Egoistisch
Damit meine ich halt...ich befasse mich so eng mit meinen Gefühlen und lasse mich praktisch von ihnen hin und her lenken.Aber dass ich mich NUR mit MEIENN Gefühlen befassen...deutet doch darauf hin,dass ich egoistisch bin...
mfg
Hallo,
ich möchte mir einfach alles aus dem Leib schreiben,was ich (glaube) erlebt habe.Es ist das erste Mal,dass ich überhaupt haargenau darüber schreibe oder spreche.
Es ist eine sehr lange Geschichte.....manches ist peinlichgenau,manches nicht. :)
Fakten:Ich bin schwerhörig,habe keine Geschwister,mein Vater ist fast 20 Jahre älter als meine Mutter,ich gehe seit fast 2 Jahren zur Psychotherapeutin und kriege Tabletten verschrieben.
Als ich in die 5.Klasse kam,wurde ich schon nach einiger Zeit von 4-5 Mädchen als Streberin bezeichnet,obwohl ich keine war und in der Grundschule eigentlich eine Hauptschulempfehlung bekommen hatte.Mein Vater wollte mich trotzdem aufs Gymansium schicken (!).Da habe ich tagelang oder wochenlang versucht ihn umzureden und mich auf die Gesamtschule in unserer Nähe zu schicken.So kam es dann auch dazu.
Ich fand auf Anhieb keine Freunde und damals war ich noch nicht soo enge mit meinem jetztigen besten Freund befreundet.Aber nach einiger Zeit habe ich doch eine Freundin gefunden.
Die 4-5 Mädchen,die mich als Streberin bezeichnet haben,haben angefangen über mich her zu ziehen und natürlich auch über andere.Sie haben in der Öffentlichkeit gelästert.Ich habe gemerkt/gesehen,wenn sie vor meinen Augen über mich gelästert haben.Ich konnte das gar nicht ab.Es hat mich sehr fertig gemacht.Die Mädchen wurden zu einer festen Clique und schon mehr und mehr fühlte ich mich immer schrecklicher.Ich fühlte mich beengt,allein und als das Lieblingslästerthema dieser Clique.
Sie waren,denke ich,auch sehr neidisch,weil ich zu der Zeit oft in ferne Länder reiste und so "gut" zeichnen konnte....
Hinzu kam noch,dass meine Mutter anfing fremd zu gehen.Erst fing es mit harmlosen Ausgehen an und dann kam sie immer später nach Hause.Manchmal erst am frühen Morgen.Irgendwann schleppte sie mich zu ihrem "Geliebten".Ein paar Mal übernachteten wir bei ihm und wenn meine Mutter irgendwohin reisen/fahren wollte,nahm sie ihn heimlich mit und erzählte meinem Vater natürlich nichts.Ich kann mich nicht mehr dran erinnern,wie mein Vater darauf reagiert hat,wenn wir erst am nächsten Tag kamen.
Ich hasste natürlich ihren Geliebten oder heimlichen Freund,auch wenn er mir fast immer irgendetwas schenkte und versuchte nett zu mir zu sein.Ich konnte es nicht ertragen,dass meine Mutter mit einem anderen Mann zusammen war und mein Vater betrog.Ich hasste diesen Mann.Mir kreisten nur dieser einziger Gedanke im Kopf:der Mann ist schuld und zerstört meine Familie.
Meine Mutter sagte immer zu mir,ich solle meinem Vater nichts davon erzählen und mein Vater versuchte mich irgendwie auszuquetschen.Er hatte schon den Verdacht,dass meine Mutter einen Freund hatte.Ich wurde hin und her gerissen und wusste nicht,wie ich mich da verhalten sollte.Ich wollte meine Mutter nicht verletzen aber anderseits auch nicht meinen Vater.Meine Mutter sah alles sehr gelassen und mein Vater war arg verletzt,ich merkte das.Er sprach manchmal davon,wie verletzt er war und so.Meine Eltern stritten sich natürlich auch oft und ich bekam das mit.Ich erinnere mich noch immer an jenem Tag als ich ins Zimmer meiner Mutter kam(meine Eltern teilten sich schon seit vielen Jahren nicht mehr das Bett) und sie weinen sah.Ich werde das nie vergessen.
