Erfahrungsbericht: Pocken - eine durch Impfung ausgerottete Plage

Was ist zuerst passiert?
erste Symptome, welche den Pocken entsprechen
Wann ist es passiert?
Aufzeichnungen im Alten Testament
Was ist sonst passiert?
verstärkte Impfung in der Mitte des 20. Jahrhunderts
Wie endete es?
letzter dokumentierter Fall von 1977

Ein Pharao verstarb daran, im Alten Testament tauchen die Symptome mehrfach auf, im römischen Reich nach Christi nutzte sie die Verstädterung aus, die Kreuzritter schleppten sie weiter, die Seefahrer luden sie mit in die Neue Welt ein und töteten teils nicht ganz ungewollt viele Eingeborenenstämme. Mozart, Beethoven hatten sie, viele Könige und Königinnen mussten ihre Heiratspläne der Familie öfters überdenken, weil Mitglieder oder Ausgewählte an ihnen verstarben.

Die Pocken,

oder Variola (scheckig, fleckig), Blattern ist eine hochansteckende Infektionsrankheit. Die echten Pocken, werden durch das Variolavirus (Orthopoxvirus variola) übertragen, ein schwächere Ausprägung ist die Variola minor (Alastrim oder mittlere Pocken) durch den gleichnamigen viralen Erreger.

Der Virus verfolgt den Menschen schon seit den ersten Aufzeichnungen. Seine Hartnäckigkeit beruht vor allem in seiner schnellen Verbreitung: Die Übertragung erfolgt sowohl durch Tröpfchen-, Schmier- und Staubinfektion. Der Erreger nistet sich danach unbemerkt 7-11 Tage im menschlichen Körper ein (Inkubationszeit).

Der Krankheitsbeginn der Pocken (Inititalstadium) verläuft dann in 2 bis 4 Tagen mit

gefolgt vom Ausbruchsstadium (Eruptionsstadium) in 6 bis 10 Tagen mit

  • abgestuften Temperaturabfall

  • zentrifugal auftretende Exantheme (starkes Aufblühen der Haut) - sogenanntes Macula-Papel-Pustel-Schorf, im Gesicht lokalisierte Pusteln mit trüben Inhalt).

Danach Abfall der infektiösen Krusten und entstehende starke Vernarbungen im Gesicht (1 bis 3 Wochen).

Vor allem die plötzlichen und langanhaltenden Fieberschübe der Pocken erhöhten die Sterberate (Letalität) der Erkrankung früher u 20% bis 50%. Vor allem auf langen Reisen der Menschen war sie ungemein tödlich oder bei Volksgruppen, welche noch gar keine Antikörper gegen solche Erreger besaßen (Indiostämme in Mittel- und Südamerika).

Auch nach Abklingen der Pockenerkrankung und teilweise immunisierte Menschen, sowie bei den Geimpften konnte ein breites Bild von Hautveränderungen und Symptomen beschrieben werden, welche nicht tödlich, aber dennoch zu unangenehmen Zuständen und vor allem durch die Lokalisation im Gesicht, zu Offensichtlichkeiten führten.

Generell handelt(e) es sich bei den Pocken um eine Viruserkrankung, dass heißt lediglich die Behandlung der Fieberschübe etc. war möglich, eine direkte Behandlung gegen das Virus war und (ist teilweise auch bei anderen Viruserkrankungen heute) nich möglich. Die Lebendimpfung, welche durch die WHO in den 50er, 60er und 1970er weltweit durchgeführt worden ist, rottete jedoch die Pest mit letztem verzeichneten Fall von 1977, entgültig aus. Die Impfung kann man bei vielen Menschen noch an einer kleinen, undefiniert verfärbten Hautnarbe am rechten oder linken Oberarm erkennen. Auch die Lebendimpfung war mit drei Todesfällen auf eine Million Geimpfte nicht gänzlich ungefährlich, was jedoch bei der starken Verstädterung im 20. Jahrhundert bei möglichen Millionen Toten aktzeptiert worden ist.

Die heutige Gefahr von Pocken geht vor allem von einem möglichen Einsatz als biologischer Kampfstoff aus. Da keine Impfpflicht mehr besteht (was bei einem nicht ungefährlichen Impfstoff auch zuträglich ist), existieren daher in vielen Ländern Notdepots, um bei einem erneuten, von Menschen verursachten Ausbruch der Pocken, ein sofortige Immunisierung größerer Teile der Bevölkerung erreichen zu können.

Die Pocken ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, weiter Informationen finden Sie auf den offiziellen Seiten des Robert-Koch-Instituts unter: http://www.rki.de/


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