- Was ist zuerst passiert?
- Brustvergrößerungs-OP
- Wann ist es passiert?
- 2006
- Was ist sonst passiert?
- Die ersten Wochen nach der Brustvergrößerung
- Wie endete es?
- Mein Leben mit der meinem neuen Busen
Hallo Ihr Lieben,
auch wenn meine Erfahrungen zu meiner Brustvergrößerungs-OP auch detailliert auf meiner Homepage nachzulesen sind, habe ich mich entschieden, Teile daraus, hier als persönlichen Erfahrungsbericht einzustellen.
Hier meine Erfahrungen über mein Leben nach der Brustvergrößerung:
Erste Tage Post-OP:
07.04.06/1. Tag Post-OP: Nachdem ich ja am Vortag zweimal operiert werden musste, konnte ich am Tag nach OP erst so gegen 17.00 Uhr die Klinik verlassen. Fühlte mich supermüde und schwach, war aber froh endlich zuhause zu sein. Außer im Rücken keine Schmerzen, aber starke Bewegungseinschränkungen in den Armen. Habe abends gleich noch ein Glas fallen lassen, weil ich es nicht richtig halten konnte.
Kam aber wider Erwarten von Anfang an schon recht gut aus dem Liegen alleine hoch. Nicht schmerzfrei, aber es ging (leicht seitlich abgestützt auf den Arm, danke an die Trainer im Fitness-Studio, die mich mit den Übungen für die schräge Bauchmuskulatur gequält haben).
Für die Nacht nahm ich trotzdem vorsichtshalber eine Schmerztablette, rechnete immer noch damit, dass irgendwann Hammer-Schmerzen kommen würden- kamen aber nicht.
Nur die Rückenschmerzen beim auf-dem-Rücken-liegen hatte ich mir nicht so schlimm vorgestellt. Konnte nur ungefähr 3 Stunden schlafen, stand immer wieder auf, bin im Kreis gelaufen, habe versucht im Sitzen zu schlafen usw. Irgendwann nachts gegen halb Vier gab ich die Schlafversuche auf und stand auf....
08.04.06 /2 Tage Post-OP: Die Rückenschmerzen machten mich fast wahnsinnig. Ansonsten : Ungläubiges Staunen, dass ich - solange ich die Arme nur vorsichtig bewegte - sonst keine anderen Schmerzen hatte. Stärkere Armbewegungen verursachten aber schon ein unangenehmes bis schmerzhaftes Gefühl, und es fehlte auch einfach Kraft in den Armen.
Hohe Schränke gingen gar nicht (sollten ja auch nicht). Wollte ein Fenster schließen, das auf Kipp stand : Aua!!! Hosenknopf einer Jeans zumachen: Uiiiii. Lieber doch eine bequeme Legging ohne Knöpfe anziehen…. Bischen Katzenwäsche sitzend in der Badewanne ging dafür schon ganz gut, nur Haarewaschen musste mein Mann für mich machen….
Ansonsten war so ein Tag unendlich lang, wenn man nur so wenig schlafen und auch sonst nicht viel machen konnte. Highlight des Tages war ein kurzer Spaziergang mit Hund und Mann.
09.-11.04.06/03.-05. Tag Post-OP: Am 03. Tag konnte ich nicht mehr zuhause 'rumsitzen, ging deshalb zum Friseur und machte meinen ersten kleinen Einkauf im 2 km entfernten Supermarkt, merkte aber nach wenigen Metern wie schwer 2 kg Äpfel werden konnten.
Ab 04. Tag schaffte ich das mit dem Haarewaschen über die Dusche gebeugt schon alleine. War die ganze Zeit nicht müde, hatte keinen Hunger, fühlte mich super und mußte mich fast zur Schonung zwingen. Legte mich alle 1,5 - 3 Stunden für eine halbe Stunde mit Kühl-Pads auf das Sofa oder ins Bett. Verschiedenste Experimente gegen die Rückenschmerzen (vor allem nachts) führten nur langsam zu Besserung. Beweglichkeit der Arme wurde jeden Tag besser.
