Bei erfolgter Infektion mit dem Virus durch die Mücken treten i.d.R. ein paar Tage danach Krankheitssymptome auf. Die semi-gute Nachricht ist, dass in der großen Mehrheit der Fälle (so rund 90 Prozent) das Dengue-Fieber nur das Ausmaß eines grippalen Infektes annimmt. Die Chancen stehen also gar nicht so schlecht, mit dem Schrecken davon zu kommen. Die eher schlechte Nachricht ist, dass in den restlichen 10 Prozent der Fälle die Symptome um einiges schwerwiegender sind. Zum einen kommt das Fieber dann mit einer ziemlichen Heftigkeit und klettert meist gleich auf 40 oder sogar 41 Grad. Schüttelfrost sowie Gelenk-, Glieder-, Kopf-, und Muskelschmerzen kommen auch dazu. Das ist übrigens der Grund, warum das Dengue-Fieber auch als Knochenbrecher-Fieber bezeichnet wird. Weitere Namen sind übrigens Sieben-Tage-Fieber und Polka-Fieber. Ganz klassisch ist dann auch ein komischer bitterer Geschmack im Mund, der an Metall erinnert. Dann geht wohl das Fieber zurück, kommt aber nach kurzer Zeit wieder und bringt einen Hautausschlag mit sich, der am ehesten mit den Masern verglichen werden kann. Die Erholungsphase dauert meist mehrere Wochen. Die wiederum gute Nachricht aber ist: Tödlich ist das Dengue-Fieber nur in ganz seltenen Fällen. Wahrscheinlich dann, wenn schon einen Vorschwächung des betroffenen Patienten besteht. Anscheinend sind auch Kinder sehr gefährdet. Krass ist, dass das Fieber manchmal sogar mit inneren Blutungen einhergeht. Allerdings muss man dann schon mal eine vorherige Infektion mit dem Dengue-Virus gehabt haben.
Eine richtig wirksame Medizin gibt es offensichtlich noch nicht. Impfen ist eben leider, leider nicht möglich, weil es wohl vier leicht unterschiedliche Dengue-Virentypen gibt. Wenn es einen erwischt hat, dann helfen nur symptomlindernde Medikamente. Und hoffen, dass es schnell vorüber ist. Schützen kann man sich nur, in dem man Acht gibt, nicht von Mücken gestochen zu werden. Da die Stechmücken, die das Dengue-Fieber übetragen, tagaktiv sind, heißt es nicht nur am Abend die Insektenabwehr zu aktivieren, sondern auch tagsüber darauf zu achten, dass die Biester keinen Angriffspunkt finden können.
Ich hoffe, ich bleibe bei meinem bevorstehenden Trip verschont und komme heil wieder zurück. Wie auch immer: Ich lass es euch wissen!
Bis dahin!
Steffen
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Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 3 Jahren
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