Als meine Mutter dann einen anderen Geliebten hatte,fing es richtig an zwischen meinen Eltern zu eskalieren.Auch diesen Freund mochte ich gar nicht.Wir unternahmen sehr oft mit ihm und seinem Sohn.Er war längst geschieden.
Auch hier wurde ich wieder hin und her gerissen.Wusste nicht,was ich meinen Vater erzählen sollte,wenn wir in Wirklichkeit etwas ganz anderes gemacht haben als wir gesagt haben.So kam es,dass ich ihm mal dies und das erzählte...Mein Vater fuhr sogar mal zu seiner Wohnung und hatte ihn gesehen,was bis jetzt einen schlechten Eindruck von ihm auf meinen Vater hinterließ.Er hatte ihn sogar mit Rechtsanwalt und Polizei gedroht,was ihn aber nicht abschreckte meine Mutter zu treffen.Ich kann mich zwar noch an solche Ereignisse erinnern,aber wie ich mich damals verhalten habe,weiß ich nicht.Nur,dass ich sehr,sehr viel geweint habe,fast jede Nacht.Immer leise,so dass man mich nicht hören konnte.
Einmal hatten der Freund meiner Mutter und sie einen Streit.Er rief bei meinem Vater an(er hat öfters bei uns übernachtet,wenn mein Vater auf Geschäftsreise war,er wusste also,wo wir wohnten) und sagte:"Sie können ihre Frau wieder haben!"(Mein Vater erzählt mir immer noch sehr oft davon,deswegen weiß ich das noch).Die Beiden haben bis jetzt 3mal telefoniert und es kam immer zu lauten/heftigen Gesprächen.
Wenn meine Mutter nicht da war,hat mein Vater schlecht über sie geredet.Beide haben auf mich eingeredet und ich wusste nicht,wem ich was glauben sollte.Für meine 11/12 Jahren war das sehr schwierig....und zu der Zeit haben sich die Lästereien verstärkt...oder wie man das auch gerne nennt:Mobbing.Ich weiß es ehrlich gesagt nicht,aber jedes Mal,wenn ich in die Schule musste,habe ich mich schlecht gefühlt.Ich konnte nicht einmal meiner damaligen Freundin vertrauen,weil sie das meist immer weiter erzählte und ich das Gefühl hatte,dass auch sie über mich lästerte.Ich hatte auch Probleme mit einem Lehrer,den ich wirklich hasste.Er war auch sehr unbeliebt bei manchen Schülern,weil er immer sehr viel verlangte.In unserer Klasse kam es oft zu Diskussionen von Streitereien,meist war die Mädchenclique daran beteiligt und sie änderte sich nicht.DIeser Lehrer war gleichzeitig unser Klassenlehrer und machte uns sozusagen immer fertig...obwohl er das gut meinte.Es kam nicht so rüber.Und dazu,dass ich noch schwerhörig war und vieles missverstand und die Leute daraufhin "mies" reagierten,machte mich auch fertig.
Wieso und bei welchem Punkt/Grund ich genau angefangen habe zu ritzen,weiß ich nicht.Ich versuchte es aber oftmals mit einer Schere.Die Wunden sind nie besonders tief geworden...wenn es mir sehr schlecht ging und ich nicht mehr leben wollte,stand ich oft mit einem Messer in der Hand und wollte meine Pulsadern aufschneiden,aber ich hatte nicht den Mumm dazu...
