Erhöhen Sie Ihre Reichweite und Patientenkontakte.
Erfahrungsbericht: Bleivergiftung durch Marihuana und Kiffen
- Was ist zuerst passiert?
- Jimmy hat sich Ganja von der Straße gekauft
- Wann ist es passiert?
- 2007 / 2008
- Was ist sonst passiert?
- Jimmy hat eine Bleivergiftung bekommen
- Wie endete es?
- noch nicht ganz klar
Bleivergiftung durch Marihuana und Kiffen
Ey Leutz, ich muss euch jetzt mal voll die krasse Geschichte rüberbringen. Was hier im chilligen Städtchen Leipzig passiert ist, ist echt so oberhammer extrem, dass ich einfach darüber schreiben muss. Stellt euch mal vor, hier gibt’s tatsächlich Leutz, die unser gutes Ganja (für nicht-eingeweihte, das ist Marihuana) ganz schädlich strecken, um mehr Kohle, also Schotter zu machen. Von Sand im guten und zerbröselten Ganja hatten wir ja schon gehört. Aus dem Grund haben meine Kumpelz und ich immer nur bei einer altbekannten und vertrauenswürdigen Quelle gekauft. Aber im letzten Jahr ist einem Bekannten (nennen wir ihn Jimmy) von mir der GAU passiert. Weil er kein Marihuana mehr hatte und die eigentliche Quelle kurzzeitig versiegt war, ging er auf die Straße und besorgte sich dort ein paar Gramm. Nicht weiter wild, dachte er. Das wird schon mal gehen. Und es war sogar etwas billiger als üblich. Darum kaufte er gleich was mehr. Dass das Teufelszeug jedoch nichts wert war, stellte sich dann hinterher raus.
Über zwei oder drei Wochen rauchte Jimmy seinen neuen Stoff, von dem ich zum Glück nur ein einziges Mal probierte. Er gehört halt zu den Kiffern, die es halt öfters brauchen. Er ist schon ein krasser Kiffer, der Jimmy. Kiffen macht Spaß, sagte er immer und er verträgt eine Menge Spaß. Wir habe uns dann immer alle halb kaputt gelacht, wenn er solche Sprüche losließ. Seine Gesundheit war ihm schon wichtig. Aber genau deshalb kiffe ich ja, meinte er immer. :-) Als Sucht hat er das nie angesehen. Schon ein krasser Typ, der Jimmy. Dafür kiffen legal zu machen, war er sowieso.
Aber nach so zwei oder drei Wochen hatte Jimmy immer häufiger eine blasse Haut, so ganz heftige Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe. Und mit der Verdauung wollte es auch nicht mehr so richtig klappen. Erst schob er das auf die Jahreszeit (es war November), aber nachdem wir ihm dann länger gut zuredeten, ging er dann doch mal zum Arzt, um sich durchchecken zu lassen. Der Doc stellte anfangs nur einen langsameren Puls aber einen hohen Blutdruck fest. Die Symptome wären auch recht unspezifisch. Aber der Bluttest, den der Arzt veranlasste, brachte dann die Wahrheit raus. Bleivergiftung! Krass! Wie kann denn das sein, fragten wir uns alle. Doch der Arzt wusste schon die Antwort. Es habe in letzter Zeit ganz viele Fälle von Bleivergiftung gegeben. Und eines hätten alle gemein: Sie habe gekifft. Bleivergiftung durch Kiffen! Davon hatte noch nie jemand von uns gehört. Angeblich war zu der Zeit viel kontaminierter Stoff im Umlauf. Mit Blei versetztes Ganja – wo gibt’s denn so etwas, dachten wir uns alle. Doch nicht in Leipzig. Aber so war es dann doch. Irgendwelche skrupellosen Banditen hatten tatsächlich unser gutes Ganja mit Blei gestreckt. Die Auswirkungen auf die Gesundheit der Konsumenten war ihnen egal. Die Wirkung des gestreckten Marihuanas war verheerend. Der Arzt wies Jimmy sofort ins Krankenhaus ein. Dort sollte er komplett durchgecheckt und erste Maßnahmen ergriffen werden. Doch mögliche Folgeschäden sind nicht auszuschließen. Die Wörter Blutarmut sowie Hirnschädigung und Nervenschädigung fielen. Mit einer chronischen Bleivergiftung nach so viel Konsum sei nicht zu scherzen. Um am schlimmsten ist wohl, dass die Nieren auch ganz krass überfordert sind. Im Extremfall kann das lebenslang Dialysegerät bedeuten. Uns wurde allen ganz schlecht. Und so was passierte gerade Jimmy, der doch sonst immer voll auf Trab war, wenn es um seine Gesundheit ging.
In der Zwischenzeit hat er sich einigermaßen erholt und die Medikamente, die er bekommen hat, haben ihm wohl auch geholfen. Die Behandlung hat wenigstens etwas angeschlagen. Aber er wird wohl einige dauerhafte Schäden davontragen. Was ist jetzt noch nicht so ganz abzusehen. Leutz, ich kann euch nur sagen, der Stoff an sich ist nicht schlecht. Es ist ja auch in medizinischen Studien bewiesen, dass Ganja weit weniger gefährlich ist als Alkohol. Aber was richtig böse ist, ist gestrecktes Marihuana von geldgeilen Dealern, die nur den schnellen Euro machen wollen. Ich habe mich hier hingesetzt und den Text geschrieben, um euch zu warnen. Kauft nicht irgendwelchen Mist von der Straße. Sucht euch vertrauenswürdige Quellen, von denen ihr wisst, dass sie reines Ganja anbieten. Und seid für die Legalisierung von Haschisch und Marihuana, denn wenn es eine staatlich regulierte Abgabe über Coffeeshops wie in den Niederlanden gäbe, würde so was wie in Leipzig nicht passieren.
Peace
rastaman
P.S.: http://www.youtube.com/watch?v=5srEps5AO7I
Stichworte (Tags): Arzt, Bauchkrämpfe, Bauchschmerzen, Behandlung, blasse Haut, bleivergiftung, Bleivergiftung durch Kiffen, blutarmut, Bluttest, chronische Bleivergiftung, Coffeeshops, Dialysegerät, ein paar Gramm, erste Maßnahmen, ganja, gesundheit, Hirnschädigung, hohen Blutdruck, Kiffer, Kiffern, Konsument, krankenhaus, Krass, krasser Kiffer, langsameren Puls, Legalisierung von Haschisch und Marihuana, leipzig, Marihuana, Medikamente, mögliche Folgeschäden, Nervenschädigung, Nieren, Quelle, Stoff, straße, symptome, teufelszeug, Verdauung, wirkung
Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 3 Jahren
Dieser Erfahrungsbericht wurde 2862 mal angezeigt.
Gruppen, in denen dieser Bericht veröffentlicht wurde
Kommentare
Sie müssen sich anmelden, um einen Kommentar zu schreiben. Login
Bisher wurde noch nicht kommentiert.

