- Was ist zuerst passiert?
- Von den Elten verstoßen werden
- Wann ist es passiert?
- 1977 und danach
- Was ist sonst passiert?
- Gewalt, Tod und Trauer
- Wie endete es?
- ich hoffe es gibt ein gutes Ende
Hallo an alle die dies lesen,
im Moment befinde ich mich in keiner guten Situation. Gesundheitlich und auch emotional befinde ich mich am Boden. Aber ich muss mit jemanden reden weil ich mich sonst nur noch im Kreis drehe.
Vorweg ich bin 37 Jahre alt, beruflich gefestigt, soweit man das sagen kann. Vor 3 Monaten bekam ich die Diagnose Borderline. Man sagte mir sie nicht persönlich sondern ich las es in dem Befund der Klinik in der ich damals war.Im ersten Moment war ich geschockt. Ich und Borderline? Ich war doch immer friedlich zu jedem und allem. Aber danach hab ich mich damit befasst und ich erkannte : He es passt. Auf vieles fand ich plötzlich eine Erklärung, verstand es. Nur mein Umfeld kommt damit nicht klar.
Meine Reise begann vor drei Jahren. Damals verstarb mein verlobter am Sekundentod.Und ich veränderte mich. Es folgte der erste Aufenthalt in der Klinik. Als der Doc mir damals sagte ich sei sehr krank und mir an den Kopf warf ich sei mein Mißbrauchsopfer bin ich wirklich wütend geworden. Das kannte ich von mir nicht. Ich habe dann einfach die Klinik verlassen. Verdrängen ist ja auch einfacher als sich damit zu beschäftigen. Ich machte weiter, ohne Rücksicht auf mich selbst.Es folgte eine ambulante Therapie. Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung. Habe ich hingenommen. Habe die Therapie beenden müssen weil meine Therapeutin schwanger wurde,neu anfangen? Nein danke. Mein Doc verschrieb mir Tavor. Super.Ich nahm es. Es wurde zur Sucht. Das Vergessen war angenehm. Warum sich mit seinem Dämonen rumquälen? Ich rutsche in die Abhängigkeit. 18 Monate lang. Dann ging nix mehr. Ich kam in die Klinik zum Entzug. Dort wurde die Diagnose Borderline gestellt, nachdem ich mich mit dem Oberarzt in der Wolle hatte. Und seitdem findet meine persönlicher Alptraum statt......
Ich schlafe kaum noch, habe Stimmungsschwankungen die mich und mein Umfeld in Krisen stürzt, überlege mehrmals pro Woche meinen Job auf zugeben, obwohl ich 6 Jahre danach gesucht habe, erlebe auf der Arbeit Kommentare von Kollegen die einen fertig machen weil sie nicht wissen und auch nicht verstehen was los ist. Mein Verlobter versteht nicht im geringsten was los ist, wie es in mir aussieht, das ich müde bin, mich das kleinste Hindernis an meine Grenze bringt, heule nur noch wenn ich alleine bin, rauche zu viel, naja von anderen Sachen mal ganz zu schweigen( den Selbstverletzungen).
Bis vorgestern hab ich noch auf meine Reha gehofft, weil ich hier weg muss, Hilfe brauch. Nur mein Doc hat das Gutachten das er vor 3 Wochen rausschicken sollte noch nicht fertig. Also muss ich durchhalten, nur ich weiss nicht wie? Ich höre von allen Seiten wie stark ich sei, und das seit Jahren. Nur ich bin nicht mehr stark, ich bin einfach am Ende. Ich weiss wenn ich jetzt in einer Klinik anrufen würde, ich wäre für sehr lange Zeit dort, nur kann ich es mir beruflich nicht leisten. Ich denke an meine Schüler und an das Rumgezicke meiner Kollegen. Das macht mir Angst.
Ich kann nur hoffen das ich bald zur Reha kann und das ich irgendwann mit einer passenden Therapie meinen Weg finde.....................
Ich wäre froh von jemanden zu hören der sich in ähnlicher Situation befindet.
Blacklady37
Stichworte (Tags):
borderline, Medikamentenabhängigkeit, Tod, Trauer
Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr
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