Erfahrungsbericht: immunkrankes Kind - was nun

Was ist zuerst passiert?
Fieberkrämpfe
Wann ist es passiert?
Kliniken über Kliniken
Was ist sonst passiert?
Transfusionen über Transfusionen
Wie endete es?
offen- warten auf einen Knochenmarkspender



Es fing alles eigentlich recht harmlos an. Unsere Tochter Sarah Katharina bekam viele Lungeninfekte und Lungenentzündungen. Sie wurde jedesmal stationär bzw. ambulant mit Antibiotika behandelt.

Im Juni 04 bekam sie ihren ersten Fieberkrampf. Da wir damals nichts davon wussten, dachten wir zuerst, dass sie sterben würde. Durch die Ärzte wurden wir über Krämpfe sehr gut aufgeklärt. Leider wusste hierüber auch in der Umgebung kaum jemand etwas und wir bemerkten, dass sich immer mehr „Freunde“ von uns zurück zogen.

Unser Hobby, das Skat spielen mussten wir komplett aufgeben, da sich niemand mehr fand, der auf unsere Kinder aufpassen wollte- speziell auf Sarah.

Die Entzündungen und die Infekte blieben. Zusätzlich kam jedes Jahr etwas Neues dazu.

Im Nov. 04 bemerkte man auf einmal, dass Sarah einen Mangel an weißen Blutkörperchen ( Leukozyten ) ( Leukozytopenie) und an Eisen aufwies. Warum? Das wusste keiner. Mit Immunglobulinen und Eisenpräparaten bekam man diese Mängel vorübergehend in den Griff.

2005 kam dann der Mangel der roten Blutplättchen ( Thrombozyten ) (Thrombozytopenie) hinzu. Mittlerweile bekam Sarah auch wesentlich mehr Infekte- nicht nur auf der Lunge oder den Bronchien. Auch wenn sie sich einmal aufgeschürft hatte, entzündete es sich erst, bevor es sehr langsam heilte. Durch die Thrombozytopenie hatte Sarah ständig Nasenbluten, blaue Flecken und kleine Blutpünktchen. Des öfteren bekam sie im Klinikum Thrombozytentransfusionen, womit die Blutgerinnung wieder in Ordnung gebracht wurde. Sie sah oft sehr schlimm aus.

Auch die Fieberkrämpfe blieben. Nach einer gründlichen Untersuchung in der Universitätsklinik Heidelberg wurden Krankheiten wie Autismus, Epilepsie Meningitis und Schizophrenie untersucht, ebenso sah sich ein Humangenetiker unsere Tochter an. Sarah war in der Sprache und in der Fein & Grobmotorik weit zurück. Ansonsten wusste aber niemand was sie hatte und warum sie so oft krank wurde. Sie wurde als Infektkind mit Fieberkrämpfen eingestuft.

Mittlerweile waren unsere Freundschaften auf Personen beschränkt, die auch kranke Kinder hatten, und auf die engste Verwandtschaft. Da man nicht wusste, was Sarah hatte, wollte man sich bei Ihr ja auch nicht anstecken. Die vielen Krankenhausaufenthalte ließen mich, Sylvia immer öfter auf der Arbeit fehlen. Zwar war mein Arbeitgeber recht kulant, doch man merkte schon, dass es störte, vor allem, weil ich erst 2005 aus dem Mutterschutz zurück kam.

2006 überschlugen sich die Ereignisse. Nicht nur dass ich für 5 Monate krank geschrieben war (Achillessehnenriss), bei Sarah traten wieder alle Symptome, diesmal gleichzeitig, aus – Lungenentzündungen / Infekte - Leukozytopenie; Thrombozytopenie, Eisenmangel, Calciummangel usw. ! Als Sarah im November wieder einmal mit schwerer beidseitiger Lungenentzündung ins Klinikum kam, verschlechterte sich ihr Zustand immer mehr. Kaum war sie für ein paar Tage aus dem Klinikum zu Hause, da musste sie auch schon wieder hinein. Man stellte dann fest, dass sich sämtliche Lungeninfekte und Lungenentzündungen immer auf dem selben Fleck der Lunge zeigten ( Tumor???). Trotz Lungen-CT und 2maliger Knochenmarkpunktion konnte man nicht herausfinden, warum Sarah so schwer krank war. Die Ärzte im Klinikum gaben zu, mit Sarah's Krankheit überfordert zu sein und machten uns einen Termin in der Ulmer Tagesklinik der Immunologie, wo man aber am Anfang auch nichts heraus fand. Man machte einen zweiten Termin für den 04.04.07 aus. Doch es sollte anders kommen.

