Erfahrungsbericht: Mein Erfahrungsbericht zu meinen Überlegungen und ersten Schritte bis zur Brustvergrößerungs-OP

Was ist zuerst passiert?
Erste Überlegungen zum Thema Brustvergrößerung
Wann ist es passiert?
Frühjahr 2006
Was ist sonst passiert?
Erstes Beratungsgespräch zur Durchführung einer eventuellen Brustvergrößerung
Wie endete es?
Zweites Beratungsgespräch zur Vorbereitunge der geplanten Brustvergrößerung

Hallo Ihr Lieben,

auch wenn meine Erfahrungen zu meiner Brustvergrößerungs-OP auch detailliert auf meiner Homepage http://www.mein-erfahrungsbericht.de/ nachzulesen sind, habe ich mich entschieden, Teile daraus, hier als persönlichen Erfahrungsbericht einzustellen.

Im ersten Teil geht es um meinen Erfahrungsbericht zu meinen Überlegungen und den ersten Schritten bis zur Brustvergrößerungs-OP:

Erste Überlegungen:

Es war im Januar 2006. Ich war gerade 39 Jahre geworden. Und hatte im vergangenen Jahr gute 20 kg Gewicht abgenommen. Machte viel Sport, genoß es, Kleidung in Größe 34 oder 36 tragen zu können statt wie vorher in Größe 46. Allerdings war durch die Gewichtsabnahme und durch den Sport mein vorher ja auch schon nicht allzu üppiger Busen leider noch mal geschrumpft. Selbst normale BHs in Körbchengröße A waren mir manchmal schon zu groß.

Und da fing ich zum ersten Mal ernsthaft an, über eine mögliche Brustvergrößerung nachzudenken. Natürlich hat mich auch in meiner Jugend schon mein kleiner Busen gestört. Und natürlich hatte ich in den letzten Jahren auch mal die Fernseh-Reportagen über Brust-OPs gesehen. Und natürlich hatte ich die Spekulationen in der Klatschpresse verfolgt, bei welchem Promi die Brüste echt sein sollte und wer sich möglicherweise heimlich oder ganz "offiziell" Silikon hat einsetzen lassen.

Aber niemals hätte ich zu der Zeit gedacht, daß so eine OP jemals für mich infrage kommen würde. Ich bin irgendwie mit der Haltung aufgewachsen, daß man zu sich und seinem Körper stehen müsse. Daß so eine Schönheitsoperation oberflächlich und höchstens was für Promis wäre. Daß es im Leben doch Wichtigeres gebe als über solche Äußerlichkeiten nachzudenken.

Und als ich dann anfing, mich über dieses Thema zu informieren, hatte ich dabei fast ein schlechtes Gewissen. War für mich auch erst mal eher abstrakt und theoretisch. Konnte mir nicht vorstellen, daß ich diese OP wirklich jemals machen würde.

Was mir dann sehr geholfen hat, den Mut dafür aufzubringen, war der Informationsaustausch in verschiedenen Internet-Foren, in denen ich merkte, daß ich mit meinen Überlegungen nicht alleine war. Stellte fest, daß sich dort ganz normale Mädels mit ähnlichen Gedanken beschäftigten. Daß es nicht obeflächlich oder gar verwerflich sein müsse, sich den Wunsch nach einem schönen Busen über eine OP verwirklichen zu wollen.

Natürlich sollte man sich vorher mit den Vor- und Nachteilen intensiv auseinandersetzten. Man sollte wissen, was machbar ist und was nicht. Und auch welche Risiken damit verbunden sind. Ende Januar war ich dann soweit, daß ich mir vornahm, zumindestens mal ein BG mit einem PC führen zu wollen.

Mein erstes Beratungsgespräch:

Nachdem ich mich mich ungefähr 2-3 Wochen intensiv mit dem Gedanken an eine eventuelle Brustvergrößerung befasst habe, war ich soweit, dass ich auf jeden Fall mal ein Beratungsgespräch führen wollte.

In meinem Bekanntenkreis gab es aber leider niemanden, mit dem ich darüber sprechen konnte. Deshalb habe ich im Internet nach Empfehlungen für einen PC bei mir in der Nähe gesucht, bin dabei auf einige sehr positive Berichte über Dr. Pullmann gestossen, habe mir seine Internet-Seite angeschaut und insgesamt so einen guten Eindruck gewonnen, dass ich mir vornahm, dort anzurufen.Die auf der Internetseite abgedruckte Telefon-Nummer nahm ich mir mit in die Firma, musste aber allen Mut zusammen nehmen, in meiner Mittagspause vom Handy aus dort anzurufen. Ich war soooo aufgeregt! Und zuerst fast ein bischen erleichtert, als niemand abnahm. Aber nur 1 Minute später kam schon der Rückruf auf meinem Handy.

