- Was ist zuerst passiert?
- Ich wurde eingewiesen
- Wann ist es passiert?
- 2001
- Was ist sonst passiert?
- Mein Verhältnis zu meiner Familie wurde gestört
- Wie endete es?
- Ich wurde entlassen,weil ich angeblich die Mitarbeit verweigerte(Psychopharmaka)
Ich wurde mit 15 Jahren in eine Jugendpsychiatrie eingewiesen.Ich war überhaupt nicht damit einverstanden und nicht darauf vorbereitet.
Ich packte meine Sachen und dachte dabei noch so das ich schon irgendwie aus dieser Sache rauskommen würde.Ich und meine Mutter fuhren zu dieser Klinik,dort lernte ich die Stationsärztin kennen und fand Sie sofort unsympatisch.Nach einem kurzen Gespräch zeigte Sie uns die Station auf der ich untergebracht werden sollte.Die Wände waren alle weiß und die Flure waren bis auf ein paar Stühle leer.Die Zimmer sahen auch nicht anders aus,also für mich war es der totale Horror.Dann sagte die Ärztin meiner Mutter Sie müsse jetzt gehen.Ich sagte "ich möchte hier nicht bleiben".Dann wurde ich von meiner Mutter getrennt bis Sie weggefahren war.
Die ersten Monate waren für mich die absolute Hölle!Ich wurde von meiner Mutter allein gelassen,kannte niemanden, ich hasste die Ärztin und war in einer mir total fremden und verunsichernden Umgebung.Die ersten paar Tage habe ich mit meiner Mutter telefoniert und dabei geweint und gebettelt das Sie mich daraus hohlen sollte.Sie sprach mit der Stationsärztin darüber und ihr wurde gegesagt, dass es das beste sei wenn Sie mich dalassen würde.Also bekahm ich ein Telefon verbot.Jetzt war ich also ganz allein und konnte mit niemanden aus meiner Familie reden,die ersten Wochen durfte mich auch niemand besuchen.
Nach einiger Zeit durfte ich das erste Wochenende nach hause und ich war froh wieder da zu sein.Dann am Montag als ich wieder zurück musste bin ich fast ausgerastet und habe schrecklich geweint.Meine Eltern wollten mich ins Auto zerren aber haben es nicht geschafft.Irgendwann gab meine Mutter dann auf und sagte mir:"Du musst nicht zurück aber wir müssen dort hinfahren und dich abmelden". Also habe ich meiner Mutter vertraut und bin mitgefahren.Als wir dort waren wollte die Ärztin kurz allein mit meiner Mutter sprechen.Nach einiger Zeit kam meine Mutter zu mir und hat gesagt: "Du musst hier bleiben,da führt kein Weg daran vorbei". Ich war fertig mit der Welt und habe mich von meiner eigenen Mutter verraten gefühlt. *Sie sagte mir ich muss nicht zurück und lies mich doch wieder in dieser Hölle* ! (später habe ich von meiner Mutter erfahren,dass die Stationsärztin zu ihr sagte,dass ich Sie manipulieren wollte und ihr schuldgefühle einreden will,und das es das beste sei das ich weiterhin dableiben soll!Meine Mutter hat sich dabei sehr schlecht gefühlt.)
Ab diesem Zeitpunkt war das vertrauen zu meiner Mutter zerstört und das Verhältnis zu ihr auch.Ich schaltete meine Gedanken aus und lies alles über mich ergehen.Ich tat alles was die ärztin von mir wollte,nur damit die Zeit schnell und ohne weitere Probleme umging.
Ich machte mehrere Therapien mit unter anderem Ergotherapie,Reiten,Schule und Sport.
"Freunde" hatte ich,aber nur weil ich Angst vor ihnen hatte und mich lieber mit ihnen zusammen getan habe als von ihnen terrorisiert zu werden,wie Sie es mit anderen machten.
Nach 3 Monaten wollte die Stationsärztin mich noch länger dabehalten aber nur unter der Bedingung das ich Psychpharmaka nehme.Das hat meine Mutter aber Gott sei Dank abgelehnt!
Als ich entlassen wurde kam meine Angst sofort zurück und ich war in derselben Situation wie vorher,nur aus meiner Sicht war es noch schlimmer,da ich nun Albträume von der Klinik hatte, kein vertrauen mehr zu meinen Eltern und ein kaputtes verhältnis zu meiner Familie.
Bis heute hat sich aber wieder alles geändert.Ich habe das vertrauen in meine Eltern wieder gefunden und kann mit meiner Mutter auch darüber sprechen.Nur diese Albträume und die Angst davor, nochmal so etwas zu durchleben sind geblieben.
Stichworte (Tags):
angst, druck, familie, freunde, klinik, Medikamente, Therapie
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