- Was ist zuerst passiert?
- ich hatte einen Arbeitsunfall, zuerst war es nur ein Kreuzbandriß und nun sind 14 OP´s am linken Knie
- Wann ist es passiert?
- Das war 1998
- Was ist sonst passiert?
- Sehr viel!
- Wie endete es?
- Es ist eine unendliche Geschichte, die bis heute anhält. Die nächste OP kommt.
Hallo,
ich hatte 1998 einen Arbeitsunfall. Dabei habe ich mir mein linkes Knie verdreht und habe mir das vordere Kreuzband gerissen. Im November 1998 hatte ich im Virchow Klinikum Berlin, die erste OP, es war eine Arthroskopie. Raus kam, der Innenmeniskus mußte entfernt werden, und mein Kreuzband war gerissen. Im April 1999 entschied ich mich dann, es operieren zu lassen, da das Knie hoch gradig Instabil war. Leider ist nach 8 Wochen bei der ersten Nachuntersuchung raus gekommen, daß sich das Kreuzband ausgeleiert hat. Im Januar 2000 entschied man sich dann zu einer Laser OP um das Band zu schrumpfen. Nur leider war der Arzt, der das Kreuzband operierte auf ein Kongreß in Amerika. 2 Tage nach der OP traf ich diesen Artz auf dem Gang im Krankenhaus. Der mir dann sagte, das die OP so oder so nichts bringen würde, da das Band zu sehr ausgeleiert war. Das war dann schon der erste Schock für mich. Leider sollte er recht behalten. Im Juni 2000 mußte dann das Band doch erneuert werden. Zuerst hieß es, es soll ein Körpereigenes Band genommen werden. 1 Tag vor der OP kam der Operateur zu mir, und sagte das ein Spenderorgan einoperiert wird. Ich dachte mir nichts dabei, bin ja schließlich keine Ärztin. Nur leider schon am nächsten Tag nach der OP fingen die Probleme an. Der Verband wurde ab genommen und mein ganzes Bein war Grün, Blau, Gelb. Die Meinung von dem Arzt:Sieht ja aus wie ein Teller bunter Knete. Ich war total schockiert. Doch diesmal versprach er mir, daß das Kreuzband halten würde.Nach 4 Monaten schrieb er mich wieder Gesund. Nur leider hatte ich höllische Schmerzen. Dann krachte mir das Bein mitten auf der Straße zusammen. Ich kam in die Notaufnahme in das Virchow Klinikum. Ein anderer Arzt meinte, das dort wieder kein Band drin sei. Mit absprache der BG, habe ich dann das Krankenhaus gewechselt,und ging ins Unfallkrankenhaus Berlin . Es wurde eine MRT gemacht und dann eine Arthroskopie. Ergebnis: Kein Kreuzband mehr, Die Bohrkanäle waren viel zu tief im Unterschenkel und Oberschenkel und durch die Instabilität habe ich mir mein ganzen Knorpel kaputt gemacht. Außerdem viele freie Gelenkkörper im Gelenk. Ein Stück war so groß wie eine 2€ Münze.Es folgten 2 OP`s. Die erste, die Bohrkanäle auffüllen. Man hat aus dem Beckenkam vorne und hinten Knochenspann entnommen und im Knie eingesetzt. 1/2 Jahr später, Knochenknorpeltransplantation. Entnommen aus der Kniescheibe und wieder ein neues Kreuzband. Dann mußte ich in eine Reha Kinik nach Bad Oeynhausen ( Klinik Sonnengarten), dort wurde das Knie zu sehr überansträngt da man mir vor warf ich würde ja nur simulieren. 3 Wochen in der Klinik krachte es in mein Knie und ich konnte nicht mehr laufen. Noch weitere 3Wochen mußte ich in dieser Klinik verbringen. Zurück mußte ich 1 Woche später wieder im Unfallkrankenhaus Berlin operiert werden. Alles war wieder im Knie kaputt. 