Verzweifelt und keine Unterstützung
Hallo Nixechan,
habe gerade deinen Bericht gelesen. Bin an mich erinnert, als ich 16, 18, 23 Jahre alt war. Damals wollte ich mir das Leben nehmen. Ich kann mich sehr gut an den Schmerz erinnern, an den verzweifelten Wunsch doch endlich gesehen zu werden, gehört und verstanden zu werden. Aber damals war ich schon sehr distanziert von meinen Eltern. Meine Mutter ist Alkoholikerin und eigentlich ging es immer nur um sie. Mein Vater flüchtete in seine Arbeitswelt. Ich bin sozusagen verschollen in der Familie und keiner hat es gemerkt, und ich selbst wusste gar nicht was los ist.
Es hat dann einige Jahre gedauert, bis ich den Mut fand mein Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen. Im Alter von 18 Jahren mit den Inneren Verletztungen, konnte ich mich nicht gut um mich kümmern. Und ich konnte damals meinen Kummer keinem mitteilen. Ich kam mir immer extrem "unnormal" vor. Bei allen anderen schien die Welt in Ordnung zu sein... Könnte nun viel viel erzählen.
Ich wünsche dir einfach Mut dich ehrlich mitzuteilen, egal wie schräg du dich fühlst. Zu erzählen anstatt dich alleine damít zurückzuziehen. Das ist nicht leicht. Aber es lohnt sich. Vielleicht findest du nicht sofort erleichterung, manchmal dauert es etwas. Ich jedenfalls kann dich gut verstehen, dich und deine Gefühle.
pass gut auf dich auf!
doppelstern

