Liebe Hypo,
Du tust mir sehr leid. Ich kann dieses Gefühl - diese Fassungslosigkeit sehr nachempfinden. In meinem Leben ist mir der Tod von sehr nahestehenden Menschen nun schon drei Mal begegnet und es ist schlicht schwer. Und es ist fast unmöglich - das in Worte zu packen. Alles, was einem Menschen sonst so begegnet im Leben - wird irgendwie so "unwichtig" im Angesicht des Todes. Und es wird einem auch mit einem Schlag klar - dass hier das krasse Ende ist - man ist an jener Stelle angekommen - an der man wirklich nichts mehr tun kann. "Ohnmacht" ist da wohl das richtige Wort.
Doch eines ist immer richtig: Weinen - wenn man weinen muss. Es ist die einzige Möglichkeit des Körpers, den Schmerz herauszulassen, wenn er ihn nicht mehr aushält. Immer wieder gibt es auch bei mir Momente, da fange ich einfach an zu weinen. Momente, die einfach erinnern. Mein Freund war 36, als er starb vor gut 8 Jahren. Meine Schwester war 48 als sie gehen musste vor 6 Jahren. Und mein Papa starb vor gut 14 Jahren. Und immer wieder kommen Momente der Erinnerung, die das einfach auslösen - tiefe Traurigkeit - Tränen - ich glaube, das hört nie auf. Und doch habe ich eines mit der Zeit spüren können - Es verändert sich doch etwas in den Gefühlen - und ich spüre die schönenen Erinnerungen wieder - wenn sie auch Tränen auslösen - die schönen Gefühle bei schönen Erinnerungen kommen wieder. Gemischt zwar mit Schmerz, und doch gleichzeitig sehr tröstend. Habt keine Angst - Schmerz und Trauer können lange Vieles verschütten, doch dann spürt man auch wieder das, was man haben durfte - auch wenn man es verlieren musste. Ich wünsche Euch Beiden, liebe Hypo und liebe eyes, viel Kraft und Mut für die Zukunft. Ganz liebe Grüße