8 1/2 Stunden OP für die Katz. Mein Chirurg war stink sauer.Leider traute er sich dann auch nicht mehr an das Knie.Es war hochgradig instabill, verhackte sich ständig so das ich auch des öfteren gefallen bin. 1 Jahr später schickte mich die BG ins Martin Luther Krankenhaus Berlin . Dort wurde eine Umstellungsosteotomie durch geführt. Ich fühlte mich aber von anfang an nicht wohl in dieser Klinik. Man hatte nie einen festen Arzt als Ansprechpartner gehabt. Ich hatte nach der OP höllische Schmerzen. Die Ärzte meinten immer das dies völlig normal sei. Leider ging dann gar nichts mehr und ich bin in die Rettungsstelle ins Martin Luther Krankenhaus. Und man machte endlich ein Ultraschallbild. Und siehe da, die Schrauben von der Osteosyntheseplatte knallten hinten in die Kniekehle rein und ich sollte gleich Notoperiert werden.Toll!Aber ich bin erst am nächsten Tag wieder zur OP gekommen. Aber auch nach dieser Op klappte nichts aber auch gar nichts. Ich mußte dann auch in die Schmerztherapie,ins Unfallkrankenhaus Berlin, da ich zu diesem Zeitpunkt die Schmerzen nicht mehr aushielt. Von dort an begann ich mit Opiate und Morphium! 1 1/2 Jahre später schickte mich die BG und das Unfallkrankenhaus ins DRK Klinikum Westend da ist gesagt worden, daß man an diesem Knie nicht die Umstellungsosteotomie hätte machen dürfen. Es ist dann eine Knieendoprothese geplant worden. Doch bei der ersten OP mußte erstmal das ganze Metall von der Umstellungsosteotomie entfernt werden. 4 Wochen später wurde dann die erste TEP eingebaut. Das ganze Knie mußte wieder gerade geamacht werden wegen der Umstellungsosteotomie. Auch mußten alle Kreuzbänder erneuert werden. Diesmal auch das hintere Kreuzband. Am Anfang war ich sehr zufrieden mit der TEP. Und brauchte sogar eine gewiße Zeit keine BTM Medikamente mehr. Leider hielt das nicht lange an. Es fing richtig an zu knacken und zu rumsen. Und es tat richtig weh. Und ich fing wieder an mit Opiate. Genau 1 Jahr später entschied man sich auch diese TEP wieder auszutauschen. Das war bis heute erstmal die letzte OP. Leider bildete sich auch an dieser TEP eine Verkalkung und so wie es aussieht verabschiedet sich schon wieder das Kreuzband. Und mir schläft immer wieder das ganze Bein ein, wo wir nun am suchen sind, was dies nun wieder sein kann. Es wird noch eine OP folgen.
So, nun geht es doch weiter. Ich liege nun schon seit 5 Wochen im Krankenhaus. Vom Anfang an mal.
Also ich hatte ja meine 2te Knieendoprothese drin, wußte aber ,das mir noch eine OP bevorstehen würde, aber doch nicht solch eine OP.
Am 4.1.2009 mußte ich in die Rettungsstelle vom Unfallkrankenhaus Berlin Marzahn. Es machte aufeinmal Zuhause ganz doll Peng in meinem Knie und schon konnte ich nicht mehr auftreten. In der Rettungsstelle sind dann Röntgenbilder angefertigt worden. Ich weiß zwar nicht warum, aber ich hatte es im Urin, daß irgendetwas nicht stimmen würde. Dann kamen 2 Ärzte, der eine war Dr. Bauwens, der mich dann fragte ob mir mal jemand gesagt hätte, das sich meine Prothese gelockert hätte. Da ist für mich eine Welt zusammen gebrochen.Der eine Arzt wollte mich gleich da behalten, aber der Bauwens sah, das ich fix und fertig war.
Er gab mir dann erstmal 3 Wochen um das alles sacken zu lassen. Danach vereinbarte ich ein Termin in der D-Sprechstunde zur OP Besprechung. Naja, am 17.2.2009 war es dann soweit. Man sagte mir das man die Prothesen Art die da drin war nicht mehr verwenden könnte, da meine Bänder völlig ausgeleiert waren. Man müßte diesmal eine große Prothese nehmen, sprich die rotierende Gekoppelte Prothese. Es fanden erstmal viele Voruntersuchungen statt, so das die OP erst am 21.2.2009 statt gefunden hat.
