- Was ist zuerst passiert?
- Ich konnte nicht mehr Staubwischen, Gardinen abnehmen, Bettwäsche wechseln, Staubsaugerbeutel wechseln
- Wann ist es passiert?
- ist über Jahre schlimmer geworden
- Was ist sonst passiert?
- ich hatte starke Niesattacken bis hin zur Luftnot
- Wie endete es?
- mit einer Beratung beim Arzt und dem Beginn einer dreijährigen Desensibilisierung
ich leide seit meinem 17.Lebensjahr an Heuschnupfen. Der wurde viele Jahre nur mit normalen Nasentropfen behandelt und mit dem Kommentar: Sie haben eben das ganze Jahr Schnupfen, das gibt es. Ich solle halt immer Taschentücher dabeihaben.
Nach meinem ersten Asthmaanfall (1988), der narürlich am Wochenende auftrat, als ich bei meiner Mutter auf dem Dorf war und den ich ohne ärztliche Hilfe durchstand, weil ich der einzige Kraftfahrer war, der mich ins nächste Krankenhaus (30 km weit weg) hätte fahren können. Nachbarn hat meine Mutter morgens um 2:00 Uhr nicht wecken wollen.
Nachdem also und weil es montagmorgen noch beim Abhören bestätigt wurde bekam ich dann ein Notfallmedikament, damals noch in Tablettenform. Die sollte ich dann im Notfall schnell schlucken. Das war sehr schwer, weil ich es nicht schaffte, als ich gut 1 1/2 Jahre später wieder einen Asthmaanfall hatte. Zuerst war ich nur am Räuspern, weil ich das Gefühl hatte, da ist was im Hals, dann fing ich an zu Husten, trocken und bellend. Und das steigert sich dann so weit, das man nicht mehr tief einatmen kann, man bekommt vor Anstrengung Schweissperlen im Gesicht und eine Todesangst, das man ersticken wird. da ist es dann so ziemlich unmöglich auch noch Tabletten zu schlucken und Wasser zu trinken. danach bekam ich dann die unterchiedlichsten Heuschnupfenmedikamente. Die ersten Sorten machten schrecklich müde und morgens hatte man einen ganz ausgetrockneten Mund, so dass ich damals anfing mir eine Flasche Wasser neben das Bett zu stellen. Ich weiß nicht mehr, wieviele unterschiedliche Sorten ich im Laufe der Zeit verschrieben bekam und auch nahm. Am Anfang halfen sie immer, aber über langere Zeit ließ es dann nach und die Niesatacken kamen und wurden immer heftiger. Besonders beim Saubermachen hatte ich Probleme und wenn die ersten Bäume und Sträucher blühten. Warum man nicht damals schon einen Allergietest machte, weiss ich nicht. Da hätte ich dann ja einiges vermeiden können.
Meinen ersten Allergietest hatte ich vor fünf Jahren. Denn inzwischen bekomme ich Antihistaminika mit der höchsten Wirkstoffkonzentration, die hier verschrieben werden und musste jedes Jahr bei der Birkenblüte noch Nasentropfen und Augentropfen dazu nehmen, um es auszuhalten.
Seit Oktober 2007 lasse ich mich nun gegen Hausstaubmilben desensibilisieren und schon nach 12 Wochen, wo man ja wöchentlich eine Spritze bekommt, habe ich schon deutliche Besserung bemerkt. Ich konnte mit einem Mal Bettwäsche wechseln ohne Beschwerden, wieder Staubwischen, den Staubsaugerbeutel wechseln, Gardinen abnehmen und waschen. Ganz weggehen wird es nicht, aber die nun aufgebaute Toleranzschwelle gefällt mir schon gut. Wenn das auf Dauer so bleibt, dann ist es gut.
Seit Oktober 2008 habe ich nun angefangen mich gegen Birke, Haselnuss, Erle desensibilisieren zu lassen. Über den Erfolg kann ich noch nichts sagen, denn im Moment blüht ja von den Genannten noch nichts. Aber ich bin sehr optimistisch, das es auch hier Besserung geben wird.
Worauf ich dann noch reagiere sind die Gräser. Aber in der Stadt kann man den Reiz doch recht gut vermeiden. Um mich da desensibilisieren zu lassen, fehlt mir ein dritter Arm. Das kann ich erst in Angriff nehmen, wenn die Hausstaubmilben abgeschlossen sind.
Ich hätte nicht geglaubt, das eine Desensibilisierung überhaupt was bringt, wenn man so viele Jahre, wie ich an Heuschnupfen leidet, der inzwischen schon die Etage gewechselt hat und Asthma geworden ist. Ich kann nur Jedem raten, man sollte es versuchen. Ich selbst habe auch lange überlegt. Immerhin dauert das ja drei volle Jahre. Auch wenn man nach den ersten 12 Wochen nur noch alle vier Wochen hinmuss. Es dauert so seine Zeit, das man ja immer eine halbe Stunde nach der Injektion warten muss und die Einstichstelle auch reagiert mit Rötung und Jucken. Mal mehr, mal weniger. Daran sollte man auch bei seiner Entscheidung denken. Und es wirkt nicht bei allen.
Ich jedenfalls werde es durchhalten. Und es hat bei mir ja schon Wirkung gezeigt.
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allergisches Asthma, Desensibilisierung, Heuschnupfen
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