12.04.06 / 06. Tag Post-OP: Die erste Nacht fast ohne Rückenschmerzen lag hinter mir, aber nach wie vor sehr kurz. Der heißersehnte Tag zur Nachkontrolle bei Dr. Pullmann war gekommen. Ich fuhr das erste Mal alleine Auto. Das ging schon ganz gut, auch wenn ich in den Kurven ziemlich lange brauchte, um das Lenkrad zu drehen. War aber froh, daß ich Servo und Automatik hatte. Trotzdem waren meine Einparkversuche in eine enge Parklücke vor der Praxis nicht von Erfolg gekrönt. Blieb dann einfach schräg stehen.
Nach der Verbandsabnahme konnte ich meine neuen Brüste zum ersten Mal im Ganz-Körper-Spiegel der Praxis bewundern. Ich fand sie sooooo schön, war total überwältigt, euphorisch und einfach glücklich. Dr. Pullmann war supernett und auch sehr zufrieden. Er macht noch Fotos und wir vereinbarten einen Termin in der nächsten Woche, in dem auch die Fadenenden an den Nähten entfernt werden sollten.
13.-15.04.06 / 07.-09. Tag Post-OP: Die Euphorie hielt an , ich eroberte mir jeden Tag ein Stückchen mehr Normalität zurück. Beweglichkeit der Arme wurde deutlich besser, aber im Narbenbereich spürte ich hin und wieder mal ein Ziepen, über das ich mich am Anfang erschreckte, schien aber im Heilungsprozess normal zu sein…
Leichter Appetit kam langsam zurück.
Mehr als 3-5 Stunden nachts konnte ich aber nach wie vor nicht schlafen. Erster kleiner Rückschlag bei den Ostereinkäufen. Mußte unter anderem zwei schwere Skateboards in den Wagen und später auf das Laufband der Kasse hieven , das war dann doch etwas zu viel….
16.04.06 / 10. Tag Post-OP: Hatte zum ersten Mal überhaupt keine Zeit, mich tagsüber auch nur 5 Minuten hinzulegen. Es war Ostersonntag und es gab ein großes Familientreffen mit 8 Erwachsenen und 8 Kindern, von denen mit Ausnahme von meinem Mann niemand von der OP wusste und dementsprechend auch niemand Rücksicht nehmen konnte. Von den Kindern beim Toben angerempelt zu werde, war sehr unangenehm.
Und obwohl die Beweglichkeit schon wieder super war, merkte ich , dass mir manchmal noch die Kraft in den Armen fehlte. Außerdem spürte ich durch die Anstrengung und durch die fehlende Kühlung an diesem Tag stärker eine Art leichten Wundschmerz. Abends war ich dann sehr geschafft und schlief das erste Mal seit der OP mehr als 5 Stunden.......
17.04.06 / 11. Tag Post-OP: Der letzte Tag Schonfrist. Am nächsten Tag sollte der normale Alltag wieder losgehen, und ich mußte wieder arbeiten. Ich fühle mich eigentlich fit genug dafür. Es würde aber noch nicht wieder so sein wie vor der OP. Als Erklärung für gewisse Einschränkungen (z.B. schwere Sachen aus hohen Schränken holen) wollte ich mir noch eine Ausrede einfallen lassen. Vielleicht ein eingeklemmter Nerv....
Ich ließ noch mal die letzten Tage Revue passieren und dachte, daß sie ganz anders abgelaufen waren, als ich mir das vor der OP vorgestellt hatte. Einiges war schlimmer (z.B. die Rückenschmerzen), vieles war besser (z.B. Wundschmerzen), über andere Dinge hatte ich mir vorher gar keine Gedanken gemacht (z.B. Schlaflosigkeit oder Langeweile).
Auch wenn der Heilungsprozess bei jedem anders verläuft, ist es auf jeden Fall so, daß jeder Tag besser wird als der vorherige, und im Nachhinein ist der Zeitraum mit den Schmerzen und Unannehmlichkeiten zumindestens für mich doch absolut überschaubar gewesen, während ich mich über meinen neuen schönen Busen hoffentlich noch ganz lange freuen kann.....