Ich weiß nicht,ob es auch als Suizidversuch gilt,wenn man die Pulsadern ein wenig angeschnitten hat und da nur ganz kleine Bluttropfen heraus kommen...das war an einem Abend vor dem Sporttag,an dem ich als Torwart in Handball stehen sollte.Ich hatte solche Panik,dass ich meine Pulsadern aufschneiden wollte....ist jetzt vielleicht eine sehr merkwürdige und evtl. schwachsinnige Situation.
Aber mit zunehmenden Jahren wurde es besser.Ich fand eine richtige Clique und Freunde.Ab der 9.Klasse gingen die Hauptschüler ab.Zwei Mädchen von der Lästerclique zogen um,eine ging nach der 9. ab und die anderen beiden(eine hing auch manchmal in unserer Clique ab) gingen noch weiter auf die Schule.Danach fühlte ich mich wesentlich wohler,aber trotzdem waren da noch die anderen beiden,die ich überhaupt nicht mochte.
Es kam natürlich auch oft zu Misstrauen und Streiterein in meiner damaligen Clique.´,was mich auch sehr runter gezogen hat.Ich weinte immer noch sehr viel,stritt mich auch oft mit meinen Vater,der mich immer so haben wollte,wie ich sein musste und ich machte fast immer das Gegenteil.Er war/ist ein sehr cholerischer Typ.Oft ungeduldig,wiederholt sich oft,kritisiert und beleidigt.Als ich 13 war,zog meine Mutter aus,aber sie blieben noch verheiratet...wegen finanziellen Gründen und so.
Zu der Zeit hat sich die Freundschaft zwischen mir und meinem jetztigen besten Freund noch mehr vertieft.Ich habe ihm....glaube ich,nie richtig erzählt,was bei uns zuhause ablief und wie ich mich fühlte.Meine Vater mochte ihn auf jeden Fall nicht und all diese Leute,die nett zu mir waren und die ich auch wirklich mochte,mochte mein Vater nicht.Damals habe ich angefangen meine damalige/verrätersiche Freundin zu hassen....un die fand er gut.Aber ich hasste sie.Ich habe natürlich auch angefangen mich zu hassen.Ich war unzufrieden mit allem,was ich machte...Leute,mit denen ich mich gut verstand:da brach die Freundschaft irgendwann ab....die hielt nicht lange....nur die Freundschaft mit meinem jetztigen besten Freund Sebastian(Name geändert) hält noch bis heute.
Die Streiterein zwischen meinem Vater und mir nahmen zu.Dadurch wurde ich erst recht depressiv.Damals kannte ich den Begriff gar nicht und bin wirklich zufällig im Internet darauf gestoßen.
Wie gesagt,wollte er,dass ich dies sein sollte und nicht dies.Ich sollte praktisch das machen,was er wollte.Ich sollte mich nicht so verhalten,sondern so.Er schrieb mir praktisch alles vor.Ich wollte das nicht und habe widersprochen.Er machte mich noch nieder indem er mich beleidigte,das so überkam,wie es rüber kommen sollte.Ich hatte oft Argumente parat,wenn er keine hatte,beledeigte er mich und er wollte immer das letzte Wort haben und es endete als Beleidigung,das ich mir nicht gefallen ließ.Ich wurde oft aggressiv und schrie.
Wenn ich Probleme hatte und das nicht auf Anhieb erzählen wollte,begann er zusätzlich fiese Bemerkungen zu hinterlassen.Dann wollte ich erst recht nicht irgendetwas über meine Probleme erzählen.Wenn ich wirklich versuchte zu sagen,was ich fühlte und auch sagte,ich glaube,ich leide an Depressionen.Er nahm das nicht wahr.Er meinte,alles Quatsch,aber meine Eltern wussten auch nicht,dass ich Selbstmordgedanken hatte,mich ritzte,weinte und oft davor stand mir die Pulsadern aufzuschneiden.Ich sagte meiner Mutter einmal,dass ich Depressionen hatte,sie nahm es aber nicht so ernst.Meinem Vater hatte sie es auch mal so nebenbei gesagt,aber er nahm es auch nicht ernst.
