Erfahrungsbericht: Ich habe meinen Sohn geschlagen.

Was ist zuerst passiert?
Ich habe meinen jüngsten Sohn auf dem Po gehauen.
Wann ist es passiert?
05/07
Was ist sonst passiert?
Habe danach einen Weinkrampf gehabt und gegen die Wand getreten und geschlagen.
Wie endete es?
Mein Mann hatte mich in die Psychatrie gebracht.

Es war der 18. Mai. Ich musste meine Kinder ( 4 u. 5. Jahre ) in die Kita bringen, damit ich auf Arbeit konnte. Ich war voll im Stress weil ich sowieso schon zu spät kam. Mein Sohn war da aber anderer Meinung. Er war der Meinung er müsse mal wieder rumbocken anstadt sich anzuziehen. Und so kam eine Sache in die andere und ich war dann so wütend das ich ihn den Po versolte. Aber anstadt er losheulte lacht er mich dann noch aus. Ich fing dann an zu heulen, das fand er dann nicht mehr so lustig. Ich habe mir dann den ganzen Tag Vorwürfe gemacht und darüber nachgegrübelt. Ich habe dann versucht mit meiner Schwester darüber zu reden, die mir dann aber nur sagte: " Denke daran was unser Vater immer mit mir gemacht hat". Ich muss dazu sagen das mein Vater sehr gewaltätig war und mich immer geschlagen hat. Es war grauenvoll ich steigerte mich immer mehr rein, dann habe ich auch noch im Radio gehört wie eine Frau ihre 2 Kinder umgebracht hat. Und dann war es zu viel ich hatte solche Angst das ich durchdrehen würde und meinen beiden Kinder etwas antun könnte das ich in ein Heulkrampf viel und gegen unsere Wand in der Küche geschlagen und getreten habe. Als ich dann soweit wieder normal denken konnte, hab ich meine beiden Söhne geschnappt und bin mit ihnen zu meinen Eltern gefahren. Ich habe meiner Mutter alles erzählt. Sie hat mich dann wieder so halbwegs wieder beruhigt und mir gesagt das völlig normal sei und ich sollte mir keine Sorgen machen, da ich sowas sowieso nicht machen würde. Ich habe mich dann wieder beruhigt, bis mein Mann kam. Ich habe ihm die ganze Geschicht dann erzählt und ich fühlte mich dabei so mieß, aber das einzigste was meinem Mann dazu einfiel war: " Schatz ich versteh dich nicht. Wo ist dein Problem." So und damit war die ganze Sache wieder aufgetan. Ich habe dann zu meinem Mann nur noch gesagt er solle mich ins Krankenhaus bringen bevor ich ihm oder den Kindern noch etwas antue. Das tat er dann auch. Ich habe mich dafür so geschämt, das ich das getan habe, ich konnte mir noch nicht mal ein Foto von meinem Sohn anschauen. Und so geht es mir heute auch noch. Ich schäme mich immer noch dafür oder beziehungsweise habe angst vor diesem Gedanken ich könnte meinen beiden süßen Jung´s irgendetwas schreckliches antun, obwohl ich weiß das ich niemals dazu in der lage wäre, so etwas schreckliches zu tun. Weil ich sie viel zu sehr liebe.

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Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 3 Jahren

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Kommentare

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  • OH !!weisst du mich erschreckt dein vor die Wand laufen und diese Dinge--warum ???Das ist nicht normal--und das weist du hoffentlich--was macht man mit Dir jetzt??Therapie??Also wer so agressiv werden kann,da muss man leider auch um die Kinder bangen..Du sagst du würdest das niemals tun.WAS??Versohlt hast du ihn ja nun...und keinerlei Unterstützung hast du--dein Mann sagt egal deine mutter/Schwester sagt nichts...na toll ich finde deine Geschichte nicht normal!!!Egal was der Auslöser bei dir war und ist--du musst unbedigt mit guten Leuten darüber reden--Menschen die dafür da sind dich dann zu halten und aufzubauen--versuchs mal im Jugendamt oder bei der Kinderhilfe--usw..ich meine das Du dringend Hilfe brauchst!!Auch wenn du hier sagst du würdest es nie tun--aber die gedanken und die Ängste hast du doch--woher???Und das reicht schon davn musst du dich befreien egal wie--für deine Kinder die du liebst....l.G

  • Hi Brina,
    ich schließe mich meiner Vorrednerin in vollem Maße an. Den Po versohlen in einer Stresssituation - das kommt schon mal vor. Wer Kinder hat, weiß das - ich auch Gut. Das heißt ja nicht, dass es richtig ist - jedoch wirklich geschadet hat es sicher nicht....

    Ganz wichtig habe ich es immer gefunden, wenn denn einmal so etwas geschah - kurze Zeit später sofort darüber reden. Ein Fünfjähriger versteht mehr, als man denkt. Und kein Drama davon machen. Ein Klaps auf den Po oder auf die Finger - hat mit Gewalt antun nichts zu tun - Gewalt sieht anders aus Gut. Schon Deine Reaktion zeigt doch - dass Du es als "falsch" empfindest, und es somit sicher eine "Ausnahmesituation" war.

    Ich denke auch, dass hier eigene Kindheitstraumata von Dir selbst empfindlich berührt und los getreten wurden - und wenn Du in Behandlung bist, sprich es dort an! Jedoch beruhige Dich wieder - nimm Deinen Kleinen in den Arm und sag ihm, dass es Dir leid tut. Jedoch nur, wenn er sich überhaupt noch daran erinnern kann - ansonsten hätte es keinen Sinn mehr.

    Ich finde es wichtig, dass Du erst einmal selbst erkennst - was Dich so stresst und unter Druck setzt. Es ist immer am besten, an der Wurzel eines Übels anzusetzen. Ich verstehe Dich voll - ich habe 2 Kinder allein erziehend groß gezogen. Und ich war auch nur Mensch und hatte auch nur Nerven und einen Klaps gab es hier oder da auch mal - nicht oft, aber es kam vor. Meine Kinder haben allerdings verstanden, wenn ich ihnen dann erklärte, wie es dazu kam. Und sie haben keinerlei Schäden dadurch zurückbehalten. Und sie erinnern heute keine "Gewalt" - also: Du bist weder gewalttätig noch eine Gefahr für irgend wen. Nur scheinends sehr überspannt - und dagegen wirst Du das Richtige tun.

    LG

  • das sitzt tiefer!

    Liebe Brina,
    es tut mir sehr leid, dass du dir solche Sorgen um deinen Sohn machst. Aber glaube mir, fast alle Eltern wollen ihre Kinder gewaltfrei erziehen, und wie vielen "rutscht" in Extremsituationen doch "mal die Hand aus". Das ist zwar schade, fügt einer liebevollen Eltern-Kind- Beziehung aber normalerweise keinen nachhaltigen Schaden zu! Was bei dir passiert, ist dass du dadurch in DEIN Kindheitstrauma zurückversetzt wurdest. Du erlebst all den Schmerz und die Angst und überträgst sie jetzt auf deine Situation heute. Hab keine Angst, ich glaube auch nicht, dass du deinen Kleinen ernsthaft etwas antun würdest. Dein inneres Kind ist es das zutiefst verstört ist, und dem muss geholfen werden! Aus deiner anderen Frage weiss ich ja, dass du in therapeutischer Behandlung bist. Bleib geduldig - auch mit dir selbst und schau auf das, was du bis jetzt erreicht hast. Du liebst deine Familie und sie lieben dich. Das ist doch eine gute Basis für die Zukunft!
    Alles Liebe, dacapo

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