- Was ist zuerst passiert?
- Papa hatte husten
- Wann ist es passiert?
- 5 Monate her
- Was ist sonst passiert?
- Diagnose Lugenkrebs
- Wie endete es?
- Chemo ... und dann ...
Hallo, ich dachte mir ich mach mir mal meinem Kummer etwas Luft!
Es hatte ganz harmlos begonnen. Mein Vater 62 hatte fast 3 Monate lang Husten, der einfach nicht weggehn wollte. Nachdem meine Mutter ihn so sehr gedrängt hatte zum Arzt zu gehen, hat er dann endlich nachgegeben, der Sturkopf!
Der Arzt hat ihm ein Asthmaspray verschrieben, er meinte es können von den Pollen kommen, aber wenn es nicht besser werden sollte soll er auf jeden Fall noch mal kommen!
Wir waren alles sehr entspannt nach dem er beim Arzt war. Ich hatte mir keine Sorgen mehr gemacht, hab gedacht es ist sicher nur etwas harmloses!
Leider ging der Husten einfach nicht weg! So dass mein Paps nochmals zum Arzt ging, der ihn in ein Krankenhaus überwiesen hatte, weil es ihm unerklärlich war was es denn sein könnte!
Ich erinner mich noch gut an den Tag, als mein Vater den Termin im Krankenhaus hatte. Ich weiß nicht mehr warum, aber ich war den ganzen Tag zuhause gewesen, allein. Meine Geschwister waren in der Schule und meine Mutter beim arbeiten. Ich hab seelenruhig ein bisschen aufgeräumt und mir überhaupt nichts gedacht! Bis das Telefon klingelte. Es war mein Vater. Er sagte nur: " Ich habe Lugenkrebs, und komm jetzt nachhause." Er legte dann auf.
ICh war total schockiert, und dachte erst er macht einen Spaß... aber solche Späße macht man nicht!
Ich rief sofort meine Mutter an, die ihn dann abholte! Als er dann da war mit ihr, wusste ich nicht wie ich mich verhalten sollte. Am liebsten hätte ich gleich losgeweint.
Erst haben sich meine Eltern gestrittten und von einem Moment auf den anderen hat meine Mutter bitterlich angefangen zu weinen. Ich kam mir so nutzlos vor. Ich konnte niemandem helfen. Nicht meinem Vater und schon gar nicht meiner Mutter.
Ich wusste damals gar nicht was die Diagnose Lugenkrebs bedeutet, ich wusste nur dass es schlimm ist!
Nachdem ich gefühlte 4 Stunden im Wohnzimmer wie angewurzelt stand und nichts sagte, hat mich mein Vater weggeschickt! ICh hab den ganzen Nachmittag im Bett gelegen und nur geweint. Zum Glück war mein Freund nach der Arbeit da, aber er wusste nicht wie er mir helfen kann.
Komischerweise waren die folgenden Tage wie immer von außen betrachtet! Er ging morgens laufen etc... aber es hing eine dunkle Wolke über uns allen
Er hatte viel mit Ärzten telefoniert, und bekam viele Termine. Er musste sich noch vielen weiteren Test unterziehen. Ich stand immer wenn er ein Termin hatte so unter Spannung, hoffte dass nichts dazu kommt. Ich hab sehr sehr viel geweint, und hab damals komischerweise angefangen zu beten für ihn, obwohl ich kein gläubiger Mensch bin.
Die Untersuchung ergaben keine weiteren schlimmen Nachrichten für uns, wir waren sehr erleichtert... doch leider kam aus heiterem Himmel ein Anruf aus dem Krankenhaus. Die Dame sagte mir das mein Vater bitte sich dringend melden sollte.
Ich war total panisch, ich konnte sie nicht erreichen. Kontne nicht mehr still sitzen und hab angefangen zu zittern... zum Glück kam meine beste Freundin vorbei, und hat es dann für mich in die Hand genommen, ich konnte nicht mehr sprechen.
Sie hatten sich getäuscht, es war schlimmer. Anfangs hieß es mit einer Op, und entfernen des einen Lungenflügels wäre alles in Ordnung, nun wurde aber die Diagnose korrigiert.
Er hatte ein kleinzelliges Bronchialkarzinom, welches die aggressivste Krebsart ist, die sehr schnell wächst und meistens nicht operativ entfernt werden kann
Er ist nun mitten in der Chemo, ihm geht es beschissen und mir und der ganzen Familie auch. Ich weine fast jede Nacht, vorallem da ich weiß dass er höchstens noch 12 Monate zu leben hat. Das zu wissen ist das schlimmste. ICh fühle mich so hilflos
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Lugenkrebs, Vater hat Lugenkrebs
Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr
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