Für meinen Dad...
Liebe Ninico,
Ich kann so gut nachfühlen, was Du mitgemacht hast und wie du gelitten hast. Ich habe so ziemlich das Gleiche mitgemacht, doch hat mein Mann das Krankenhaus überlebt. Er ist jetzt zu Hause, aber jeden Moment kann was mit dem Herzen oder der riesengroßen Krampfader im Magen passieren. Am schlimmsten sind die Nächte, da wache ich beim kleinsten Geräusch auf und stehe sofort neben dem Bett. Das Köfferchen für die Klinik ist immer gepackt.
Auch er war immer gesund und gut drauf. Er kam ins Krankenhaus mit Verdacht auf Herzinfarkt. Dort spritzte man ihm halbstündlich blutverdünnende Mittel, obwohl ich dem diensthabenden Arzt in der Notaufnahme gesagt habe, dass mein Mann extrem hohe Leberwerte und Ösophagusvarizen hat. In der Nacht platzte eine Krampfader im Magen und er wäre fast verblutet. Er spuckte stoßweise Blut übers Bett und das ganze Zimmer. Durch den Schock bekam er einen zweiten Herzinfarkt, schlimmer als der erste. Es folgten 2 Monate Klinik. Künstliches Koma unter Drogen, anschließend Entzugserscheinungen und Halluzinationen. Es war der Horror.
Für Dich kann nur ein kleiner Trost sein, daß Dein Vater nicht mehr länger leiden musste. Wenn Du mit ihm reden möchtest, das kannst Du jederzeit tun. Er hört Dir immer zu. Wenn Du mal einen Rat brauchst, dann bitte ihn um ein Zeichen. Du wirst staunen, wie das klappt. Du wirst das Zeichen indirekt erhalten, indem Dir "zufällig" eine Zeitung oder Fernsehsendung "über den Weg läuft" in der Deine Frage das Thema ist. Oder Du triffst Menschen, die das gleiche Problem haben.
Ich wünsche Dir Kraft und sende Dir ganz liebe Gedanken.
Liebe Grüße
Kikikacke