Mit 15 wurde es erst so richtig schlimm.Häufige Streitereien,aber der Stress und das nicht erreichen von bestimmten Dingen in der Schule,Stress mit Freunden,....ich konnte das alles nicht vertragen!Es war zu viel auf einmal....dazu gab es noch die schlechten Ereignisse,die sich auf der ganzen Welt drehte.
Liegt es an mir selbst und habe ich mich selbst depressiv gemacht?Warum habe ich diese Depressionen bekommen?Liegt das an diesen Ereignissen?
Ich weiß es nicht.Mein Leben geriet ständig ins Kippen.Mal wollte ich leben und fand Hoffnung und mal wollte ich sterben und alles war egal.
Nur in mich allein gekehrt habe ich diese Gefühle behalten.Ich habe sie in Tagebüchern nieder geschrieben oder ich habe "sie gemalt".Aber das Ritzen hatte einmälig aufgehört.Es brachte mir nichts.Ich war immer glücklich,wenn ich kein Streit hatte oder keiner mich wegen irgendetwas ärgerte.Aber wenn es Streit gab,war es oft zwischen meinem Vater und mir.Dann sprachen wir manchmal Tagelang oder zwei Wochen lang nicht miteinander.Zu solchen Zeiten habe ich nur geweint,nachgedacht oder geschrieben,was auch immer....
Aber wie gesagt mit 15 wurde alles noch viel schlimmer.Mein Vater machte mich dafür verantwortlich,dass ich alles verursachte,dass ich immer Recht haben wollte,dass ich nie zuhören wollte und all sowas.Wenn er nicht mehr weiter wusste,fing er an mir solche Dinge zu erzählen.Alles Schuld lag an mir.Und wenn meine Mutter sich noch auf seine Seite stellte,war ich erst recht am Tiefpunkt.Ich habe manchmal versucht zuzuhören und dann etwas zu sagen.Ich habe ihn oder sie nie durch irgendwelche Schimpfwörter beleidigt,aber mein Vater tat es.
Mein Vater und ich stritten uns bei vielen Kleinigkeiten.Alles Schuld lag an mir.Ich war diejenige,die schrie,die den Mist verursachte...immer ich.Was sollte ich tun,wenn mein Vater mich anschrie?Ich bin kein Mensch,der sich so etwas gefallen ließ,also schrie ich zurück.
Ich sagte meinen Vater oft,dass ich glaubte an Depressionen zu leiden.Das Weinen,diese Suizidgedanken,SVund was dazu gehörte...es endete einfach nicht.
Selten bin ich freiwillig zu ihn gegangen und habe es gesagt.Ich kann mich nicht mehr so genau daran erinnern,wie er darauf reagiert hat.
Irgendwann war ich krank und wir gingen zu meinen Kinderarzt(ja,mit 15 Jahren!!!).Mein Vater fragte damals nach einer Adresse für einen Psychotherapeuten.
Nach zwei Terminverschiebungen mit der PT haben wir es geschafft zu ihr zu kommen.Ich,mein Vater und meine Mutter:wir sollten alle aus unserer Sicht erzählen.Was danach kam,war einfach schrecklich.Meine Eltern waren plötzlich wie verwandelt und ich hatte das Gefühl,dass sie versuchten Distanz von mir zu halten.Beim ersten PT-Termin bekam ich Sertralin 50mg.Und sollte alle zwei Monate zu ihr kommen.
Als ich die Tabletten eingenommen habe,war ich wie verwandelt.Ich war ständig aktiv,so aktiv,dass ich abends nicht einschlafen konnte.Ich war nett,freundlich und sonst was zu allen und meinen Eltern.Meine Eltern hatten sich natürlich gefreut.
Bei unserem zweiten PT-Termin war alles okay...
Doch dann irgendwie...an manchen Tagen war ich ziemlich depressiv noch mehr,als ich eigentlich war.Ich hatte dieses neutrale Gefühl,diese Leere und Begeisterungslosigkeit.Es war so schlimm.
