- Was ist zuerst passiert?
- Oma gestorben
- Wann ist es passiert?
- 2005
- Was ist sonst passiert?
- Depression, immer wieder Schübe Colitis
- Wie endete es?
- Psychotherapie, Antidepressiva, Panikatacken, Angststörung
Angefangen hat alles als ich 12 Jahre alt war...hatte Stress in der Schule, weil ich ein fauler Schüler war und wurde dadurch auch immer von den Lehrern gemobbt...hatt immerzu Durchfälle, entweder durch Stress, Angst oder Aufregung und später auch durch Nahrungsmittelallergien!
Besser wurde es nie, nach vielen Rummexperementieren musste ich dann mit 15 Jahren zerst zur Magenspiegelung und da war aber alles i.O., eine Woche später zur Darmspiegelung...da wurde dann ein komplett entzündeter Dickdarm angetroffen und es kam zur Diagnosestellund Colitis Ulcerosa....anfangs war ich mir gar nicht richtig bewußt was das bedeutet und nahm auch sehr schlampig mein Tabletten, vergass sie sehr oft...
Erst als ich meine Lehre mit 17 Jahren anfing (zur Krankenschwester) und auch prompt auf einer Krebsstation mit Darmerkrankungen landete, fingen meine Depressionen und meine Angst an...es gab da eine Frau die auch CU hatte und die Krebs hatt und als der behandende Arzt auf meiner Station auch noch am Frühstückstisch sagte dass CU nach 10 Jahren meist entartet, war es vorbei...jahrelang quälten mich Angst und Panickatacken, immer wenn ich mal Durchfall hatte oder auch nur ansatzweise verändertes Stuhlverhalten, fiel ich in ein tiefes Loch...habe mich nie so richtig jemanden anvertraut, ausser meinem Freund, aber der hat das alles auch bloss ins Lächerliche gezogen...was mir aber auch ganz lieb war, da ich mich so nicht schämen brauchte, ....
2005, also als ich meine Lehre beendet hatte, ging es meiner Oma ganz schlecht, sie litt schon seit 15 Jahren an Brustkrebs und hatte damals den Kampf leider verloren...was mir aber zu dem Zeitpunkt nicht bewußt war, hatte diese Möglichkeit total ausgeblendet...nachdem sie sich nocheinmal gefangen hatte und mit Morphinen eingestellt war, hatt sie noch wunderschöne 3 Wochen auf dieser Welt, dann ging es ihr wieder ganz schlecht und innerhlb von 4-5 Tagen verstarb sie, meine Mutter und ich pflegten sie damals solange und verabschiedeten uns auch würdevoll von ihr, da sie zu Hause starb, allerdings konnte ich diesen Anblick nie (!!!!!!!!!!!!!!!!) vergessen und er verfolgte mich die nächsten 2 Jahre. Seit ihrem Tod, beschäftigte ich mich auch durch meine Arbeit sehr mit Krebs, anderen Krakheiten und dem Tod....in diesem Jahr wurde es dann so schlimm, das ich richtig Herzrasen, Luftnot, Beklemmtheit und Angst bekam wenn mich diese Atacken heimsuchten, ständig bildete ich mir andere Krankheiten ein und rannt zu jedem Arzt und lies mich durchschecken....die verleierten schon die Augen,ich war ein richtiger Hypochonder!!! Mitte des Jahres bekam ich dann auch noch den 2 Schub meiner Clitis in diesem Jahr und da war es dann ganz vorbei!!! Ich wurde dann auch noch von meiner ursprünglichen Psychologin aufgefordert mir einen anderen Arzt zu suchen, das sie mit mir nicht weiter komme....ich war am Boden zerstört!!!!!!!!!! Bin dann zu einem Psychater, der mir Tevilor verschrieb und seitdem bin ich auch stabil, mich wirft auch nichts mehr so einfach aus der Bahn!!!! Habe zwar machmal noch so Gedanken wenn ich mal wieder etwas aufschnappe, aber das kann ich gut kontrollieren....vor zwei Monaten verstarb dann mein Opa, da fiel ich wiede in ein Loch, kam aber schnell wieder auf die Beine, durch die doppelte Menge Trevilor. Jetzt gehts mir gut und mir geht es gleich viel besser wenn man sich das alles von der Seele schreiben kann. Vielen Dank!
Stichworte (Tags):
angst, Colitis ulzerosa, Depression, Morbus Chron, Panickatacken
Vor mehr als 4 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr
Dieser Erfahrungsbericht wurde 3566 mal angezeigt.