Bericht von Hobby
Moin Hobby,
das ist ein Gruß der mir viel besser gefällt, als Hallo. Vorallem hat das Moin Tradition. Da du ja eine Home Page hast, weiß jeder, dass du der Hans bist. Habe deinen Bericht noch mal etwas aufmerksamer gelesen.
Kann nur bestätigen mit meiner Frau habe wir eine ähnliche Odyssee hinter uns. Deine Krankheit ist mir nicht bekannt, ist aber auch zunächst nicht so bedeutend.
Wichtig ist, dass es Menschen gibt, wie bei imedo, die bereit sind ihre Erfahrungen anderen mitzuteilen und sie damit vor unliebsamen Erfahrung zu bewahren.
Aus meiner aktiven Zeit, als Regionalleiter einer Parkinson Selbsthilfe Gruppe, weiß ich wovon ich schreibe. Die Kranken werden von den Kassen nicht ausreichen informiert. Somit werden ihnen Leistungen unterschlagen, die ihnen vom Gesetz zustehen. Die Informationen werden bewusst unter dem Tisch gehalten.
Will das an einem Beispiel erklären. Bei der Ermittelung der Pflegestufe, eines Pflegebedürftigen, werden Zeitfenster angesetzt, die nur von Fachpersonal erreicht werden können.
So werden für die Blasen-Darmentleerung 3 Minuten angesetzt. Das erreicht nicht mal einem Gesunden. Zumal die meisten Kranken und im speziellen die Parkinson Kranken, aufgrund der eingeschränkten Perristaltik, an Verstopfung leiden und bis zu 40 Minuten und mehr benötigt und ihren Darm zu entleeren. Im Gesetz steht maßgeblich ist die tatsächliche, aufgewendete Zeit. Sie wir mit allen Mitteln von den Pflegekassen verweigert.
Wir haben gerade einen Prozess laufen beim Sozialgericht. Es sieht so aus, dass die nun einen Vergleich anstreben. Dem werde ich auf keine Fall zustimmen. Ich bestehe auf einem Urteil damit sich alle Kranke auf diese Urteil berufen können.
Beispiel von Unterschlagung: Einem Kranken Schwerbehinderten mit den Merkzeichen aGBH, aG = Außergewöhnlich gehbehindert, nur ihm steht das Parken auf ausgewiesenen Parkplätzen zu. Auf keinen Fall der Jungen Mutter mit dem Baby, das ist Gesetz. B = Begleitperson, H = Hilflos.
Diese Personen, wenn eins dieser Merkzeichen vorliegt, Haben Anspruch auf Transfer zum Arzt und allen erforderlichen Behandlungen. Einschließlich der Beschaffung von Kleidung.
Die Kosten mit privat PKW werden mit 0,20 € vergütet, einfacher Weg 10 Km X 2 = 20 Km als0 4,- €
Dies Bedeute, ein Arztbesuch kann durchaus 3 bis 4 Stunden dauern, das heißt 240 Minuten. Bei 2 Arztbesuchen im Monat sind das 5760 Minuten im Jahr, für die Beschaffung von Kleidung Behandlungen beim Physiotherapeuten Logopäden und und, fallen leicht nochmal 12 -15000 Minuten an. Ergibt 20760/Jahr
20760 Minuten ergibt einen täglichen Pflegeaufwand von 58 Minuten/Tag die der Pflegezeit zuzuschlagen sind.
Nur mit viel Vitamin B, wurde mir diese Tatsache, wozu die Pflegekassen verpflichte sind, vom Gesundheitsministerium bestätigt.
Das meine ich ist auch eine Grund, warum ich bei imedo bin. Einmal anderen Kranke dies Informationen weiter zu geben und selbst auch einige zu erhalten.
Deine Idee, die Gruppe Reisen Reisen, zu grüden ist super. Obwohl es viel Arbeit ist, die Berichte zu schreiben. Denke ich an die Vielen Kranken die nur noch über den PC Verbindung zur Außenwelt haben, wenn sie an den Rollstuhl, oder ähnliches gebunden sind.
So denke ich haben die Kranken eine Ablenkung, die ich auch beim schreiben habe. Ein weiteres Abfallprodukt ist, dass meine ergrauten Zellen in Bewegung bleiben. Und ich nicht nur die Vier Wände anstarre.
Weiter habe ich in dir Hans, eine Freud gefunden, so wie weitere mit denen ein reger Austausch statt findet.
Seit 2 Jahren bin ich nun bei imedo, jedoch nur halbherzig, da sich auf die Parkinson Gruppe keiner meldete.
Die Leitung der Gruppe musste 2007 aufgeben da meine Frau permanet der Sturgefahr ausgesetz ist.
Vor ca. 3 Monate nahm ich einen neuen Anlauf. Durch dich fand ich eine Aufgabe und das Echo zeigt den Lesern gefällst.
Lieber Hans ich danke dir für deine Freundschaft
Wilfried.