In all dieser Zeit ging ich noch weiterhin zur Arbeit; mit einigen Unterbrechungen durch die Klinikaufenthalte.

Unsere zwei Jungs mussten leider erfahren, wie es ist eine kranke Schwester zu haben. Ständig heißt es Sarah dies und Sarah das. Sarah ist krank oder Sarah liegt wieder im Klinikum. Die Jungs haben es sehr schwer! Wir versuchen zwar alles, damit die Jungs nicht zu kurz kommen, aber unbewusst passiert es wohl doch. Sie müssen aufpassen sich nirgends anzustecken, dürfen nur selten Freunde mit nach Hause bringen und wenn sie mal ein Problem haben, kann es passieren, dass sie es hinten anstellen müssen, da mal wieder etwas mit Sarah ist. Lukas wurde im Kindergarten auffällig ( konnte sich nicht mehr ruhig in der Gruppe beschäftigen ) und Tobias schrieb nur noch schlechte Noten, vergaß Hausaufgaben zu machen oder rechtzeitig abzugeben und machte im Unterricht nicht mehr mit. Dies führt nun dazu, dass er die Klasse wiederholen darf/ muss.

Mit 2007 haben wir nun den Tiefpunkt in Sarah's Krankheitsbild erreicht. Nach mehreren Klinikaufenthalten im Januar, Februar und Anfang März wurde sie am 18.März am ganzen Körper gelb; die Haut genauso wie die Augen. Michael fuhr abends mit ihr ins Klinikum. Der diensthabende Arzt kannte Sarah, nahm sie sofort stationär auf und legte sie an den Tropf. Die Blutwerte zeigten dann, warum sie so gelb war. Ihre Leber konnte nicht so schnell den Farbstoff der roten Blutkörperchen abbauen, wie Sarah die roten Blutkörperchen abbaut. Ihre roten Blutkörperchen (Erythrozyten) waren soweit abgebaut, dass Sarah nur noch sehr wenig Sauerstoff im Blut hatte. Die Folge: Sarah bekam eine Bluttransfusion und wir wurden sofort stationär nach Ulm in die Immunologie eingewiesen.

In der Immunologie wurde Sarah mit Bluttransfusionen erst einmal stabilisiert, bevor man an andere Untersuchungen gehen konnte. Herz, Lunge, Leber, Milz alles wurde untersucht; ebenso das Blut, das Knochenmark und der Urin. Bei der Knochenmarkpunktion wurde Sarah ein Hickman (Herz- Porthkathedergelegt, um ihr die vielen Blutentnahmen, Transfusionen und die Medikamentengabe zu erleichtern. Nach und nach stellte sich dann heraus, dass Sarah an einer unbekannten Immunkrankheit leidet. Da sie an verschiedenen einzelnen Syndromen leiden würde, müsste man auch verschieden behandeln. Immunglobuline, Cortison, Immunsupressiva, Prophylaxen. Bluttransfusionen und Thrombozytentransfusionen blieben weiterhin nicht aus. Leider verrutschte dieser Hickman und verursachte bei Sarah Thrombosen in der Schulter, wofür sie Clexane-Spritzen bekommt.

Da Ulm ca. 270 km von uns entfernt liegt, hatte ich mich mit Hilfe der Ulmer Sozialarbeiterin von der Arbeit freistellen lassen, um bei meiner Tochter sein zu können. Laut meinem Arbeitgeber wäre es OK, da die Gesundheit der Tochter das wichtigste sei und man würde hinter mir stehen. Auch die Krankenkasse meinte, dass die Zeit in Ulm bezahlt werden würde. Leider galt das alles nur für 6 Wochen. Nach dieser Zeit begann dann schon das Nachfragen, wie lange denn der Aufenthalt in Ulm noch dauern würde. Wenn es zu lange dauern würde, müsste man sich zusammen setzen und sich überlegen, was man ansonsten machen könnte.

