Erfahrungsbericht: Die letzten Wochen und Vorbereitungen bis zur Brustvergrößerung und die Durchführung der Brustvergrößerungrungs-OP

Was ist zuerst passiert?
Entscheidung zur Durchführung einer operativen Brustvergrößerung
Wann ist es passiert?
Frühjahr 2006
Was ist sonst passiert?
Die letzten Wochen und Vorbereitungen bis zur Brustvergrößerung
Wie endete es?
Durchführung der Brustvergrößerungs-OP

Hallo Ihr Lieben,

auch wenn meine Erfahrungen zu meiner Brustvergrößerungs-OP auch detailliert auf meiner Homepage http://www.mein-erfahrungsbericht.de/ nachzulesen sind, habe ich mich entschieden, Teile daraus, hier als persönlichen Erfahrungsbericht einzustellen.

In diesem Teil geht es um meinen Erfahrungsbericht der letzten Wochen und Vorbereitungen bis zum OP-Termin und um die Durchführung der Brustvergrößerungs-OP:

Die Zeit bis zur OP:

Nach meinem 2. BG stand es ja nun definitiv fest, dass ich die OP wirklich machen lassen wollte. Der Vertrag war unterschrieben. Die Blutabnahme hatte ich hinter mir. Alle Details zum Ablauf waren besprochen.

Und nun begann die Zeit des Wartens. Noch über 4 Wochen bis zum OP-Termin !!!! Es kam mir vor, als wäre das noch eine Ewigkeit. Ich konnte mir irgendwie noch gar nicht vorstellen, wie es danach sein würde.Aber es verging kein Tag, an dem ich nicht an die OP dachte. Es gab fast nichts, was ich nicht irgendwie in Zusammenhang mit der geplanten BV gebracht hätte.

Bei Terminen:

Liegt der geplante Zeitpunkt vor der OP, kurz danach oder Wochen / Monate danach? Ist die geplante Aktivität dann schon wieder möglich (z.B. Kanutour) oder noch nicht?

Beim Einkaufen von Kleidung:

Kann ich das Oberteil danach noch tragen oder ist es möglicherweise zu eng? Sollte ich noch neue Unterwäsche und Bikinis kaufen oder noch warten?

Beim Sport:

Wie lange würde ich wohl verzichten müssen? Und würde danach alles wieder so gehen wie vorher?

Und, und, und …..

Vor der OP musste ich mich ja auch noch um ein paar Dinge kümmen. Z.B. um die Mammografie. Und obwohl ich dachte, dass ich noch genügend Zeit hatte, habe ich nur mit Müh und Not einen Termin bekommen, weil eine andere Patientin abgesagt hatte.

Da bekam ich dann noch einen kleinen Schock, als die Ärztin mit ihrer Helferin während des Schallens meiner Brust über einen Befund sprach und sich erst nach qualvollen Minuten für mich herausstellte, dass es dabei gar nicht um mich ging, Aber letztendlich war bei mir alles in Ordnung. Der OP stand also nichts mehr im Wege.

Die OP:

Nachdem ich in der letzten Nacht vor der OP wider Erwarten doch ganz gut geschlafen hatte, war endlich der Morgen des 06.04. gekommen.Und da stellte sich bei mir heftigste Aufregung ein. Ich duschte, trank noch etwas Wasser, was ja erlaubt war. Essen durfte ich nicht mehr. Dann verabschiedete ich mich kurz im Internet-Forum und los ging es.

Mein Mann brachte mich um 9.00 Uhr mit dem Auto in die Beauty-Klinik nach Hamburg Pöseldorf. Unterwegs war ich kaum in der Lage zu sprechen, so aufgeregt war ich. Ich muß aber sagen, daß die Klinik echt nett aussah. Eine richtig schöne Villa, einigen vielleicht bekannt aus der Serie "die Beauty-Klinik". Drinnen mußte ich nur einen kurzen Moment im Empfangsbereich warten und wurde dann in mein Zimmer gebracht. Das war sehr superschön, überhaupt nicht klinikmäßig eingerichtet. Mit direktem Zugang zum eigenen Badezimmer nur wenige Schritte von meinem Bett entfernt. Natürlich auch mit TV-Gerät. Und obwohl das Zimmer eigentlich als Zweitbett-Zimmer eingerichtet war, hatte ich es für mich alleine.