Was soll ich sagen, um 11.32 bin ich abgehollt worden, und um 0.10 zurück auf Station. Man hat mich im Aufwachraum einfach nicht mehr wach bekommen. Dann sackte mein Blutdruck aufeinmal 40/20 ab, also mehr tod als lebendig. Man spielte mit dem Gedanken mich auf die Intensiv zu bringen. Als ich das so in meinem Tranc mitbekam, fing krampfhaft an meine Augen aufzuhalten.Aber es nutzte nichts. Man brachte mich erst mal auf die Wachstation, dann wieder in einem Aufwachraum, von da dann Gott sei dank zurück auf Station. Doch ich glaube den Schwestern und Pflegern wäre es lieber gewesen sie hätten mich wieder in den Wachraum gebracht. Den aufeinmal sack mein HB Wert in den Keller, der war aufeinmal bei 3,7. Dann mußte es schnell gehen, Blutkonserven, Volumen, Glucose alles in mir rein. Am nächsten Tag ging es mir etwas besser, aber mein Blutdruck war immer noch im Keller. Leider mußten noch 4 weitere Konserven in mir rein, da mein HB Wert immer wieder absackte. Die Ärzte sagten mir, das ich während OP sehr viel Blut verloren habe, und mein Körper es nicht mehr schaffte den Bluthaushalt zu regulieren
Nun geht es mir zwar wieder gut, aber die Beugung gefällt den Ärzten überhaupt nicht. Also, liege ich seit 5 Wochen hier drin, mit einem Schmerzkatheter in der Leiste und kämpfe mit der Beugung. Aber auch das werde ich schaffen.
Nun hat sich wieder viel getan an meinem Knie und ich muß mal den Bericht hier vervollständigen. Nach der Entallsung von der großen TEP,ich lag 6 Wochen drin, wurde leider meine Beugung immer schlechter. Ich hatte dann nur noch eine Beugung von 30 Grad. Also wurde ich ca.8 Wochen später wieder stationär aufgenommen. Man hat dann wieder einen Schmerzkatheter gelegt und wollte es dann mit Krankengymnastik wieder in die Beugung bekommen. Nur lag ich da auf einer anderen Station und mit den Ärzten kam ich ganz und gar nicht klar.
Schon in der Nacht bekam ich höllische Schmerzen in der Leiste wo der Katheter gelegen hatte.Am nächsten Morgen als der Schmerzdienst kam, sagte ich es denen und an der Einstichstelle war auch alles hochgradig entzündet. Man zog das Teil sofort nur da nahm das Übel seinen Lauf. Ich bekam hohes Fieber, mit Schüttelfrost und war nicht mehr ansprechbar. In der leiste bildete sich dann eine riesige Beule. Die Chirurgen machten dann ein Ultraschall und am Anfang war die Beule nur mit Flüßigkeit gefüllt. Man stopfte mich mit Antibiotikum voll, doch kein Antibiotikum half, man bekam einfach mein Fieber nicht in den Griff. Die Beule in Leiste wuchs weiter, so dass mir nun auch mein Oberschenkel anfing zu Schmerzen. Wieder wurde ein Ultraschallbild gemacht, nur diesmal sage der Radiologe, sei es ein beginnender Abzeß.Für die Chirurgen widerrum war es nur ein Hämatom und ich sollte fleißig kühlen. Ca. 1 1/2 Wochen später Morgens zur Visite, ich konnte mein Bein vor Schmerzen gar nicht mehr bewegen, war die Beule so groß und es war dann schon ein Eiterauge zu sehen. Nun wurden die Chirurgen ganz Kleinlaut und wollten aber trotzdem nochmal ein Ultraschallbild haben. der Radiologe schaute mich nur mit großen Augen an, als er die Beule in der Leiste sah. Das einzige was der Radiologe machte, war eine Mail hochzuschicken "Das Teil doch bitte endlich zu entfernen" es handele sich um einen Abzeß der nun auch noch Fistelgänge entwickelt hatte.
Ein paar Stunden später auf dem Zimmer, ich telefonierte gerade mit meiner besten Freundinn" platzte mir das Teil im Bett und die ganze Suppe lief mir über die Beine ins Bett. Mit meinen bloßen Händen versuchte ich es noch zu stoppen, was sich hinter her als falsch herausstellte.
Aufeinmal brach Panik aus, die Oberärzte holten den leitenden Oberarzt und ich wurde sofort Notoperiert. Nach der OP fand ich ich mich im Isoliezimmer wieder.Am nächsten Tag kamen Ärzte zu mir und teilten mir mit, das in dem Abzeß MRSA Keime gefunden wurden, und weil das Teil geplatzt war hatte ich nun diese Untermieter auf meinem ganzem Körper. Ich war begeistert!!!