In der Zwischenzeit ging es Sarah so schlecht, dass ihre Blutwerte trotz Medikation und Transfusionen nicht besser wurden und die Ärzte ratlos neben ihrem Bett standen. Bis mit der Krankenkasse und meinem Arbeitgeber alles geklärt war, ging es Sarah zwischenzeitlich wieder besser. Sie durfte dann zu mir ins Elternhaus, wobei die Weiterbehandlung über die Tagesklinik weiterlief.

Als wir dann endlich nach Hause durften ( 01.07.07), war die Freude zwar gut, aber nur von kurzer Dauer. Kaum zu Hause, rief die Krankenkasse an, dass es einige Probleme geben würde, da Sarah im Juni nicht in stationärer Behandlung gewesen wäre. Sie wäre in ambulanter Behandlung gewesen und dafür zahlt die Krankenkasse keinen Verdienstausfall. Auch das Anschreiben des med. Dienstes hat uns nicht geholfen. Die Krankenkasse könnte nicht zahlen, da Sarah nicht als Sonderfall gelten würde. Wenn uns die Ärzte des Ulmer Klinikums bescheinigen würde, dass Sarah progradient im fortgeschrittenen Stadium wäre, keine Heilungschance hätte und nur noch eine geringe Lebenserwartung hätte, dann würde man einen Lohnausgleich zahlen. Die Ärzte lehnen dies mit der Begründung ab, dass sie Sarah noch nicht aufgegeben hätten und mit einer Knochenmarktransplantation eine Heilung möglich wäre. Also heißt es auf den Lohnersatz zu verzichten

Unsere Tochter steht auf der Suchliste der dkms für KnochenmarkWir wissen nicht, wie lange das Warten auf einen Spender dauern wird. Bisher wurde noch niemand gefunden.

Sarah darf aufgrund ihres defekten Immunsystems keine öffentliche Einrichtung besuchen. Ebenso darf sie am allgemeinen Leben nur teilnehmen, wenn keine fremden Menschen dabei sind- sie könnte sich anstecken. Das heißt: kein Kindergarten, kein Stadtbummel, kein Spielplatzbesuch, keine Besuche zu Hause, kein Mitnehmen zum Friseur oder zum Einkaufen; auch darf sie bestimmte Lebensmittel nicht essen . Sie bekommt von uns jeden Tag ihre Medikamente verabreicht, bekommt aufgrund ihrer Thrombosen noch immer Clexane-Spritzen und inhaliert 2-3x täglich um die Lunge und die Bronchien frei zu halten.

Da wir keinen Verdienstausfall bezahlt bekommen, muss ich Ende des Monats wieder arbeiten. Wie wir dann alles auf die Reihe bekommen sollen, wissen wir noch nicht. Eine Betreuung während dieser Zeit wird ebenfalls nicht übernommen, da wir zur Zeit in ambulanter Behandlung sind, und beide arbeiten können. Eine Betreuung muss dann privat bezahlt werden, die wir uns jedoch nicht leisten können.

Da redet der Vater Staat davon mehr Kinder zu bekommen, und wenn man Kinder hat, hat man es schon schwer. Hat man dann aber ein krankes Kind, dann steht man hilflos ganz alleine da- kein Amt ist zuständig für irgendwas. Wohl bemerkt sprechen wir hier von den Ämtern und der Krankenkasse selbst. Wir wollen aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Mitarbeiterinnen unserer Krankenkassenaußenstelle immer bemüht waren und noch immer bemüht sind uns in allen Lagen zu helfen. Es sind nicht diese Mitarbeiterinnen, die uns die Steine in den Weg legen. Es ist die Kasse selbst, die auf ihre Kassengesetze und das Gesundheitsgesetz pochen.

