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Erfahrungsbericht: Zwei Herzen, die nur schwer schlagen, Teil 1
- Was ist zuerst passiert?
- Loch in der Herzscheidewand meines Vater und ein verdickter Herzmuskel
- Wann ist es passiert?
- Vor einigen Jahren wurde das Loch entdeckt - anscheinend angeboren
- Was ist sonst passiert?
- Viele ängstliche Momente
- Wie endete es?
- ...hoffentlich erstmal garnicht!
Hallo,
wie die meisten eigentlich wissen, lebe ich in einer mittlerweile sehr glücklichen Familie. Wir hatten immer wieder ein paar Rückschläge, die uns als Familie aber zum Glück nur noch mehr zusammengeschweißt haben.
Und langsam muss ich aber feststellen, dass nicht nur ich älter werde, sondern auch meine Eltern. Und die Angst, dass einer von Beiden vielleicht nicht mehr "ist", ja, die wächst.
Mein Vater hatte schon immer diverse Wehwechen. An eine der ersten Sachen, die ich mich hinsichtlich seiner Krankheiten erinnern kann, ist sein grüner Star. Immer, wenn wir in den Urlaub fuhren, achteten meine große Schwester und meine Mutter peinlichst darauf, dass er seinen Augentropfen dabei hatte. Früher realisierte ich garnicht, was da denn immer los war...
Heute weiß ich es: Hätte mein Vater damals seine Augentropfen nicht genommen, wäre er auf Dauer erblindet. Und davor hatten meine Schwester und meine Mutter und irgendwann auch ich Angst.
Dann kam die Diabetes. Mein Vater musste viele Tabletten nehmen, sich anfangs sogar spritzen, aber er hatte Glück: Nach einer Kur nahm sehr radikal ab und kleine Wehwechen von früher verschwanden, u.a. sein Bluthochdruck (den er nur noch ab und an hat), seine Gicht (ok, auch heute, nachdem er wieder zugenommen hat, hat er ab und an Anfälle - allerdings viel seltener!) und sein grüner Star. Über letzteres waren alle sehr glücklich, weil es damals immer mit einer peinlichst genauen Tropfeneinnahme einherging.
Mein Vater musste sich aber dank der Diabetes viel regelmäßiger untersuchen lassen... Ich weiß daher nicht, was zuerst rauskam: Ob es jetzt der Loch in der Herzscheidewand - das angeblich von Geburt an dort gewesen sein soll - oder der verdickte Herzmuskeln. Mh, irgendwann kam dann auch der Anruf: "Chrisi, dein Vater hatte einen Herzinfarkt, hat es aber noch rechtzeitig gemerkt." Im Krankenhaus stellten sie dann fest, dass es an seinem verdickten Herzmuskeln lag, d.h. solange dieser existiert, ist die Gefahr eines zweiten Herzinfarktes nahe.
Eine Operation würde dem aber Abhilfe bereiten. Aber mein Vater und die ganze Familie hat Angst. Das Risiko: Bei dieser OP wird ein kontrollierter Herzinfarkt herbeigeführt, der zum Absterben des verdickten Herzmuskels beitragen soll - wie genau das funktioniert: keine Ahnung. Mein Vater redet nicht sehr gerne darüber, da er ein sehr ängstlicher Mensch ist, was Krankenhäuser, Spritzen und Blut oder ähnliches angeht. Die Operation hat er bis heute abgelehnt.
Ich weiß noch, wie vor einem Jahr meine Mutter anrief und sagte, dass mein Vater schon wieder im KH ist... Da wurde mir das zum 1. Mal richtig bewusst, wie schnell es gehen könnte und wie hilflos vor allem meine Mutter ohne ihn wäre.
Seitdem sorge ich mich wirklich sehr. Wenn ich da bin, achte ich auf sein Essen, dass er sich ein wenig bewegt und überlege, ihm einen Hund zu schenken, damit er sich regelmäßig bewegt.
Nun ja, und das ist erstmal Teil 1...
Stichworte (Tags): Diabetes, grüner Star, Herzinfarkt, Herzscheidewand Loch
Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 3 Jahren
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