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Erfahrungsbericht: Prostatektomie
- Was ist zuerst passiert?
- Probleme beim Wasser lassen
- Wann ist es passiert?
- Januar 2001
- Was ist sonst passiert?
- PSA - Wert stark erhöht!
- Wie endete es?
- mit Prostatektomie
Es begann im Januar 2001, bis dahin war alles in Ordnung. Ich kam von der Arbeit nachhause und bemerkte zum ersten mal beim Wasser lassen dass der Strahl etwas dünner wurde, und dass es irgendwie nicht so "gut" lief.
An den folgenden Tagen wurde das Urinieren immer schwieriger, es kam nur wenig. Sodass ich städnig das Gefühl hatte ich müsste mal eben, da die Blase ja nie leer war!
Als es unerträglich wurde, suchte ich einen Urologen auf, der aufgrund der vollen Blase gleich einen Sonde legte. Ich war so erleichtert, der Druck wurde weniger! Er nahm mir Blut ab um den PSA-Wert zu überprüfen und schickte mich nachhause.
Für mich war damit alles ok, ich dachte damals noch nicht mal an etwas schlimmeres!
Als ich nach einigen Tagen wieder einen Termin bim Urologen hatte, offenbarte er mir, dass der PSA-Wert stark erhöht sei!
Mit dieser Information konnte ich gar nichts anfangen.
er erklärte mir, dass der PSA (Prostataspezifisches Antigen) bei Verdacht auf Prostatakrebs und bei bestehendem Prostatakrebs gemessen.
Ich verstand nicht richtig, war damals wie gelähmt! Sagte er mir gerade dass ich Krebs habe?
Nachdem dann einige Untersuchungen darauf hin abgeschlossen waren stand die Diagnose fest: Prostatakrebs!!!
Ich konnte es einfach nicht fassen! Warum ich? Gerade ich? Der immer versucht hat sich so gesund wie nur möglich zu ernähren, der immer schon Sport gemacht hat. Warum nur?
Ich kam aus der Praxis mit einer Überweisung ins Krankenhaus, und ging nachhause. Ich konnte an diesem Tag nicht sprechen. Ich legte die Unterlagen einfach auf den Küchentisch und wartete bis sie meine Frau gelesen hatte. Ich hörte sie etwas weinen, das war das einzige mal während dieser Zeit. In meiner Gegenwart hat sie nie wieder eine Träne vergossen!
Der Operationstermin stand ziemlich schnell fest, und bis dahin waren es glaube ich auch nur 2 Tage. An die Op, bzw kurz vorher und kurz danach kann ich mich kaum noch erinnern. Ich war damals wie in Trance!
Nach der Prostatektomie wurde bei mir unter anderem auch eine Hormontherapie durch GnRH-Analoga eingeleitet. Da das Prostatakarzinom anscheinend sehr testosteronabhängig ist.
Die Op und die Zeit danach war wirklich schlimm. Ich hätte es nicht durchstehen können ohne die Kraft meiner Frau!!!
Ich würde sagen dass ich wieder gesund bin.
Jedoch hat die Hormontherapie natürlich auch Nebenwirkungen, durch den niedrigen Testosteron kommt es zu depressiven Zuständen, zu Anämie, Muskelabbau und als Langzeitwirkung zu Osteoporose außerdem kommt es zu einer erektilen Dysfunktion und zu Libiodverlust!
Was natürlich gewisse Folgen für das Leben, und Liebesleben hat!!
Man sollte aber eines nicht vergessen, ich lebe und bin darüber sehr froh
Stichworte (Tags): Prostatakarzinom, prostatakrebs, Prostatektomie
Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr
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