- Was ist zuerst passiert?
- ich war nur müde
- Wann ist es passiert?
- vor kurzem
- Was ist sonst passiert?
- ich konnte mich kaum konzentrieren und fühlte mich nicht wohl
- Wie endete es?
- ich habe eine Allergie
Hallo alle zusammen! Ich möchte Euch gerne schildern, wie ich herausfand, warum ich ständig unter Müdigkeit leide und warum das mit meiner Ernährung zu tun hat.
Ich bin eine Frohnatur, aber war schon immer etwas schlapp. einfach weniger fit als andere und müde. Mein Verdauungssystem (sprich mein Darm) spielte öfters verrückt, sodass ich mich langsam fragte, was mit mir los ist. Besonders, nachdem ich von zuhause ausgezogen war, dachte ich, es kann nicht an dem liegen, was ich bei meinen Eltern gegessen habe, denn ich ernährte mich nun ganz anders: Vollkorn, Käse, vegetarisch und gesund eben.
Eine Freundin sagte mir, ich soll doch einmal fasten. 2 Wochen einfach fasten. Nagut, das habe ich gemacht und siehe da: Es half!
Aber ich kann ja nicht die ganze Zeit nur fasten, daher habe ich angefangen, wieder normal zu essen und natürlich kamen die Probleme zurück.
Ich bin kein Aztgänger! Absolut nicht! Wenn irgendwas ist, dann helfen Zwiebeln und Vitamin C. Natürlich, ich habe auch schon Antibiotika genommen, aber nur unter starkem Vorbehalt!
Dennoch schleppte meine Freundin mit dem Fasten-Tipp mich zum Arzt. Nach einem längerem Gespräch, in dem er mich und meine Krankheitsgeschichte kennenlernen durfte, kam er zu dem Entschluss, mich auf verschiedene Diäten zu setzen. Wir fingen mit dem Klassiker an: Lactose, also Milchzucker.
Ich durfte 4 Wochen keine milchzuckerhaltigen Nahrungsmittel zu mir nehmen. Also stieg ich von Kaffee zu schwarzem Tee um, aß keinen Käse, keine Butter, nur noch Margarine und viel Obst und Gemüse. Das war eine krasse Erfahrung: Meine Müdigkeit verschwand, ich war richtiggehend wach und auch mein Darm bedankte sich in Form von normalem Stuhlgang.
Aber ich wurde relativ schlecht gelaunt. Ich wusste nicht, woher das kam, also bin ich wieder zu meinem Arzt, den ich inzwischen sogar gut leiden konnte :) und habe ihn gefragt, ob denn neben der Lactoseintoleranz auch noch weitere Allergien bestehen könnten. Da kam er mit einer neuen Untersuchungsmethode, ImuPro300 (ich will dafür keine Werbung amchen, liebe imedos, aber das heißt eben so). Dabei wird Dir Blut abgenommen und in ein Labor gecshickt. Dort werden 300 verschiedene Nahrungsmittel mit den Antikörpern im Blut untersucht, um herauszufinden, auf was der Körper reagiert. Die Geschichte hört sich toll an, aber bei dem Preis von knappen 300 Euro war ich schon nicht mehr so fasziniert.. Aber da merkte ich, dass ich ganz tolle, liebe Freunde habe: Zu meinem Geburtstag haben alle zusammengelegt und mir die Untersuchungsmethode gezahlt. Einige von ihnen leiden selber unter Nahrungsmittelallergien und konnten mir nachfühlen, wie unwohl ich mich fühlte.
Also habe ich diese Untersuchung machen lassen. Befund: Ich bin allergisch auf
- Kuhmilchprodukte
- Weizen
- Bierhefe (??? ich trinke ja noch nicht mal Bier!)
- Tomaten
- Haselnüsse
das hat mich dann aber doch gewundert... Ich habe niemals nach dem Verzehr von Haselnüssen oder den anderen Nahrungsmitteln allergisch reagiert. Mein Arzt erklärte mir, dass man bei einer Allergie nicht immer nur rote Flecken oder Schwellungen bekommt, sondern sie sich teilweise nur im Inneren des Körpers auswirkt. Z.b. im Darm - ständiger Durchfall (so war es ja bei mir) oder Konzentrationsschwäche oder Müdigkeit, Aggression sogar!
Für mich war es dennoch ein wahnsinniger Schock. Bei der Auzählung konnte ich Pizza und Spagehtti vergesen! Meine Ökofreundin aber strahlte! Jetzt konnte sie mit ihrem Fachwissen über "alternative Ernährung" aufwarten und zeigte mir, wie man auch ohne die oben genannten Nahrungsmittel leckere Pizza und andere Köstlichkeiten machen kann. Statt Weizen Dinkel, statt Tomate Paprika und statt Kuhmilch Sojamilch, bzw. Schafsmilch. (Von Ziegenmilch rate ich an dieser Stelle ab, besonders in Kaffee macht sie sich nicht gut)
Tja, so mache ich das jetzt seit 2 Monaten, ich weiß, es ist eine zu kurze Zeit, um endgültig etwas zu sagen, aber bisher fühle ich mich körperlich einfach besser. Das psychische ist es... Ich muss meine Freunde immer bitten, mir alternatives Essen bereitzustellen, wenn ich zum Essen eingeladen bin, im Restaurant guckt man mich schief an. Dort hat man gerade mal von Allergien auf Nüsse gehört.
Ich weiß noch nicht, ob es mir das wert ist. Vielleicht betreibe ich diese Ernährungsform als Art "fasten" und mache es nicht immer, sondern im 4 wochen-Wechsel.
Soooo, ich hoffe, ich konnte Euch einen Eindruck vermitteln :-)
Freue mich auf Eure Kommentare!
Stichworte (Tags):
allergie, Imupro300, Lactose, Nahrumsmittelallergie
Vor mehr als 4 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 4 Jahren
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