In Ulm hat jemand zu mir gesagt:“ Wer nach Ulm kommt, der landet entweder auf dem Arbeitsamt und/ oder beim Sozialamt. Kaum einer wird mit der finanziellen Situation fertig, wenn er nicht wohlhabend ist oder von außen eine finanzielle Stütze hat“.

Auch uns wird wohl der Gang auf`s Amt nicht erspart bleiben, da wir ja eine Betreuung für Sarah benötigen.

Wir möchten mit diesem Bericht wachrütteln! In der Immunforschung wird noch viel zu wenig gemacht.

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Vor mehr als 4 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr

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Kommentare

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  • Immunkrankes Kind . Was nun

    Ihr Schicksal mit Sarah berührt mich tief . Vor allem , weil die mangelnde Unterstützung von Kassen und Behörden jahrelang ähnlich gelagert waren .
    Auch , so wie Sie beschreiben mit dem Zurückziehen aus dem Leben einschließlich Familie im weitesten Sinn zum Schutz Ihrer Tochter , damit sie sich nicht an steckt , kann ich nach voll ziehen . Ebenso die Sorge um die Arbeitsstelle , weil diese ja wahrscheinlich , genau wie bei mir finanzielle Defizite auffängt , die eigentlich Kassenleistung sind .

    Im Eigentlichen such man immer nach einer Lösung und ist doch recht unbedarft im Vorgehen , weil einem einfach der Wissenstand zur Problematik fehlt . So ist es mir jedenfalls gegangen , obwohl ich eine medizinische Ausbildung hatte .
    Gepunktet auf das Problem , meine Tochter hatte allein 5 schwere Hinhautentzündungen und hat sie durch ihr starkes Herz überlebt - , hofft man zum Einen immer auf den Fortschritt der Wissenschaft . Eben , daß in jeder Sekunde irgendwo auf der Welt ein Arzt eine medizinisch verwertbare Entdeckung macht , die dem eigenen Kind helfen kann .
    Andersrum ist bei mir im wahrsten Sinne des Wortes auf einmal eine Behördenmitarbeiterin vom Himmel gefallen , die das Problem in ganzer Bandbreite erfaßt hat , welches sich im häuslichen Bereich ergab , wenn meine Tochter mal wieder zuhause , statt wie zumeist im Krankenhaus war . Nun ist das ja schon lange her - 1973 ist meine Tochter geboren .
    Aber mit Sicherheit gibt es auch heute noch an den Gesundheitsämtern der Kreisbehörden Mitarbeiter , die jemanden wie Ihre Familie in dieser schweren Zeit mit vor allem fachlichen Rat , aber auch Tat beiseite stehen .
    Ich habe nichts gegen jüngere Behördenmitarbeiter . Aber , ich habe die Erfahrung , auch später in eigener Angelegenheit , daß ältere Behördenmitarbeiter der Gesundheitsämter ganz andere Grenzwerte , andere Seriösität haben und auch auf ein Leben voller Lebenserfahrung zurück blicken können .
    Man muß da suchen . So etwas fällt nicht immer vom Himmel .
    Auch , wenn eine Kinderklinik zum Beispiel an seine Grenzen stößt , muß bzw kann man mit der Planstelle Sozialwesen im Krankenhaus Kontakt aufnehmen . Diese Menschen sind oft sehr erfahren .

    Ich persönlich , wenn daß heute wäre mit meiner Tochter würde mir erst mal die CD ROM von den Bundesgesetzblättern mit Updateberechtung für circa 99 Euro kaufen .
    Aber , es gibt ja mittlerweile für Kliniken , auch Kinderkliniken Qualitätsnachweise , auf die man sich zwar nicht immer verlassen kann , die aber hilfreich sind . Der Schwerpunkt der Kliniken kommt dort im Qualitätsnachweis zum Ausdruck .

