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Erfahrungsbericht: Windpocken bei Erwachsenen
- Was ist zuerst passiert?
- Kopfschmerzen, Unwohlsein
- Wann ist es passiert?
- ungefähr vo 2 Jahren
- Was ist sonst passiert?
- habe viele rote Pickel bekommen
- Wie endete es?
- gut
Ja auch ich kann einen Beitrag zu den Windpocken leisten. Leider habe ich diese tückische Krankheit auch miterleben müssen.
Windpocken gehören ja zu den Kinderkrankheiten. Aber das auch Erwachsene daran erkranken können, daran denken wohl die wenigsten.
Bei mir war die Gefahr im Erwachsenenalter an Windpocken zu erkranken doch recht hoch, da ich als Kind nicht daran erkrankt war. Aber wer denkt schon ständig daran, wenn er oft mit Jugendlichen zu tun hat und eher weniger mit Kleinkindern. Aber trotzdem kann es passieren:
Eines abends bin ich nach einem schönen Fernsehabend im Jugendclub nach Hause gekommen und völlig fertig in mein Bett gefallen. Ich habe mich sehr ausgezerrt gefühlt und hatte dumpfe Kopfschmerzen. Ich dachte, es sind die ersten Anzeichen einer Erkältung und dachte mir nichts weiter dabei, nur das ich ziemlich genervt war da ich vor zwei Monaten schon mal eine Mandelentzündung hatte. Ich wollte nicht nochmal zu Hause bleiben.
Am nächsten morgen ging es mir nicht besser. Die Aspirin die ich nahm, schaffte auch nur für kurze Zeit Abhilfe, denn ich habe mich den ganzen Tag über schlapp gefühlt. Ich hatte Kopfschmerzen und alles tat mir weh, eben die typischen Symptome für eine Erkältung. Am Abend hatte ich dann Fieber bekommen, das einfach nicht von selbst runtergehen wollte. Da mir ja immer wieder Freunde von mir erzählen, dass das sofortige Tablettenschlucken bei einem Fieberanfall nicht gut ist, habe ich erst etwas abgewartet und habe dann Wadenwickeln gemacht. Es war mir aber um ehrlich zu sein einfach zu blöd, denn ich war so was von erschöpft und wollte sofort das meine Kopfschmerzen und das Glühen meiner Haut weggehen und mich endlich schlafen legen. Daher habe ich doch auf die gute alte Fiebertablette zurückgegriffen. Obwohl ich trotzdem nicht besonders gut schlafen konnte. Als ich morgens aufgewacht bin, habe ich mich kein bischen besser gefühlt. Ich habe nicht nur höllische Kopfschmerzen gehabt und mich malatt gefühlt und die Gliederschmerzen waren auch nicht besser, nein, ich hatte auch noch am ganzen Körper ein Jucken. Da dachte ich mir auch nichts weiter dabei und sah es in keinem Zusammenhang. Es kann ja auch mein Schlafanzug sein, den ich mit neuem Waschmittel gewaschen habe. Dann vertrag ich es vielleicht nicht, dachte ich. Ich ziehe mir also etwas anderes an und gehe ins Bad. Dort schaute ich völlig müde und fertig aus den Augenwinkeln nur ganz kurz in den Spiegel. Denn ich sah mit Sicherheit genauso schlimm aus wie ich mich fühlte, dachte ich. Ich konnte nicht glauben was ich da glaubte zu sehen.
Ich ging näher an den Spiegel und überall in meinem Gesicht waren Pickel! Sie waren sogar am Hals und auf dem Dekoltee. Ich war echt geschockt. Wie konnte ich den so plötzlich so viele Pickel bekommen? Ich überlegte, ob ich vielleicht etwas Bestimmtes gegessen habe, was zu einer Allergie führen kann. Obwohl ich ja eigentlich gegen nichts allergisch bin. Ich konnte es mir nicht erklären.
Sofort bin ich in meine Hose und meinem Pulli gehüpft und bin schnellstens zum Arzt gefahren. Ich war so froh, dass ich ein Auto hatte und mich niemand sehen konnte. Ich sah wirklich aus wie ein Streuselkuchen. Und mein Gesicht hat höllisch gejuckt.
Mein Arzt sagte mir dann, als ich ihn alles geschildert hatte, dass ich Windpocken habe.
Ich überlegte sofort, wo ich in alles in der Welt mir so was angefangen habe. Dann erzählte mir mein Arzt das ich mit jemanden Kontakt hatte der Windpocken hat. Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ein junges Mädchen aus dem Jugendclub in dem ich arbeite hat ein kleines Kind und das war auch erkältet. Das war vor ungefähr 2 Wochen. Ja erkältet- von wegen- ihr Kind hatte die Windpocken. Ich hatte zwar nur kurzen Kontakt mit dem Kind, aber das reicht nach Meinung meines Arztes schon aus. Da ich vorher schon etwas mit den Mandeln hatte, war mein Immunsystem noch angeschlagen und da war es wohl leichtes Spiel für die Windpocken-Viren.
Mein Arzt hat mir Tabletten gegen den immer schlimmer werdenden Juckreiz und gegen die Vermehrung der Viren verschrieben. Dann hieß es noch: zu Hause bleiben, Kontakte zu anderen Menschen vermeiden und schonen, schonen, schonen.
Lieber hätte ich eine Erkältung gehabt. Schon wegen der vielen Pusteln, die sich immer mehr ausbreiteten. Das Jucken verschwand zum Glück relativ rasch, da die Tabletten (die wie Süßstofftabletten aussahen) sehr schnell wirkten.
Das Ende vom Lied ist: aufgrund der Tabletten (eine Salbe für die Haut habe ich nicht genommen, da mein Arzt mir davon abgeraten hat, wegen der Infektionsgefahr) war die Krankheit doch einigermaßen auszuhalten, sie verlief ohne Komplikationen, also Fieberanfällen oder so etwas und ich hatte 3 Wochen „Hausarrest“ und hatte somit viel Zeit für mich um mich zu kurieren. Außerdem bin ich etwas schlauer über die Windpocken.
Stichworte (Tags): Antigene, Antihistaminika, antikörper, Ausschlag, bakterien, Erkältung, Fieber, Immunschwäche, Immunsystem, Impfung, Juckreiz, Kinderkrankheiten, Kopfschmerzen, Krankheitserreger, Medikamente, Pickel, Pocken, Pusteln, Tabletten, Viren, Windpocken
Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 3 Jahren
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