Erfahrungsbericht: Ich habe für mich selbst noch keine Lösung gefunden ...

Was ist zuerst passiert?
Ich wurde seelisch verletzt
Wann ist es passiert?
Kann ich nicht mehr sagen
Was ist sonst passiert?
/
Wie endete es?
Ich bin noch mitten drin

Ich kann überhaupt nicht mehr sagen wann es angefangen hat.

Aber da ich seit der Kindheit Gewalt gegen mich erlebt habe habe ich irgendwann angefangen wenn mich jemand seelisch verletzt hat mir körperlichen Schmerz zuzufügen.

Der Schmerz in mir ist in diesen Fällen so stark gewesen, dass ich dass Gefühl hatte es zerreisst mich innerlich. Ich habe mit den Händen oder mit dem Kópf so lange gegen Wände geschlagen bis es blutete oder mir schwindelig wurde. Später habe ich angefangen mir die Haut von den Armen abzukratzen möglichst tief - diese Aktion war wesentlich leiser und unauffälliger als das Schlagen.

Ich habe immer versucht wenn es wieder zu so einem Verhalten von mir kam dies zu verbergen. Weil ich nie wollte dass jemand aus meinem Bekannten- /Freundeskreis oder der Familie etwas mitbekommt. Ich habe doch mein Leben im Griff. Es ist alles perfekt. Ich funktioniere.Wenn es mal nicht so war sollte keiner etwas mitbekommen.

Anfang letzten Jahres ist meine Tochter zur Welt gekommen. Im August letzten Jahres habe ich mich zum letzten Mal richtig selbst verletzt. Da habe ich allerdings gemerkt, dass so eine Aktion auch Auswirkungen auf meine Tochter haben. Ich hatte mir mal wieder die Arme aufgekratzt - ziemlich tief. Ich habe im Nachhinein zwar etwas zum desinfizieren darauf getan, aber es hat sich trotzdem entzündet. Wenn ich meine Arme gesenkt habe war der Schmerz fast unterträglich. Ebenso wenn ich meine Tochter auf dem Arm hatte und sie hat oft genug ausversehen gegen meine Arme gehauen oder getreten. Ich habe sie bis zur Abheilung daher so selten wie möglich auf den Arm genommen.

Und ich hatte deshalb ein sehr schlechtes Gewissen. Ich weiss nicht ob das mich davon abgehalten hat in dieses Verhalten nochmal zurück zu fallen. Aber ich weiss genau wenn der Schmerz oder der Druck zu groß wird wird mich das auch nicht abhalten...



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Vor mehr als 4 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 4 Jahren

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Kommentare

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  • Katik, ich mache dir keine vorwürfe(machst du dir schon selber genug).bist du eigentlich in einer partnerschaft oder alleinerziehend? hast du jemand, der dich stützt? ich kann dir nur raten, dir therap. helfen zu lassen-dein verhalten sitzt tief und ich denke es wird mit den jahren, wenn deine tochter größer wird und anfängt zu fordern nicht besser.ich spreche aus erfahrung, ich habe auch all die jahre verdrängt, mich verstellt, bin in andere rollen geschlüpft etc. aber man selber bleibt dabei auf der strecke oder plagt sich mit selbstm......gedanken.fang therap. an, dich deiner kindheit und den anderen schlimmen dinge zu stellen. weglaufen bringt nichts(ist meine erfahrung). lg

  • Rückfall

    @ dacapo dein lob hab ich nicht verdient !!!

    habe heute 3 flaschen rotwein getrunken und dann konnte ich einfach nicht anders und hab mir wieder die haut von den armen gekratzt bis aufs rohe fleisch. ich kann nicht mehr...

  • liebe KatiK,
    erstmal ein dickes lob, dass du in deiner verzweiflung doch noch so besonnen reagieren konntest. aber bei aller gegenseitiger liebe, einen therapeuten können kinder nicht ersetzen, damit überfordert man sie heillos!! auch wenn die kinder kraft geben, ich schließe mich der meinung an, dass du für dich noch weitergehende persönliche hilfe in anspruch nehmen solltest. Liebe grüße, dacapo

  • hallo katik, schön daß dir deine tochter kraft gibt dich nicht weiter selbst zu verletzen.sorgst du zusätzlich dafür, daß es dir besser geht-sprich therapie oder so.habe auf deinen nick geschaut und gesehen in welchen gruppen du bist.ich frage mich nämlich auf grund deines verhaltens, das du beschreibst ob du nicht "borderline" hast und weiß aus erfahrung(selbst betroffen)daß man da nicht so leicht ohne fremde hife rauskommt.lg

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