Ich schilderte ihr das.Und danach folgten wirklich Monate,wo ich immer mal so und mal so war.Meine Eltern mochten die PT von Anfang an nicht....aber Hut ab dafür,dass mein Vater sich die Mühe gemacht hat sich darüber zu informieren.Er meinte gleich so optimistisch,es wird schon du bist nicht die Einzige,die das hat.Es liegt doch alles nur am Schulstress.
Ich hätte mir den Kopf verdrehen können,als ich das hörte...."alles nur Schulstress"!!!
Meine Mutter fing an mir dann zu sagen,ja,zieh nicht immer kurz vorm Termin ein langes Gesicht!So nach dem Motto,ich würde meine Eltern so noch besser verpetzen können und so.Das führte dann alles dazu,dass ich mich immer mehr verschlossen habe.Denn die PT musste ja auch etwas meinen Eltern erzählen.Ich habe ihr mal einige Tagebuchseiten geschickt.Da hat die PT uns Adressen gegeben und wir sollten selber schon mal ein Termin in irgendeiner Klinik ausmachen.
Einmal kam es so schlimm,dass ich ganz knapp,beinahe in psychiatrische Behandlung gekommen wäre....mitten in dieser Sprechstunde.Kann mich nicht mehr so daran erinnern.Ich weiß nicht mal,ob ich offiziell Depressionen habe...ich weiß nichts.
Meinen Freunden Trixie* und Sebastian* (*=Name geändert) hatte ich das auch erzählt.Sie bekamen immer sofort mit,wenn etwas nicht mit mir stimmte.
Vor drei Monaten oder so,als ich dann in die 11. gekommen bin,wurde alles noch schlimmer.Mein bester Freund Sebastian ging nach England um dort seinen Abschluss zu machen und seinen Traum nach zu eifern.Ich fing wieder an,sehr viel zu weinen.
Dann passierte es auch noch,dass vier Leute meiner Clique in die andere Klasse gingen und ich praktisch mit meiner ehemaligen,verhassten Freundin in derselben Klasse landete.Nach einiger Zeit waren die neuen Leute eigentlich doch ganz nett....denkt man zumindest am Anfang.Doch nach einiger Zeit merkt man halt,wer nicht gerade ganz okay ist.
Ich fühlte mich allein.Jetzt immer noch so ein bisschen,auch wenn es den anderen,die neu und allein in eine Klasse kamen,auch dieses Gefühl hatten.Man konnte keinem so wirklich trauen.
Zu der Zeit lernte ich aber auch einen aus meiner Klasse kennen,der sich ritzte und dem es auch so ähnlich ging.Als ich seine Ritzwunden sah,kam mir dieser Drang wieder hoch.Ich kaufte diesmal Rasierklingen und fing an.Erst mit einem,dann mit zwei....das gab mir ein Gefühl von Befreiung.Ich beruhigte mich dadurch.Ich fühlte mich dadurch bestraft,
An einem Tag an dem es mir wieder besonders schlecht ging und sich einer über mich lustig machte,wegen einer Kleinigkeit,die eigentlich nicht ernst gemeint war,bin ich weinend aus dem Matheunterricht gegangen und habe auf dem Flur geheult.Alles kam wieder hoch.Ich vermisste meinen besten Freund,fühlte mich alleine....all sowas.An dem Tag machte ich mir 16 Ritze...ja,so krank,die auch noch zu zählen....der erste ist sehr tief geworden und hat noch am nächsten Tag geblutet.Ich bettelte meinen Vater an mir eine Entschuldigung für Sport zu schreiben,weil ich angeblich Ohrenschmerzen hätte.Um somit nicht mit einem voll geritzem Arm herum zu laufen.
Seitdem versuche ich meinen linken Arm zu verstecken.Ich schämte mich und das tue ich noch heute.Diese Narben sind so häßlich....aber es tat/tut mir einfach gut...und jedes Mal,wenn es mir schlecht ging oder ich mich mit meinen Eltern stritt,dann ritzte ich mich.