Erste Wochen danach:
Die ersten Arbeitstage Post-OP: Mein erster Arbeitstag am 18.04. ist eigentlich ganz gut gelaufen. In der Firma weiß ja niemand über die OP Bescheid, und ich habe mir als mögliche Ausrede für meine Einschränkungen, die ich noch hatte, einen eingeklemmten Nerv einfallen lassen. Aber diese Ausrede brauchte ich gar nicht, weil niemandem etwas aufgefallen ist.
Nur ich selber merkte, daß es doch viele Dinge gab, an die ich vorher noch gar nicht gedacht hatte. Ich hätte zwar z.B. den Kofferraum meines Autos öffnen, aber nicht wieder schliessen können. Meinen Firmenausweis in der Tiefgarage aus dem Auto heraus vor das Lesegerät zu halten, war eine relativ umständliche Aktion. Und mal eben so eine Tasse aus dem hohen Schrank in der Küche zu holen, war auch nicht so einfach. Oder den obenliegenden Dimmer meines Deckenfluters im Büro zu bedienen. Und und und…
Außerdem fiel mir zum ersten Mal auf, wie viel Kraft man doch braucht, um Sicherheitstüren zu öffnen und zu schließen, was ich bei der Vielzahl von Besprechungen, die ich in verschiedenen Räumen und Etagen hatte, täglich zigmal machen musste.
Etwas ungünstig war auch, daß ich ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt sehr kurzfristig die Möglichkeit bekam, endlich wieder in ein eigenes Büro mit geschlossenen Wänden zu ziehen, was in dem nach Großraumkonzept konzipierten Bürogebäude eine seltene Chance war. Da aber meine Assistentin in Urlaub war, und ich sonst niemanden fragen wollte, da ja keiner von meiner OP wusste, hieß es für mich, eine ganze Menge schwerer Ordner alleine in Umzugskisten packen.
Auf jeden Fall hatte ich nach den ersten Arbeitstagen abends ein stärkeres Ziehen im Brustbereich als in den Tagen direkt nach OP. Das empfand ich als sehr unangenehm, gerade weil ich ja vorher schmerzfrei war.
Der 2. Kontrolltermin bei Dr. Pullmann: 2 Wochen nach OP war es soweit, endlich der Termin, bei dem Dr. Pullmann mir die Fadenenden entfernen konnte. Ich hatte zwar selbstauflösende Fäden, das heißt, im Körperinneren lösen sie sich von selber auf und brauchen nicht gezogen werden. Aber alles, was `rausguckte, konnte sich ja nicht auflösen und musste deshalb entfernt werden. War weder schmerzhaft noch unangenehm. Und ich habe mich so darüber gefreut, weil ich ja wusste, daß ich danach zum ersten Mal wieder duschen durfte.
Als ich das erste Mal meine Narben ohne Fäden gesehen, war es mir in dem Moment irgendwie doch etwas unheimlich, die Wunde um die Brustwarze herum zu sehen. Hatte keine Vorstellung darüber, wie sich die Narben weiterentwickeln würden. Aber Dr. Pullmann sagte mir, daß sie ganz toll werden würden (und damit hat er ja auch Recht behalten). Und auch sonst war alles bestens.
Ich fragte ihn auch wegen es Ziepens nach der Arbeit und er tastete daraufhin etwas erschrocken meine Brust ab, meinte dann aber selber erleichtert, daß alles in Ordnung sei.
Ich fragte ihn, wie es mit Sport wäre. Wann ich wieder auf den X-Trainer dürfe. Und er sagte, ich solle besser noch 1 Woche warten. Dann könne ich langsam anfangen, solle aber auf meinen Körper hören. Und wenn es zuviel wäre, lieber etwas zurückstecken.
Fotos machte er auch noch, und wir verabredeten, daß der nächste Kontroll-Termin 6 Wochen nach OP sein solle.
Narbenpflege: Zur Narbenpflege hatte Dr. Pullman mir empfohlen, keine spezielle Narbencremes zu verwenden, da diese zur Behandlung von keloiden (also wulstigen) Narben gedacht wären, diese flacher (und damit auch breiter) machen sollten. Bei normaler Narbenheilung könnten sie die Narben auch eher breiter machen. Er empfahl mir deshalb regelmäßiges Eincremen mit Bepanthen. Damit würde dem Narbengewebe Fett und Feuchtigkeit zugeführt werden, was dieses nicht mehr selber produzieren könne.
