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Erfahrungsbericht: Drei Jahre Imedo
- Was ist zuerst passiert?
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- Wann ist es passiert?
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- Was ist sonst passiert?
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- Wie endete es?
- Die Natur wird's schon richten!
Vor etwas mehr als 3 Jahren bin ich zu Imedo gekommen.Damals gab es hier echte PTBSler,echte DISler und jede Menge an Leuten,die ü-b-e-r-h-a-u-p-t nicht wußten,was mit ihnen los war!Dazu viel Offenheit und das Bedürfnis,einmal über sein(e) Trauma(ta) schreiben zu dürfen,um das Unaussprechliche,das einem angetan wurde ENDLICH einmal loszuwerden,weil's bis dahin noch niemand wußte.
Es gab einen ehrlichen Austausch über momentane Zustände mit vielen hilfreichen Tipp's ... es gab Informationen über Ärzte,diverse Therapien,über Möglichkeiten der Alltagsbewältigung.Bei NOTWENDIGEN Jammerzeiten gab's immer Trost und hilfreichen Zuspruch,oft genug in Verbindung mit weiteren Tipp's.
Sicher - auch damals gab es schon die "stillen Konsumenten",die nichts geben und nur nehmen!Klar - auch damals gab es Menschen,die keine Antwort haben wollten,die von ihnen ARBEIT erforderte!Aber: Das waren absolute Ausnahmen!
Der Ton war - entsprechend den vielen unterschiedlichen Leuten - manchmal rau,aber immer herzlich;verständnisvoll und tolerant;auch manchmal zwangsweise geduldig ... wie es eben mit so vielen schon "Verletzten" ist.
Das Interessante und Hilfreiche an dieser Gruppe waren die unterschiedlichen "Stadien" der Traumabewältigungen ... es gab noch "Opfer" ... "Betroffene" ... weit "Fortgeschrittene" und "Ehemalige" - eine Mischung,die sich hervorragend ergänzt hat!Ich - damals noch ganz am Anfang meines Zusammenbruch's unseres System's - habe hier sehr viel gelernt.Ich habe,wie ein nasser Schwamm,alles an Informationen gesammelt und aufgesaugt.Manchmal war es nicht 1:1 übersetzbar,dann habe ich es für mich passend umgebaut und angewendet.Niemals habe ich behauptet,DAS geht bei mir nicht,ohne es VORHER versucht zu haben.Es war nicht immer einfach,aber ich hatte schließlich schon Schlimmeres überlebt.Andere haben natürlich genau so gehandelt.Anschließend wurden die Erfahrungen wieder ausgetauscht.
Ich habe hier einige nette Bekanntschaften geschlossen,die auch in privaten Telefonaten bzw. in Emails ihre Fortsetzung fanden.Sehr sehr dankbar bin ich,weil ich hier meine (mittlerweile) beste Freundin kennengelernt habe und wir in diesen 3 Jahren viel gemeinsam - unter anderem auch im Bereich Traumabe-/verarbeitung - durchlebt/erlebt haben.
Allerdings hatten wir fast alle IMMER auch einen "Guck über den Trauma-Tellerrand"!Niemand von uns ist AUSSCHLIESSLICH in seinem Trauma und dessen Bearbeitung hängengeblieben,sondern da war auch der Austausch über andere Dinge in unserem Leben - denn das ging trotz Trauma und den den Auswirkungen weiter!Und niemand hat Hilfe EINGEFORDERT oder fertige Lösungen verlangt!(Mach mir mal die Liste ... / schreib mir das mal ganz genau auf .... / setz mir mal den Link ein .... Goggle läßt grüßen!)
Mittlerweile .... hat sich das Potenzial in den Foren allgemein doch sehr verändert!Heutzutage hat jeder ein Trauma,als wäre man ohne kein Mensch mehr!In einem anderen Forum fühlt sich jemand "UNENDLICH SCHRECKLICH" t-r-a-u-m-a-t-i-s-i-e-r-t,weil die eigene Mutter sie zu schnell "gefüttert" hat.Das empfindet sie als "Folter am Kind"!Sie ist übrigens seit mehreren Jahren in Psychotherapie - selbstverständlich ohne Erfolg,weil der Therapeut nix taugt!Da fass ich mich doch an den Kopf,in welcher Weise und wie inflationär das Wort Trauma benutzt wird für die EIGENE UNFÄHIGKEIT,mit den NORMALEN Kränkungen und seelischen Verletzungendes Lebens fertig zu werden! - die übrigens JEDES Kind in seiner Kindheit erlebt!
Für mich sind solche Menschen schlichtweg in ihrer Klein-Kind-Phase stecken geblieben und benötigen dringendst eine Nachreifung.Für 3-jährige in der Trotzphase ist es ein absolut normales Verhalten,für einen erwachsenen Menschen aber ist es unangemessen!Dieses "Zurücksinken" in den Klein-Kind-Status auf Kindergartenniveau: "Tu mir nix,ich bin soooo hilflos!"Verlieren diese Menschen ihre Existenzberechtigung,wenn sie nicht mehr "leiden"?
Ich war und bin anders,allerdings hatte ich auch keine andere Wahl,wenn ich leben wollte!Nichts anderes äußere ich - meine Meinung in klaren,ehrlichen Worten aufgrund meiner Erfahrung!Ich werde nicht missverstanden,weil ich mich unklar ausdrücke ... ich werde missverstanden,weil "man" es so will!
Es wird Zeit,dass ich diese "kindische" Welt verlasse und mich Erwachsenen zuwende,die für ihre Entscheidungen und ihr eigenes Leben auch die Verantwortung übernehmen.
Und den Rest erledigt die gesunde Auslese der Natur: Nur der Stärkere wird überleben! :D
Stichworte (Tags): Erwachsenenwelt, Freiheit, Gelassenheit, Klein-Kind-Status, Lebenskompetenz undLebenunfähigkeit, Meinungsfreiheit, SelbstbeSTIMMung, Selbstständigkeit, Traumatisierungen, Zufriedenheit
Vor etwa 1 Jahr erstellt, letzte Aktualisierung vor 11 Monaten
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