Leider ging ich auf ein Kompromiß ein, den ich hätte nie machen dürfen. Der Prof. der Klinik kam ca.1 1/2 Wochen nach der OP zu mir und meinte "ich solle Nachhause gehen, da würde sich der Keim von selbst verflüchtigen".Natürlich ging ich nach Hause, nur so einfach war das nicht. Mein Hund mußte zu meinen Eltern,da MRSA auch auf Tiere übertragbar ist und mein Kanarienvogel blieb bei meiner Nachbarin.So war ich 11 Wochen in meiner Wohnung isoliert. Ich hatte da Kontakt aufgenommen mit dem Robert Koch Institut die mir dann eine Broschüre zuschickten wie ich mich als MRSA Patient zu verhalten hatte. In der Klinik sagte man mir, das MRSA für Menschen die keine Immunschwäche haben völlig harmlos sei. Ja, nur mein Vater ist schwer Herzkrank, da fing das Problem schon mal an. Und steht das den Menschen auf der Straße auf der Stirn geschrieben "Ich habe eine Immunschwäche"?Wie z.B. AIDS, Hepatitis usw.Die Keime sind auf allen Flächen (außer Kupfer) sehr langlebig. In Holland hätte man mich mit dem Keim niemals entlassen. Die Holländer haben auch nur eine MRSA Quote von unter 1% in Deutschland wiederrum betragt die Rate über 20%. Weil deutsche Ärzte diesen Keim völlig verharmlosen.
Nur ich besiegte diesem Keim. Nur sagt man leider, wenn man einmal diesen Keim hatte, hat man ihn immer wieder.
Diese Klinik betrat ich nach diesem Vorfall nie wieder! Stationär und D-Ärztlich gesehen. Zur Schmerztherapie ging ich weiter dort hin.
Ich durfte dann endlich in die Klink, wo ich den Chefarzt schon sehr lange aus einer anderen Klinik kannte. Aus der Klinik wo ich den Keim her hatte. Meine Berufsgenossenschaft hatte mit der klink keine Verträge, dehalb durft ich da nicht zur Behandlung. Nur machte ich den Herrschaften klar, dass ich zu keinem anderem Arzt mehr gehen werde aus zu ihm. Ich hatte immer noch eine sehr schlechte Beugung,30 grad, und mir tat unheimlich meine Kniescheibe weh. Er sagte mir, dass die Kniescheibe zu eng auf der Prothese lag und ich nun deshalb einen Arthrose hinter der Kniescheibe hatte. Und meine Beugung war so schlecht wegen einer Arthrofibrose. Er operierte meine Kniescheibe, also Op Nummer 15 ok mit dem Abzeß Nummer 16, und machte nochmal eine Mobilisation, sprich das Knie wurde während der OP mit Gewalt gebeugt.
Leider verschlechterte sich die Beugung wieder zusehends. Und nun gab auch noch mein Muskel seinen Geist auf. Ich konnte meinen Muskel Oberschenkel und Fußheber nicht mehr aktivieren. Und somit mußte ich 2 Wochen nach der Entlassung wieder in die Klinik. Ich wurde dann mit einer Neuromatik Orthese versorgt, eine Ganzbeinorthese mit Fußheber.
Nur ich konnte so einfach nicht leben. Ich konnte und wollte mich mit dem Zustand nicht abfinden. Auch mein Chirurg sagte, dass dies kein Leben sei. Wegen der Schmerzen spritzte er mir nun jede Woche MST in den Oberschenkel, sprich Morphium. Nur mein Knie wurde immer dicker und heißer.Ich wurde von meinem Chirurgen dann nach Murnau in die BG Unfallklink überwiesen, da er sich da nicht mehr ran traute. Dort lag ich nun vom 6.12.2010-10.1.2011. Die große Prothese wurde raus genommen und mein Knie wurde versteift mit einer Brehm Arthrodese.Im Zement wurde ein AB mit eingemischt wegen dem Keim, da man da minimal Keime gefunden hatte.
Das war nun OP Nummer 17.Und man soll es kaum glauben, ich bin fast Schmerzfrei!!!Sollte ich wirklich mal nun etwas Ruhe haben??Nein, im April muß ich wieder nach Murnau, meine Kniescheibe ist irgendwie nach oben gerutscht und sitzt auf dem Knochen und das ich nicht gut, da ich einen Rückflächenersatz habe. Na mal schaun was da nun passiert. Aber trotz allem dem bin ich Schmerzfreier als vorher und, das Wichtigste, ich kann Nachts wieder Schlafen, was ich ja seit fast 2 Jahren nicht mehr konnte. Klar gibt es sehr viele Einschränkungen mit einem steifem Knie aber im Vordergrund steht "weniger Schmerzen zu haben"!So, mal gucken was da nun noch alles hinzu kommt, ich werde weiter berichten
Deswegen heißt es ja auch die unendliche Geschichte mit meinem linken Knie.Das ist mein Erfahrungsbericht
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Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr
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