Und ein leichtes Einmassieren beim Eincremen würde außerdem die Durchblutung fördern. Was sich auch positiv auf die Narbenheilung auswirken würde. Und daran habe ich mich gehalten. Und war dann schnell begeistert davon, wie sich meine Narben entwickelten. 3 Wochen nach OP waren sie bei genauem Hinsehen noch sichtbar. Aber schon im Zeitraum 4-6 Wochen nach OP fielen sie, wenn man nicht besonders darauf achtete, kaum noch auf.
Das Eincremen mit Bepanthen habe ich auch dann als sehr angenehm empfunden, als so ca 2-3 Wochen nach OP die Brustwarzen auf einmal extrem empfindlich wurden. So empfindlich, daß es fast weh tat. Das ist aber wohl ein Phänomen, das relativ häufig nach BVs auftritt, und zwar unabhängig davon, wo der Schnitt gemacht wurde. Und dann zum Glück nach 1-2 Wochen von selber wieder verschwindet.
Erster Sport nach OP: Da ich vor der OP ja fast jeden Tag beim Sport gewesen bin, fiel mir die Sport-Abstinenz nach der OP erst mal sehr schwer. Habe dann einige Tage nach OP schon wieder angefangen, ganz leichte Bauchübungen zu machen. Aber keine klassischen Crunches sondern nur auf dem Rücken liegend über Heben/Strecken bzw Strecken/Beugen der Beine, was ich auch als wohltuend zur Entspannung für den Rücken empfunden habe. Aber ins Fitness-Studio bin ich - nach Rücksprache mit Dr. Pullmann - erst nach 3 Wochen gegangen, und da auch nur auf den X-Trainer erstmal ohne Einsatz der Arme. Nach ein paar Tagen habe ich zum dann die Arme für ein paar Minuten mit trainiert. Und die Dauer dann von mal zu mal etwas gesteigert.
Alles andere, vor allem Übungen, bei denen die Brust stärker beansprucht wird, habe ich aber erst 6 Wochen nach OP wieder begonnen.
Auf der Seite liegen: Während ich mich in den ersten Tagen nach OP trotz heftiger Rückenschmerzen daran gehalten habe, nur auf dem Rücken zu schlafen. Und bis dahin nur durch eine spezielle Liegetechnik die Hüften mal auf die eine und mal auf die andere Seite gedreht habe, durfte ich - nach Rücksprache mit Dr. Pullmann - ab 2 Wochen nach OP schon wieder leicht seitlich schlafen. Habe am Anfang aber versucht, mich nur soweit auf die Seite zu drehen, daß das Implie nicht auf die Matratze gedrückt wurde.
Und vor allem habe ich versucht, mich in den ersten Wochen nachts ungefähr gleich lange mal auf der einenund mal auf der andere Seite zu liegen. Hätte sonst Angst vor einem ungleichmäßigen Ergebnis gehabt. Auf dem Bauch habe ich in der ganzen Zeit nicht geschlafen. Das war erst nach 6 Wochen wieder erlaubt, aber auch da noch viel zu unangenehm, als ich daß ich das schon wieder gern gemacht hätte…
Reisen: Hatte mir vor der OP leider gar nicht so viel Gedanken darüber gemacht, daß mein "Büro-Job" auch relativ viele Geschäftsreisen mit sich bringt. Habe mich - nach einigem Hin und Her - dann kurzfristig entschieden, meine Flugreise knapp 3 Wochen Post-OP abzusagen. Es gibt zwar einige Stimmen, die sagen, daß man da schon wieder fliegen könne. Aber andere sagen, daß sich der Druckunterschied im Flugzeug negativ auf die Heilung auswirken könne und damit u.a. auch das KF-Risiko steigen würde. Da diese Geschäftsreise relativ leicht abzusagen war, habe ich sicherheitshalber auf diese Reise verzichtet.