Nach der Verabschiedung von meinem Mann, der wieder nach Hause zu den Kindern mußte, kam die Schwester. Reinigte mir meinen frisch geduschten Oberkörper noch mal mit diversen Mittelchen und wickelte mir ein desinfiziertes Tuch um. Darüber zog ich das OP-Hemdchen an. Leider rutschte mir das Tuch immer wieder von meinem noch flachen Oberkörper 'runter. War ja noch keine Brust da, die es halten konnte.

Und dann hatte ich noch jede Menge Zeit, die OP sollte erst gegen Mittag sein. Erst habe ich noch etwas in Zeitschriften gelesen und dann einfach so ein bischen gedöst. Wurde aber mit der Zeit immer noch aufgeregter.

Gegen 11.00 Uhr kam dann ein total entspannter und netter Dr. Pullmann in mein Zimmer. Er fragte mich, ob ich arg aufgeregt sei oder nur ein bischen. Ich antwortete der Wahrheit entsprechend: "arg aufgeregt". Aber er schaffte es auf seine ruhige Art, mir - zumindestens solange er da war - einen großen Teil der Aufregung zu nehmen. Und er meinte, daß er noch ganz viel Zeit für mich hätte, um alles zu besprechen. Der OP-Raum würde jetzt noch fertig gemacht werden, das dauerte so ungefähr eine Stunde, und er hätte auch vorher nichts mehr vor. Und nach der OP müsse er auch erst so gegen 15.00 Uhr in der Praxis sein.

Dann sprachen wir noch mal ganz lange über die Größe: Entweder 2 verschiedene (280 und 295), da rechts etwas größer wirkte (aber wahrscheinlich nur die Haut, nicht das Gewebe), oder doch etwas mehr, also die 320er. Ich bin dann so mit ihm verblieben, daß ich volles Vertrauen zu ihm habe, und daß er es während der OP ausprobieren könne und das nehmen sollte, was am besten bei mir aussieht. Beim Aufmalen der Linien auf den Körper bestätigte ich noch mal, daß ich immer noch den BW-Schnitt wollte. Den wollte er dann ganz leicht am inneren Rand des BW-Vorhofs ausführen. Da ich keinen klar abgegrenzten Rand habe, würde man ihn so nicht so stark sehen. Daß es anatomische werden sollten, hatten wir ja schon in den BGs festgelegt.

So gegen 12 Uhr wurde ich dann in den OP gebracht. Er war vom Zimmer nur wenige Schritte entfernt. Im OP-Saal sah ich Dr. Pullmann dann zum ersten Mal in voller OP-Kleidung. Da kam er mir ganz fremd vor. Auch den Anästhesisten habe ich kaum wiedererkannt. Ich mußte dann auf der OP-Liege Platz nehmen. Die Arme wurden fixiert und ich bekam den Zugang fürdie Narkose gelegt, war dann auch ziemlich schnell weg. So richtig aufgewacht bin erst so wieder um 17.00 Uhr. Mir ging es kreislaufmäßig nicht so gut, mir war übel und schwindelig. Die anderen Schmerzen hielten sich in Grenzen. Fühlte sich eher so an wie ein extrem starker Muskelkater. Das Heben des Oberkörpers empfand ich aber als sehr unangenehm. Das Liegen auf dem Rücken allerdings auch.

Und ich hatte solchen Durst. Auf meinem Nachttisch stand eine Selter, die ich vor der OP schon einmal aufgemacht hatte, weil mir jemand mal erzählt hatte, daß das Öffnen direkt nach der OP nicht so leicht wäre. Und dann habe ich ganz viel getrunken.

Aber dann wurde mir sooo übel und mein Kreislauf war auch total im Keller. Dachte einen kurzen Moment, warum ich das alles auf mich genommen habe, und wie ich wohl bloss die Nacht überstehen würde. Konnte zwar schon alleine aufstehen und mich irgendwie zur Toilette schleppen. Aber fühlte mich zu schwindelig, um zu telefonieren oder eine SMS zu verschicken.

Meine Drainagen waren bis dahin eigentlich fast trocken, es kam kaum Blut oder Wundflüssigkeit. Aber gegen 19.30 konnte ich gegen die Übelkeit nicht mehr ankämpfen, habe das erst Mal gespuckt. Und dann ging es auf der rechten Seite mit den Blutungen los. Mir war das zu dem Zeitpunkt ziemlich egal, aber die Schwester machte sich wohl Sorgen um mich und rief am Abend noch Dr. Pullmann an.