Ritzen war für mich zu dem Zeitpunkt besser als sterben.Auch wenn ich mich schon mehr tot als lebendig fühlte....
Trixie und Sebastian bekamen das mit und Trixie war die zweite,die erfuhr,dass ich mich ritzte.Sie wollte mich sogar zum PT schleppen und beistehen.Sebastian kam nach 7 Wochen Aufhalt in England wieder.Da war ich wieder ganz anders....er kommt also immer mal ab und zu nach Deutschland.Aber er erfuhr erst an unserem Halloween-Traditions-Abend,dass ich mich ritzte.
Bis jetzt habe ich mich geweigert mit ihr zum PT zu gehen.Ich bringe es nicht übers Herz.Ich will meine Eltern nicht schaden,auch wenn sie mich manchmal sehr verletzen.Ich will es nicht schlimmer machen.Ich liebe sie vielleicht zu sehr.
Manchmal lief ich ärmellos herum im Haus,versuchte doch immer meinen Arm ein wenig zu verstecken,aber so richtig aufgefallen ist es wohl keinem der beiden.Selbst als ich mein blutbeflecktes Verband in den Waschkorb steckte.Meiner Mutter schien das nicht aufgefallen zu sein.Damit wollte ich aber keine Aufmerksamkeit erregen....
Demnächst in zwei Wochen gehe ich wieder zum PT.Unser letzter Termin war vor mehr als 2 Monaten.
Es fällt mir sehr schwer zu meinen Eltern zu gehen und zu erzählen wie ich mich fühle.Mein Vater würde mich als egoistische beschimpfen,was ich auch bin,wenn es um meine Gefühle geht.Oder beide Elternteile würden das ignorieren....ich denke,es ist auch schwierig für Eltern.Sie wissen auch nicht wie sie helfen können und besonders,wenn sie diese Gefühle,die ich habe oder andere haben,nicht kennen.So bin ich praktisch in meiner eigenen Welt versunken.Ich träume nur noch.So viel wie möglich.Nicht wirklich tot sein,aber auch nocht wirklich lebend sein:Koma.
Ja,ich habe das starke Bedürfnis im Koma liegen zu wollen...wenn es geht.Aber lieber würde ich sterben,so schön das Leben ist.Ich reiße zwar einige Leute sehr in den Tief damit....aber ich....kann meine Gefühle einfach nicht kontrollieren.Weiß nicht,was ich noch tun soll,was ich denken soll,wie ich mich verhalten soll.Auch meine Zukunft ist total aussichtslos....Auch wenn ich nicht der Einzige bin....vielleicht verstehen einige,dass ein Selbstmordversuch ein Anzeichen für Hilfeschrei ist.Es ist eindeutig Hilfeschrei.
Ich bin kaputt.Ich möchte gerne leben,aber dieser Drang nach Tod....wo alles ein Ende haben wird,ist so groß.Anderseits will ich nicht,will ich,dass meine Eltern endlich in mir sehen,wie ich mich fühle.Zu Sprechen...es ist einfach....schwer.
Ich will einfach,dass meine Eltern das ernst nehmen,mich ernst nehmen.Mich und diese...verflixten Gefühle.
Ich möchte aber aucheinfach nur in ihren Armen weinen ohne gefragt zu werden,was mit mir los ist.Ohne irgendetwas anhören zu müssen.Versteht das jemand??
Mehr fält mir jetzt auch nicht ein.Entschuldige für die Rechtschreibfehler.Tut mir Leid,wenn ich mal von hier nach dort springe.Ich bin oft hin und her gerissen....und tut mir Leid für die vielen Ichs.
Mein Vater hätte mehr auf die vielen Ichs geachtet als auf den Inhalt.Ich weiß das.
Und das,was ich da jetzt alles nieder geschrieben habe,ist noch nicht alles...