Aber wenige Tage später musste ich dann mit dem Zug geschäftlich nach Berlin. Und das habe ich - gerade mal 3 Wochen nach OP - doch als relativ unangenehm gefunden. Vor allem das Schleppen des Rollkoffers über diverse Treppen auf den Bahnhöfen, aber auch das Ein- und Aussteigen mit Gepäck in und aus dem Zug…
Ansonsten hatte ich das Gefühl, daß alles von Tag zu Tag besser wurde. Das Fremdkörpergefühl, das am Anfang noch ausgeprägter war, das Spannungsgefühl, das Ziehen, Ziepen und Stechen, die Empfindlichkeit der Brustwarzen, die relative Festigkeit im Brustbereich…. All das wurde schnell besser, alles normaler. Und ich habe jedes Stückchen Normalität, das ich mir selber erobert habe, sehr genossen…
Das Leben danach:
In den ersten 6 Wochen nach OP habe ich mir täglich ein kleines bischen mehr "Normalität" im Alltag erobert. Habe aber aufgeregt dem Ende der ersten 6 Wochen entgegengefiebert. Denn das war ja die "magische Zeitgrenze", nach der der Heilungsprozess soweit abgeschlossen und die Implies einigermaßen fest eingewachsen sein sollten, so daß von da an wieder alles erlaubt sein sollte, was vorher "verboten" war.
Endlich wieder die Arme bedenkenlos über Kopf heben dürfen.
Endlich wieder Sport ohne Einschränkungen machen.
Endlich wieder auf dem Bauch liegen dürfen.
Und endlich tagsüber normale BHs tragen dürfen.
Und nachts ganz ohne schlafen dürfen.
Und und und….
Auf den Kontroll-Termin 6 Wochen nach OP war ich auch deshalb sehr gespannt, weil ich mich bei Dr. Pullmann mit einem Mädel verabredet hatte, die eine Woche vor mir operiert wurde und mit der ich seitdem einen netten und engen Mail-Austausch hatte. Nach mehreren Latte Macchiati in einem sonnigen Cafe gingen wir gemeinsam in die Praxis und überraschten Dr. Pullmann damit, dass wir gern mal jeweils bei der anderen "gucken" und deshalb den Termin gemeinsam wahrnehmen wollten.
Wir guckten also gegenseitig, waren begeistert von den schönen Ergebnissen und freuten uns, dass Dr. Pullmann uns beiden sagen konnte, dass sich - mit Aunahme von der noch leicht rötlichen Narbe bei dem anderen Mädel - alles bestens entwickelt hätte und super ausschauen würde.
Wir löcherten ihn dann noch mit allen Fragen, die uns einfielen und erfuhren, daß Sauna schon wieder erlaubt wäre, man aber noch etwas darauf achten solle, ob es durch die Hitze zu Schwellungen kommen würde. Daß Sonne und Solarium o.k. wären, wenn man die Narben gut abdecken würde. Mir erlaubte er auch ab sofort schon wieder Bügel-BHs zu tragen, weil ich ja BWS habe. Bei dem anderen Mädel empfahl er noch ein paar Wochen zu warten - bis 3 Monate Post-OP - weil die Bügel sonst unangenehm auf die BFS-Narbe drücken könnten…
Der erste BH-Kauf gestaltete sich für mich dann aber als viel schwieriger als ich mir das vorher vorgestellt hätte. Ich hatte so gar keine Vorstellung von der richtigen Körbchengröße, noch nicht einmal so, wie es sich anfühlen würde, wenn ein BH gut passt. Habe mir doch glatt mal eben so auf die Schnelle in der Mittagspause einen ersten Bügel-BH mit B-Körbchen gekauft. Der stellte sich dann aber als viel zu eng und unbequem heraus, so dass ich ihn nach ½ Stunde ganz schnell wieder ausgezogen und seitdem nie wieder getragen habe.
Bei den nächsten Käufen habe ich mir dann deutlich mehr Zeit für's An- und Ausprobieren genommen. Lernte auch, dass man darauf achten müsse, dass der Bügel um die Brust herumgehen solle und nicht auf das Implie drücken dürfe. War dann fassungslos, als ich feststellte, wie gut ein Passionata-BH in 75 D passte. Und war ebenfalls fassunglos, als ich feststellte, dass Palmers keine D-Körbchen führen würde, mir dann dort aber die Wäschefachverkäuferin netterweise einen 80 C-BH bestellte, der vom Körbchen vergleichbar war. Das waren doch ganz neue Erfahrungen für mich "so große Größen führen wir gar nicht" zu hören….