Gegen 21.00 Uhr kam dann Dr. Pullmann direkt aus der Praxis. Er war sooo supernett, hat ganz lange bei mir am Bett gesessen, mich getröstet, und irgendwann versucht, mir ganz schonend beizubringen, dass er die rechte Brust doch lieber noch mal aufmachen würde. Er meinte zwar, die Drainage wäre ja da, und es könnte auch so weiter auslaufen, aber auf Dauer wäre sonst das Risiko einer Kapselfibrose zu gross, und er wollte einfach sehen, was los war.

Ich habe in dem Moment, als er mir davon erzählte, erst gedacht, daß er von einem nochmaligen Aufmachen in der fernen Zukunft sprechen würde. Und als ich dann realisierte, daß er meinte, jetzt gleich, habe ich erst mal total die Krise bekommen. Ich war doch so froh, daß ich die ersten Stunden Post-OP schon geschafft hatte, wollte einfach nicht, daß noch mal alles von vorne losgehen würde.

Aber irgendwie erklärten mir die Narkose-Ärztin und Dr. Pullmann, daß der zweite Eingriff nicht so lange wäre (nur ca 20 Minuten). Da würde nur das Implantat herausgenommen werden, die Wunde gereinigt, eventuelle Blutungsherde verödet. Und das wars. Deshalb wäre auch die Narkose nicht so stark, und sie könnte sogar meiner Abwehrreaktion (also dem Spucken und der Übelkeit) entgegenwirken. Und so war es dann glücklicherweise auch.

Bis der OP-Raum und Personal allerdings fertig waren, war es schon fast 23.00 Uhr abends. Da mein Kreislauf immer noch nicht stabil war - ich hatte ja auch den ganzen Tag noch nichts gegessen -, haben mir drei Leute geholfen, den kurzen Weg in den OP-Raum zu schaffen. Dort angekommen dachte ich nur "bitte nicht noch mal", als die ganze Prozedur, die ich ja schon einmal hinter mich gebracht habe, von vorne losging.

Aber als ich dann wieder aufwachte, war es morgens und mir ging es gut!!! Die Übelkeit war komplett weg. Ich hatte keinen Schmerzen und das Drainage-Ziehen hat wider Erwarten überhaupt nicht wehgetan, noch nicht einmal geziept! Ich fühlte mich sooo happy, geradezu euphorisch.

Dr. Pullmann kam dann auch ganz oft und hat sich um mich gekümmert, sagte auch, wenn ich wollte, könnte ich noch eine Nacht bleiben. Ich müßte dafür auch nicht extra bezahlen. Aber das wollte ich nicht. Ich fühlte mich ja gut, fand es in der Klinik - trotz TV-Programm - zu langweilig. Wollte lieber nachhause, wo ich herumlaufen und auch etwas tun konnte.

Ich war zu dem Zeitpunkt noch getaped, konnte also das Ergebnis noch nicht richtig erkennen, aber Dr. Pullmann meinte, es sei ganz toll geworden. Er hat übrigens auf beiden Seiten 320 ml genommen.

Am späten Nachmittag hat mich mein Mann dann abgeholt und nach Hause gebracht. Dabei war ich sehr froh, daß ich mir bequeme Sachen mitgenommen hatte, in die ich für den Rückweg einfach so `reinschlüpfen konnte. Bis dahin hatte ich in der Klinik - trotz all der vielen Sachen, die ich mir extra für den Klinik-Aufenthalt gekauft hatte, nur das OP-Hemdchen anbehalten.

Zuhause hatte ich - mit Ausnahme vom Rücken beim langen Liegen - gar keine Schmerzen mehr, kam natürlich nicht so an die hohen Schränke an, aber ansonsten ging alles (langsam) schon ganz gut....



Stichworte (Tags): Brust-OP, Brust-Vergrößerungs-OP, brustvergrößerung, Erfahrungen, Erfahrungsbericht, Plastische Chirurgie, Schönheits-OP, Schönheits-Operation, Silikon-Implantate

Vor mehr als 4 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr

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Kommentare

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  • Eins habe ich komplett vergessen! Hier mein Favorit!

    Eine Freundinn hatte mir diese Seite empfohlen! Ich finde, dass die Seite sehr seriös aussieht! sagt doch mal was ihr denkt!

    http://www.clinic-im-centrum.de/de/leistungen-frauen/brustvergroesserung/

  • Eine Antwort vielleicht!?

    Das hört sich ja gut an!

    Ich überlege immoment noch ob ich eine OP machen soll!

    Es gibt mehrer Kanidaten die als Ärzte in meiner engeren Auswahl stehen!

    Kann mir dazu jemand etwas sagen?

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