Eine Mitarbeiterin von Dr. Pullmann stellte sich mir vor, fragte, weshalb ich angerufen hätte. Und ich erinnere mich noch, wie schwer es mir damals gefallen ist, laut auszusprechen, dass ich gern einen Beratungs-Termin für eine eventuelle Brustvergrößerung machen wolle. Für sie war es natürlich eine ganz normale Frage. Auf jeden Fall wirkte sie sehr nett und freundlich, und wir fanden einen Termin, der bei mir und bei Dr. Pullmann passte. Es war Freitag, der 17.02.06. um 17.00 Uhr.

Am 17.02. war es für mich in der Firma ziemlich hektisch, habe es nur knapp geschafft, rechtzeitig wegzukommen. Und kam supergestresst mit ein paar Minuten Verspätung in der Praxis an. Und ich war noch viel aufgeregter als vor dem Telefonat. Als ich an der Eingangstür nicht gleich das Namens-Schild mit der dazugehörigen Klingel fand, habe ich einen kurzen Moment überlegt, ob ich nicht einfach kehrt machen solle. Naja, ich habe mich dann überwunden, die Klingel gefunden und geklingelt.

Die nette Arzthelferin, mit der ich auch schon telefoniert hatte, machte mir die Tür auf und begrüßte mich total herzlich. Sie meinte, sie hätte schon versucht, mich zu erreichen, damit ich mir noch etwas Zeit lassen könne. Denn die Dame, die den vorherigen Beratungstermin hatte, wäre etwas zu spät gekommen. Und es würde noch einen Moment dauern.

So nahm ich erst mal im Wartezimmer Platz. Um eine Zeitschrift oder ein Buch zu lesen, war ich immer noch zu aufgeregt, schaute mir aber einige Broschüren zum Thema Brustvergrößerung an. Und wieder kamen die Überlegungen, ob das wirklich richtig sei, was ich da vorhatte. Kam mir selber ganz fremd vor und wäre am liebsten einfach aufgestanden und wieder gegangen.

Dann war es soweit. Dr. Pullmann öffntete die Tür von seinem Beratungszimmer, begrüßte mich und bat mich herein. Er wirkte auf eine zurückhaltende und gleichzeitig offene Art auf mich sehr vertrauenserweckend, und ich fasste mir gleich zu Beginn des Gesprächs ein Herz und erzählte ihm, dass ich fürchterlich aufgeregt sei. Mit dem für mich sehr ungewöhnlichem Thema "Brustvergrößerung" ging er aber so sensibel und unbefangen um, dass meine Aufregung schnell verflog.

Dr. Pullmann erzählte mir, wie eine BV grundsätzlich ablaufen würde, erläuterte mir die verschiedenen Methoden und Techniken, klärte mich über die Risiken auf und zeigte mir auch einige Implantate. Wir besprachen, dass bei wenig Eigengewebe auf jeden Fall UBM operiert werden solle, weil man sonst die Ränder der Implantate sehen könnte und der Busen sehr künstlich und aufgesetzt wirken würde.

Er erklärte mir genau, welche verschiedenen Zugangsmöglichkeiten es gebe, über die Brustfalte, den Brustwarzenhof oder die Achsel. Und daß er alle Techniken beherrschen würde. Auch den Achselschnitt, mit dem er sehr viele Erfahrungen hätte. Und daß er dabei für eine bessere Einsicht in das OP-Gebiet endoskopisch arbeiten würde. Ich erzählte ihm aber, dass ich eigentlich am liebsten den BWS hätte.

Dann zeigte ich ihm ein paar Wunschbilder, die ich mir aus Zeitschriften ausgerissen und mitgenommen habe. Woraufhin er mir gleich sagte, dass für so ein Ergebnis nur anatomische Implantate infrage kommen würden.

Danach gingen wir an seinen Computer und guckten uns Bilder von operierten Patientinnen mit anatomischen Implantaten an. Und ich muß sagen, dass mir eigentlich alle Bilder sehr gut gefallen haben. Habe ihm aber auch gesagt, wo ich die Größe der Brust gut fand, und wo sie mir - für mich - zu groß vorgekommen wäre.

Ich hatte mir auch eine Liste mit verschiednen Fragen mitgenommen, musste aber kaum Fragen von der Liste ablesen, weil er mich auch so über alles informierte, und wir im lockeren Dialog schon fast alles besprochen haben, was mir wichtig vorkam.

Anschließend fragte Dr. Pullmann, ob ich damit einverstanden sei, dass er sich mal meine Ausgangslage angucken würde. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon totales Vertrauen zu ihm gefasst, war auch gar nicht mehr aufgeregt. Wir gingen also gemeinsam in ein anderes Zimmer, dort zog ich meine Oberteile aus und der Doc guckte sich ganz genau meine Ausgangslage an. Stellte fest, dass ich wirklich nur wenig Eigengewebe hatte und empfahl mir die anatomischen Implantate von Inamed McGhan in der Größe 280-295 cc.

