Erfahrungsbericht: Chemotherapie und Sport

Was ist zuerst passiert?
Ich wurde einigemale an der linken Brust operiert
Wann ist es passiert?
im September und im Oktober 2008
Was ist sonst passiert?
Ich bekam ab Mitte Oktober 08 Chemotherapie
Wie endete es?
Gut,denn ich habe u.a zur Unterstützung des "körperlichen und seelischen Immunsystemes" von Anfang an Sport getrieben

Hallo euch allen,die Ihr diesen Bericht lest,

ich möchte euch eine Anregung geben,wie man eine Chemotherapie den Umständen entsprechend gut überstehen kann und dabei -meiner Vorstellung nach-dessen Tumorzellen zerstörende Wirkung verstärken kann.

Im Herbst letzten Jahres bin ich insgesamt 4 mal operiert worden .

Mitte Oktober begann die Chemotherapie.

Von anderen Patienten erfuhr ich,dass man sich Reha-Sport verordnen lassen kann.Übers das Internet suchte ich mir ein medizinisches Sportzentrum in meinem weiterem Umfeld und fand ein sehr Gutes.

Ich bekam die VO vom Onkologen für den Reha-Sport und machte einen Termin im Reha-Sport-Zentrum aus.

Dort wurden zunächst eine sportärtzliche Untersuchung und ein Muskelfunktionstest gemacht.Beides fiel sehr gut aus und ich kam in eine für mich passende Gruppe-auf meinen Wunsch hin 2mal pro Wochen.

Krankenkassentechnisch sieht es so aus,dass man den monatlichen Beitrag zuerst selbst bezahlt und nach einem Jahr die VO und Terminliste mit Unterschriften vom Sporttherapeuten bei der KK einreicht und dann einen bestimmten Teil(ist abhängig von der jeweiligen KK) rückerstattet bekommt.

Jedenfalls hatte ich das Glück,in eine sehr gute Gruppe zu kommen mit einem kompetenten Trainer.Der Sport bestand bzw. besteht für mich zu einem Drittel aus Ausdauer,einem Drittel aus Krafttrainig an Geräten und einem Drittel aus Gymnastik und Geschicklichkeit.

Ich bin JEDESMAL hingegangen,auch kurz nach den Chemos,auch wenn es mir nach der Chemo überhaupt nicht gut gegangen ist-nach dem Sport ging es mir JEDESMAL gut und es hat Spass gemacht.

Auch bin ich der Meinung,RELATIV wenig Neben wirkungen gehabt zu habe.Z.B. habe ich -abgesehen von einer Erkältung-sonst KEINEN Infekt gehabt und brauchte nur 2 mal-gegen Ende der Chemos Aufbauspritzen für die weißen Blutkörperchen.

Auch von anderen Infektionen(z.B.Pilzinfektionen) bin ich verschont geblieben.

Natürlich gibt es immer Dinge,die sich nicht vermeiden lassen(Haarausfall,Übelkeit...)

Ausserdem walkte ich einigermassen regelmässig(Nordic Walking).Das hat nicht nur dem Körper,sondern auch der Seele gut getan.

Ziemlich bald nach Beendigung der Chemos habe ichmich dan meiner jetzigen Nodic walking Gruppe vom Sportverein angeschlossen und ca 4 Wochen später auch begonnen mit dem Lauftrainig.

Ich kann es wirklich weiteremfehlen,wenn es möglich ist,während einer Chemotherapie in angemessener Form Sport zu treiben.

Das muss nicht wie bei mir unbedingt Laufen sein,sondern kann je nach Person,Mentalität und Interesse alles mögliche sein,Z.B.Joga,Tanzen,Fahrradtouren etc.

Für GANZ wichtig halte ich es,nach Beendigung der Chemotherapie bzw. der meist darauf folgenden Strahlentherapie NICHT MIT DEM SPORT AUFZUHÖREN sondern fortwährend weiterzubetreiben.

Ebenso wichtig ist es deshalb,für sich selbst eine oder mehrere Sportarten herauszufinden,die einem FREUDE machen.






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Kommentare

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  • Ja, Sport stärkt das Immunsystem. Man darf Sport aber nur in einer angemessenen Weise betreiben. Wenn man sich mit Sport überlastet, schadet das dem Körper.

  • Ich finde es gut, das du aktiv Sport betreibst und dich nicht hängen lässt. Ich habe ebenfalls Brustkrebs und hatte Februar 09 meine OP, bekomme morgen meine 3 Chemo und vertrage sie relativ gut, so wie du, natürlich mit bekannten Nebenwirkungen, aber diese kann man übersehen ( Haarausfal). Mein Sport heißt z.Z. viel Gartenarbeit, dadurch trainiere ich meine rechte Seite ungemein, worauf natürlich zu achten ist, es nicht zu übertreiben. Für das schlechte Wetter, habe ich die Spaziergänge mit meinem Hund und ich habe eine Homepage geschrieben, in dieser stehen meine Gedanken und Gefühle, wie ich mich gerade fühle bzw. was ich mache. Das hat mir gerade in der ersten Zeit sehr gut geholfen, da man ja nicht alles in sich hineinfressen soll, denn dadurch wird es auch nicht besser. Aber der Typ mit Sport ist sehr gut, bin ebenfalls bei der IKK und werde mal anfragen, wo ich bei uns etwas finden kann, Fitnesscenter haben wir hier ja viele, aber welches ist dafür geeignet. Bestimmt werde ich Gleichgesinnte treffen und kann somit Erfahrungen austauschen.

    Wünsche dir alles gute

  • Chemo u Sport

    Hallo deerkid

    Seh ich genauso u praktiziere auch viel Sport.Von der Gymnastik bis Fitnessstudio so 2-3 Mal /Woche.

    Habe erst 2 J. nach der Chemo mit beginnender Polyneuropathie zu kämpfen.Bis auf n paar Vitamine die ich dagegen nehme ist eben auch die Sauerstoffzufuhr durch den Sport für ne bessere Durchblutung sehr wichtig.

    Auch wenn man danach n bissel erschossen ist tut es dem Körper auf jedenfall besser als nur Zuhause vor der Glotze zu sitzen.LG Heiner

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