Vielen Dank für die Mühe das zu lesen....
mfg
Stichworte (Tags): depressionen, ritzen, suizid
Vor mehr als 4 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr
Dieser Erfahrungsbericht wurde 689 mal angezeigt.
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Damit meine ich halt...ich befasse mich so eng mit meinen Gefühlen und lasse mich praktisch von ihnen hin und her lenken.Aber dass ich mich NUR mit MEIENN Gefühlen befassen...deutet doch darauf hin,dass ich egoistisch bin...
mfg
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Schön das es dir GUT geht---aber was meinst du mit egoistisch???nicht schlecht wenn du dies im zusammenhang mit deiner selbstverletzung--nicht nur äusserlich-siehst---es wäre auch ein Anfang!!!!!Sich kritisch mit sich selber auseinander setzen--ist immer gut--ehrlich und offen für andere----weil andere denken und fühlen nun mal anders wie wir selber--sei gedrückt-geknuddelt-und mach weiter
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Abend,
vielen Dank für die liebe Hilfsbereitschaft oder wie man es am besten nennt...mir geht es heute gut.Werde mir das merken.
Ich fühle mich trotzdem egoistisch...
mfg
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Wie geht es dir heute????hast du die pn gelesen--und wie war es hast du versucht ihm die luft zum meckern abzuschnüren???es wäre so schön wenn du ihm und dir durch einfaches lieb zu einander sein helfen könntest--gib nicht auf auch wenn er mürrisch ist wenn er dich abweist--weil sicher hat er es nie gelernt----was weist du über seine eltern???frag ihn mal --du liebst ihn trotzallem so sehr--das ist doch einfach schön---glaubst du das er dich liebt????auch mit den problemen die er macht??? du hast so ein liebes Herz lass es nicht zu das es sich schliesst---ich melde mich heute abend bei dir
Liebe Jasi! Habe deinen Beitrag gelesen - wenn du Hilfe brauchst, es gibt die Möglichkeit einer Online-Beratung bei einer Therapeutin, da kannst du ja mal einfach anfragen, e-mail-Adresse: martina.kern@t-online.de; ansonsten würde ich dir unbedingt nahe legen, zu einer Jugendberatungsstelle, zur Caritas oder Diakonie zu gehen, dort gibt es kostenlose Beratungsmöglichkeiten! Bitte scheue dich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich weiß nicht, ob du gerne ein Buch liest, aber hierzu ein Tipp: es ist von Ruediger Dalke und heißt "Depression". Da kannst du lesen, wieviele berühmte Persönlichkeiten, wie etwa Hesse usw unter Depressionen litten und warum der Körper wie reagiert usw...! Eine Depression kann wirklich jeden Menschen treffen, daher muss man sich nicht schämen desswegen!
Warum du krank geworden bist, kann an sehr viel liegen, es ist wichtig "nachzuforschen" von wo diese Probleme ausgehen... meist sind es Geschehnisse in der frühesten Kindheit.. auch deine Eltern haben so manches mit ins Leben genommen und durchgemacht (auch in ihrer Kindheit) und anscheinend noch nicht aufgearbeitet... aber das ist ihr Leben und sie müssen selber drauf kommen ... aber DU kannst für DICH vieles ändern, wenn du daran arbeitest und dich auf den WEg machst in ein besseres Leben! Da musst du aber - unbedingt mit Hilfe eines Menschen dem du vertraust (Therapeuten) - zuerst den Ursprüngen auf den Grund gehen...manches ist ganz tief in uns drinnen versteckt und wenn es auch anfangs etwas schmerzt wenn man auf einiges drauf kommt, so ist es doch eine riesen Chance dann auf ein schönes gesundes Leben. Mach es für DICH !!! Mach es einfach für DICH und DEIN weiteres LEBEN !!! wenn du jemand einfach zum Reden brauchst, kannst mir gerne jederzeit schreiben!
denke an DICH,
lg Lisa

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