Erfahrungsbericht: Mammacarcinom (Lymphknoten war tumorinfiltriert)

Was ist zuerst passiert?
Hiobsbotschaft - Brustkrebs
Wann ist es passiert?
Jänner 2003
Was ist sonst passiert?
Amputation li. mit Latissimussofortrekonstruktion durchgeführt
Wie endete es?
seit 2007 keine Medikamente

Bin 53 Jahre, habe 2003 die Diagnose Brustkrebs erfahren müssen, dachte eigentlich als erstes, der spinnt, der 2. Gedanke war, ich bin noch zu jung um zu sterben, nahm mir sofort vor, mich frißt dieser Krebs nicht, wenn dann fresse ich ihn.

Irgendwie habe ich alles von mir weggeschoben, wurde sofort zur Amputation reingeholt, denn mein Chirurg traute sich nicht, nur kleine Schnitte zu machen, bzw. ein Tortenstück zu entfernen, denn er sagte, spätestens in 2 Jahren liegen sie wieder auf meinem OP-Tisch, dann kann ich ihnen wahrscheinlich nicht mehr helfen. Also habe ich dieser OP zugestimmt, dann sagte er zu mir, wir machen einen sofortigen Wiederaufbau der li. Brust mit einem Lappen vom Rücken. Konnte mir es nicht richtig vorstellen, aber mein Vertrauen hatte mein Chirurg bereits erobert. Das ist schon einmal viel Wert.

Die OP verlief ohne Komplikationen, ging am 11. Tag nach Hause. Mein neuer Busen ist ja richtig gut gelungen, habe keine Einschränkungen bei der Bewegung, kann mich sehen lassen, fällt überhaupt nicht auf. Mit einem Wort - mein Chriurg ist ein richtiger Meister. Der kann das. Nach einem halben Jahr wurde die Mamillenrekonstruktion durchgeführt. Klappte wunderbar. Als Therapie gegen den Krebs habe ich eine Hormontherapie bekommen (5 Jahre) Beginnend mit Zoladex und Nolvadex nach 3 Jahren Arimidex alleine. 2007 wurde ich mit meiner Therapie fertig.

Ich möchte eigentlich nur jedem Betroffenen Mut machen, es geht weiter, mir geht es wieder gut, schaut super aus, habe keine Einschränkungen und es bricht nicht die Welt zusammen. Man muß diese Krankheit irgendwie akzeptieren, einfach nach vorne schauen, nicht zuviel an die Bekannten und Verwandten weitergeben, denn da wird man noch mehr verunsichert. Jeder erzählt etwas anderes. Es ist am besten man schweigt und macht sich alles innerhalb der eigenen Familie aus. Wichtig ist auch, daß der Partner zu einem hält. Die Kinder sollte man gar nicht zuviel belasten, denn die sind ohnehin fast ohnmächtig. Denn eigentlich können sie ja nur hoffen, richtig helfen kann man sich nur selbst. Immer pos. denken, daß es wieder wird. Ich bin ein lebendiges Beispiel. Außerdem habe ich noch so viel vor. Gehe gerne auf Reisen und schau mir die Welt an, mein Onkologe sagte 2003 zu meiner Reiselust leider nein, da mußte er aber zurückstecken, denn ich lebe noch, und ich lasse mir nicht alles streichen, schon gar nicht wenn ich in die Ferne sause. Er hat es inzwischen akzeptiert. Und was ist passiert. N I C H T S

Darum nicht den Kopf hängen lassen, weiterkämpfen - es wird alles wieder gut. Gerne gebe ich mehr Auskunft. Wenn jemand Fragen hat und ich diese beantworten kann.

Eure GIGSI



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Vor mehr als 2 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr

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Kommentare

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  • Danke du machst einem echt MUT malwieder zur Vorsorge zu gehn !! l.G

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