    Was die Entfernung an belangt , wird von Ihrer Familie , wenn es weiter weg ist , viel Kraft ab verlangt . Das weiß ich . Ich bin ja auch meine Arbeitsstelle los geworden , weil ich viel zuhause war in dem Übergang einer sich entwickelnden neuen Erkrankung/Infekt bis zur Aufnahme in ein Kinderkrankenhaus . Heute sind diese Aufnahmekriterien ja noch verschärfter unter der neuen Gesundheitsreform . Wobei Sie das kontrollieren müssen an Hand der CD für Bundesgesetze , ob die Aussagen zur Haushaltsbereinigung der Länder dienen oder Wahrheit sind .
    Ich habe dann gekellnert , damit das Geld für die Sondenkost rein kamm . Da ich auch weiter weg war - meine Tochter war in Wesel - das hat heute noch einen sehr guten Ruf - und ich in Bocholt , bin ich jedes Mal während der Arbeit abends zusammen geschreckt , wenn das Telephon klingelte . Es hört sich nicht gut an , aber da muß man durch .

    Was Ihre Familie angeht , und eben , daß Ihre anderen Kinder leiden , weil ja nun mal Sarah viel Aufmerksamkeit braucht , auf der Familie schon allein über Anwesenheit bedingt eine gewisse Hilflosigkeit , verbunden mit Traurigkeit liegt , könnte man dieses Problem über eine Familienberatung zumindest im Hinblick auf die eventuell zu erwartenden Denkanstöße ins Auge fassen .
    Ich persönlich habe immer gesehen , daß der Druck auf meinen Mann nicht zu groß wurde . Daraus hervor habe ich für ihn Termine organisiert im Rahmen seiner Interessen , weil er unter der Last der Tatsächlichkeit zusammen zu brechen drohte .
    Das kann man ja auch auf Kinder übertragen . Man geht ja z.B. nicht nur auf das Jugendamt , um jemanden an zu schwärzen . Wobei , wenn es nicht ganz offensichlich berechtigt ist bei einem Kind , welches eventuell oder tatsächlich benachteidigt wird , geschlagen wird oder Ähnliches , ich davon überhaupt nichts halte . Eben , außer , es besteht tatsächlich ein Grund .
    Aber diese Jugendämter machen ja auch noch mehr . Es gibt da Beratungen in schwierigen Situationen . Man könnte zum Beispiel die Kinder so in Programme bringen , in denen sie im Einklang mit anderen Kindern Kind sein können . Also , diese Last , denn Kinder machen sich ja auch Gedanken , zumal , wenn sie unmittelbar betroffen sind , für eine kleine Zeit beseite schieben .
    Ansonsten gibt es ja neuzeitlich , zumindest im dörflichen Bereich diese wöchentlichen Blättchen . Ich habe hier bei uns bereits vermehrt gelesen , daß Redaktöre zur Hilfe , so wie bei Sarah zur Knochenmarkspende , wenn ich das richtig verstanden habe , aufrufen .
    Überhaupt die Presse . Zum Beispiel Akte 08 in Sat 1 .

    Mich haben damals solche Ratschläge genervt , weil ich eigentlich , genau wie Sie , genug um die Ohren hatte .
    Aber das Ganze ist in der heutigen Zeit eine Überlegung wert .

    Nun habe ich das geschrieben , weil wir gewisse Parallelen haben . Vielleicht ist der Gedanke , nicht allein zu sein auch hilfreich . Wobei , vielleicht gibt es in der heutigen Zeit ja sogar eine entsprechende Liga .

    Ich gebe offen zu , als das mit meiner Tochter war , bin ich bis vorne hin in die Kirche und habe meine ganze Trauer , aber auch Wut unter dem Gesichtspunkt "warum wir ? " raus geschrien . Später bin ich hin und habe mich entschuldigt . Es ist wohl so , daß wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen müssen , um zu einem Ergebnis zu kommen . Es hört sich jetzt total blöde an , aber über das Gebet schafft man nicht nur Licht im Herzen , sondern auch Platz zum denken .

    Da ich ja nun selbst ein paar mal auf der Kippe stand , kann ich mit Bestimmtheit sagen , daß es nichts Schlimmeres gibt , als wie , wenn das eigene Kind krank ist . Im Gegensatz zu sich selbst ist man hilflos .
    Ich wünsche Ihnen viel Kraft für all das , was Sie im Rahmen der Erkrankung Ihrer Tochter noch meistern müssen.

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