Anschließend sprachen wir - dann natürlich angezogen und wieder in seinem Beratungszimmer - noch über den Preis und den möglichen OP-Termin. Theoretisch wäre von seiner Seite schon ein Termin im März möglich gewesen, aber ich konnte mir erst im April, in der Woche vor Ostern, so lange Urlaub nehmen. Hätte gern Donnerstag, den 06.04. als OP-Termin gehabt, aber der war schon komplett belegt. Wir einigten uns dann auf den 07.04. Dann hätte ich ja immer noch die komplette folgende Woche, das Wochenende und den Ostermontag zur Erholung. Das würde auch nach Meinung des Docs vollkommen ausreichen.

Wir vereinbarten dann gleich einen weiteren Termin für ein 2. BG zur Besprechung der weiteren Details für die OP. Der Narkosearzt wäre dann auch da. Und die Blutabnahme für die Blutuntersuchung könne dann auch gleich gemacht werden. Ich müsse mich nur noch selber um die benötigte Mammografie kümmern.

Das Gespräch hatte insgesamt 1 ½ Stunden gedauert. Und ich hatte ein so gutes Gefühl, daß nicht nur alle Fragen, die ich stellen wollte,beantwortet wurden, sondern auch die, an die ich gar nicht gedacht habe. Und vor allem habe ich so viel Vertrauen gefasst, daß ich sicher war, daß ich den richtigen PC für mich gefunden hatte….

Mein 2. Beratungsgespräch:

Die Zeit zwischen meinem 1. und 2. BG habe ich damit verbracht, mir über alles mögliche Gedanken zu machen. Vor allem wegen der Wahl der Schnitt-Technik war ich mir sehr unsicher. Mein ursprünglicher Wunsch war ja BWS, aber als der OP-Termin dann stand, kam es mir auf einmal doch etwas "gruselig" vor, mir an der Brustwarze "herumschnippeln" zu lassen.

Mein 2. BG hatte ich am 09.03, und dieses Mal war ich lange nicht so aufgeregt wie beim 1. Gespräch. Dr. Pullmann besprach mit mir die OP-Details, und dabei erzählte ich ihm auch von meiner Unsicherheit wegen der Schnitt-Technik. Dr. Pullmann bestätigte mir noch mal, daß er bei mir alles gut machen könne. Er zeigte mir Bilder von BWS-Narben, die total unauffällig waren. Das gefiel mir schon, aber ich schwankte immer noch etwas. Da meinte er, es sei kein Problem, ich könne mich auch noch kurz vor der OP umentscheiden.

Danach ging er mit mir den OP-Vetrag durch, gab mir noch Tipps, worauf ich vor und nach OP achten solle und machte dann die Vorher-Fotos . Dabei hat er noch mal genau Maß genommen, wobei er feststellte, daß es einen minimalen Größenunterschied bei meinen Brüsten gab. Die linke war etwas kleiner. Das könne man eventuell durch 2 unterschiedlich große Implies ausgleichen (280er und 295er), müsse es aber nicht. Mir war - ehrlich gesagt- etwas unwohl bei dem Gedanken an zwei unterschiedlich große Implies, auch wenn ich es rational nicht begründen konnte.

Als ich das Dr. Pullmann sagte, meinte er, das wir das auch nicht heute entscheiden müssten. Er hätte auf jeden Fall bei der OP beide Größen da und könnte dann schauen, was besser passt und besser aussehen würde. Und da ich schon beim 1. Gespräch mit ihm den Eindruck gewonnen hatte, daß er wirklich daran interessiert war, das individuell bestmögliche Ergebnis für seine Patientinnen zu erreichen, vertraute ich ihm, daß er bei der OP die für mich beste Implie-Größe nehmen würde.

Außerdem wurde mir in der Praxis von der supernetten Arzthelferin noch das Blut abgenommen. Und der Narkose-Arzt führte mit mir noch ein ausführliches Gespräch zu allem, was mit der Narkose zu tun hatte. Ich erzählte ihm, daß es mir in der Vergangenheit nach Vollnarkosen immer sehr schlecht ging und mir übel geworden ist. Er meinte, daß man das auch heute als Nebenwirkung nicht ausschließen könne. Aber insgesamt seien Narkosen heutzutage viel sanfter und verträglicher als früher.

Ich bekam dann noch viele Unterlagen mit, in denen das, was wir besprochen hatten, auch noch mal zum Nachlesen stand. Vor allem die Anweisungen, worauf ich in den letzten Tagen und Stunden vor OP zu achten hatte (z.b. kein Aspirin, kein Alkohol, letzte Mahlzeit am Abend vor der OP, letztes Getränk (Wasser) einige Stunden vor OP….). Und auch Tipps und Anweisungen für die Zeit danach (knöpfbare Oberteile, keine Arme über Kopf heben, keine Anstrengung…)

Als ich nach dem BG die Praxis verließ, hatte ich das Gefühl zu schweben. Alles kam mir so unwirklich vor. Konnte kaum glauben, daß es jetzt wirklich fest und real sein würde, daß ich eine Brustvergrößerung bekommen würde. Und daß ich es in knapp einem Monat schon hinter mir haben würde….







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Vor mehr als 4 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr

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