Und nach und nach wurde das BH-Kaufen dann immer einfacher. Erst recht, als die Brust mit der Zeit weicher und flexibler wurde, und viele BHs einfach besser paßten. Und während mir vor der OP ein Set von 4 BHs (2 schwarz, 2 weiß) ausgereicht hatte, konnte ich nun gar nicht genug bekommen von den ganzen verschiedenen Modellen, Farben und Formen.
Auf dem Bauch schlafen mochte ich allerdings noch lange nicht. Ich hatte zwar normalerweise kein echtes Fremdkörpergefühl, aber beim Auf-dem-Bauch-Liegen drückten die Implies noch einige Monate. Erst ab ca 6 Monate Post-OP wurde das langsam besser, bis das "komische" Gefühl dabei dann irgendwann komplett verschwunden war. Jetzt schlafe ich wieder genauso gut und gern auf dem Bauch wie vor der OP.
Sport hatte ich ja eigentlich schon 3 Wochen nach OP auf dem X-Trainer begonnen. Allerdings mit nur wenig Arm-Einsatz, und Übungen für den Brustmuskel hatte ich bis 6 Wochen nach OP natürlich auch nicht gemacht. Nachdem mir Doc Pullmann nach Ablauf der 6 Wochen auch ausdrücklich Liegestütze wieder erlaubte, bekam ich bei meinem ersten Versuch 1 (!) Liegestütz zu schaffen erst mal einen kleinen Schock. Ich hatte zwar schon gehört, dass die Kraft - gerade bei UBM - erst mal neu aufgebaut werden müsse. Aber das Gefühl dabei war sooooo komisch, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass es jemals wieder so werden würde wie vorher.
Zum Glück habe ich mich getäuscht. Ich habe nach und nach immer etwas mehr gemacht. Und viel schneller als gedachtwar wieder die komplette Kraft da. Konnte auch 2 ½ Monate nach OP schon bei einer 2tägigen Kanutour ordentlich mitpaddeln. Und 3 Monate nach OP im Urlaub schon wieder Brustschwimmen, was am Anfang allerdings noch mit einem merkwürdigen Gefühl verbunden war. Aber auch das ist schnell vergangen.
Mit der Zeit wurden meine Brüste immer weicher und flexibler. Sie sind sicher etwas fester als eine Naturbrust, fühlen sich aber trotzdem relativ natürlich an und sehen auch sehr natürlich aus. Ein sichtbares Rippling, das ich kurze Zeit nach OP mal für einen Moment hatte, ist zum Glück nicht geblieben. Das hat wahrscheinlich damit zu tun, daß sich der Brustmuskel auch erst mal etwas dehnen musste. Ich habe allerdings ein knappes Jahr nach OP noch leichte Sensibilitätseinschränkungen im Bereich der BW. Aber das ist nicht so ungewöhnlich. Viele Mädels haben noch lange diese Einschränkungen. In einigen Fällen kommt die Sensibilität dann noch zurück, in anderen nicht. Ich bin mal gespannt, wie das bei mir sein wird.
Die Narben habe ich noch lange Zeit regelmäßig mit Bepanthen eingecremt und bin einfach begeistert, wie unsichtbar sie geworden sind. Selbst wenn man von der BV weiß und danach sucht, kann man sie kaum noch erkennen.
Aber das Schönste an allem ist, dass ich mich mich soo an meine neuen Brüste gewöhnt habe, dass ich das Gefühl habe, sie hätten schon immer zu mir gehört. Da ist kein Fremdkörpergefühl. Das bin ich, so wie ich heute bin! Schaue ich mir meine Vorherbilder an, kommen mir diese ganz fremd vor. Ich genieße mein neues Körpergefühl und bin immer noch superglücklich darüber, dass ich mich tatsächlich getraut habe, die OP zu machen….
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Brust-OP, Brust-Vergrößerungs-OP, brustvergrößerung, Erfahrungen, Erfahrungsbericht, Plastische Chirurgie, Schönheits-OP, Schönheits-Operation, Silikon-Implantate
Vor mehr als 4 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr
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